вторник, 6 марта 2018 г.

milchersatz_für_kaffee

Veganer Milchersatz.. warum schmeckt das alles so "bäääh".

Hey, ich bin seit dem 11.11.11 Vegetarierin und würde gern wenigstens fürs Kochen und vlt auch für den Kaffee zu einem Milchersatz umsteigen. Ich habe jetzt schon einen Mandeldrink probiert, der allerdings sehr viele Kalorien enthält und wässrig und viel zu süß schmeckt. Dann habe ich vor einiger Zeit Sojamilch probiert und auch die fand ich nicht so toll. Heute morgen habe ich dann einen Milchersatz aus Hafer in meinen Kaffee geschüttet, aber der schmeckt einfach nur bitter und allein von der gräulichen Farbe wird mir schlecht.. könnt ihr mir irgendwas empfehlen??

21 Antworten

Zum Kochen verwende ich ab und an Sojamilch bzw. Hafermilch. Letztere eher für Süßspeisen.

Kaffee trinke ich sehr wenig - aber wäre "Sojasahne" etwas dafür?

Vergiss einfach den guten, vollmundigen Milchgeschmack. Es gibt keinen wirklichen Ersatz dafür. Es schmeckt alles anders, meist dünner und fettiger. Ein paar Drinks kann man verwenden, Netto hat erträgliche Sorten Sojamilch, DM hat eine Hafermilch, die geht für Müsli. Aber gegen eine gute Milch von Weidekühen, da kommt das alles nicht an.

Nicht wirklich. Ich bin auch Vegetarier, aber Veganer könnte ich nicht werden, weil mir die Milchersatzprodukte nicht schmecken. Kaffee trinke ich eh meist schwarz. Ich nehme meist Biomilch. Ist zwar trotzdem Milch, aber wenigstens aus gerechter Haltung.

nichts für ungut, aber wenn ich das lese, juckts in den fingern.

eine kuh muss ein kalb zur welt bringen, damit sie milch gibt (wie bei menschen und anderen säugetieren auch). jedes jahr ein kalb = jedes jahr ein kalb mehr => schlachthof. nur wegen der milch. http://www.vegpool.de/wissen/warum-trinken-veganer-keine-milch.html

Mir fällt da auch Sojamilch ein (Alpro gibt es im Supermarkt) und Hafermilch ein. Hafermilch hat auch viele Ballaststoffe, es fehlt aber Calcium. Ist eine Sache der Gewohnheit. Bei einer Umstellung wirst du wahrsch. niemals den altgewohnten Geschmack mehr erreichen können! Milch, die keine Kuhmilch ist, aber identisch so schmeckt, gibt es noch nicht. Da muss man Geschmacksveränderungen in Kauf nehmen. Reismilch gibt es noch im Reformhaus. Viell. schmeckt dir das annähernd.

Das fiese ist: Es gibt diverse verschiedene Pflanzen (Soja, Reis, Hafer, Mandel. ), jede in unterschiedlicher Süßstärke, jede in verschiedenen Geschmacksrichtung (Vanille, Schoko usw) und jede von verschiedenen Herstellern.

Ungesüßte Sojamilch von Soja-Fit ist absolut ungleich ungesüßte Sojamilch von Alpro-Soja.

Einzige Lösung: Alles mal ausprobieren :D Die gesüßte von Alpro finde ich sehr lecker, ebenso Reismilch (von Natur aus sehr süß). Zum Kochen oder für meine Smoothies morgens nehme ich aber ungesüßte, da man nacher sowieso nicht mehr schmeckt, obs süß war oder nicht,

Wir sind seit Monaten auf der Suche nach einem schmackhaften(!) SojaDrink(natur) der nicht gleich am 2. Tag wie sauer schmeckt. o___________°

Den von EDEKA gibts nicht mehr & der war richtig lecker.

Ich finde ja Soja-Reisdrink am besten. Hat genau die richtige Süße für mich, da ich sonst nur so 1/2 TL Zucker auf 1/4 Liter Kaffee mache. Das einzige Problem, was ich damit habe, ist, dass er gerne ausflockt, also stark auf die Säure in Kaffee reagiert. Ich bin dann auf Kaffee schwarz umgestiegen, um nicht ständig soviel wegschütten zu müssen, weil ich ihn auch recht stark brühe. Vll klappt es besser mit Soja-Koch"sahne", hab ich nicht ausprobiert. Als ob du Kaffeesahne statt Milch nehmen würdest.

Man muss ja aber nicht alles ersetzen. Wobei: bist du jetzt Vegetarierin oder Veganerin? Als Vegetarier ist die übliche Milch doch "erlaubt".

Dass die Sachen "bäh" schmecken, liegt daran, dass du es nicht gewöhnt bist. Wenn du schon als Kind Sojamilch getrunken hättest, würde es dir schmecken. So hast du einfach eine bestimmte Erwartung, die nicht erfüllt werden kann. wenn einer nur Mandelmilch trinkt, kann er auch lange nach einer tierischen Milch suchen, die dem nahe kommt.

Ja, ich bin zwar Vegetarierin, aber wäre gern Veganerin.. allerdings kann ich mir das mit meinem niedrigen Körpergewicht und dem Schulstress nicht erlauben. Ich wohne nämlich unter der Woche in einer Jugendwohngruppe, wo ich wenig Einfluss auf den Lebensmitteleinkauf habe und es schon relativ schwierig ist, Vegetarierin zu sein. Jetzt möchte ich wenigstens am Wochenende und in den Ferien auf etwas veganere Kost umsteigen. ;]

Finde ich super, dass du dich schrittweise nähern willst. ;) Ich selbst bin sehr dünn und bin manchmal nur am Essen. Scheiß Stoffwechsel. ^^ Ich empfehle dir täglich ein paar Nüsse zu essen, die führen dir nicht nur Energie zu, sondern enthalten auch viele Mineralien, Walnüsse sind z.B. sehr zinkreich, Mandeln sehr calciumreich.

Hi Luu2907, ich kann auch nur bestäigen, dass man sich an den zunächst fremden Geschmack gewöhnt, sofern man einen Milch-Ersatz für sich gefunden hat, den man schon mal ohne EIngewöhnung ganz o.k. findet. (Wirklich schlimm fand ich eigentlich nur die Sojamilch von Aldi-Süd, beim Köcheln fing sie an zu stinken.)

Meine Top 3: Sojamilch von Alpro Soja; Hafermilch von real (Marke weiß ich leider nicht); pulvriger, veganer Kaffeeweisser

Die Antwort ist nicht so einfach. Das hängt sicherlich auch davon ab, warum du Vegetarier oder Veganer bist. Einfach nur aus Gründen, weil du die Tierhaltung, so wie sie stattfindet nicht unterstützen willst, bzw. weil du Tiere nicht ausbeuten willst, oder weil es primär um deine Gesundheit geht.

Wenn es nur um die Vermeidung der Ausbeutung von Tieren geht, dann wirst du mit Sokaprodukten vielleicht gut fahren - kann mir gut vorstellen, daß es da eine Sojamilch gibt, die zum Kaffee gut passt.

Wenn es aber primär um deine Gesundheit geht - und da ist Kuhmilch bedenklich - dann kann aber Soja auch nicht in Frage kommen, weil Soja eigentlich eine Giftplanze ist und nur durch die moderne Industrie und viel Marketing jetzt im Regal steht und man sich davon nicht anspeibt. Soja ist nicht gesund - für Kinder und Kleinkinder ganz böse!

Wenn es um die Gesundheit geht, dann kann man Kokosmilch als Ersatz für diverse Kuhmilchanwendungen verwenden und wird dort und da sehen, daß das eine massive Bereicherung ist. Ein Macha-Latte mit Kokos- statt Kuhmilch ist eine Sensation! Auch das Müsli zum Frühstück schmeckt unglaublich gut mit Kokosmilch.

Auch verwende ich bei diversen Fleischgerichten Kokosmilch statt Sahne von der Kuhmilch. Auch sehr fein!

Beim Kaffee kann ich dir aber nicht weiterhelfen. Da hab ich auch noch keine Alternative gefunden. Ich hab da Kokosmilch mal getestet und das war einfach nicht gut.

Es gibt z.B. Sojaprodukte. Ich denke, das ist alles eine Geschmackssache. Im Endeffekt kommst du nie zu 100% an das originale, tierische Produkt heran, daher ist dies alles eine Sache des individuellen Geschmacks.

Es mag Leute geben, denen dein o.g. Milchersatz zuper gut schmeckt, dann mag es Leute geben, die - wie du - das einfach nur absolut schrecklich finden.

Ich nehm zum backen immer Reis Drink. Und zum kochen Soja Sahne, aus der man Schlagsahne machen kann. Darf man aber nicht zu lange kochen. Ich lebe allerdings in der Schweiz und weiss nicht, welche Produkte es in Deutschland auch gibt. Die hier sind jedenfalls ganz gut. Kaffee hab ich mir aber angwöhnt schwarz zu trinken. bzw. ich trink nur noch Espresso.

Gibt es hier alles in Naturkostläden. Normale Sojamilch allerdings auch im Supermarkt.

Was, Mandelmilch soll nicht gut schmecken?? Vielleicht hast du eine blöde Sorte probiert, denn die finde ich persönlich am allerbesten. Man kann sie mit einem geeigneten, starken Standmixer und einem Nussmilchbeutel o.ä. auch selbst machen und dann eben nach Belieben süßen. Ich weiß ja nicht in welchen Massen du vorhast Mandelmilch zu trinken, aber ich achte bei sowas nicht auf die Kalorien, da das nur geringe Mengen sind. Bei einer ausgewogenen veganen Ernährungsweise mit viel Gemüse muss man sich darüber denke ich nicht den Kopf zerbrechen.

Neben der leider im Handel aber leider zu teuren Mandelmilch mag ich auch gern Alpro Soja, da die irgendwie warmgemacht wie Milchreis riecht. ^^ Vielen Leuten schmecken auch Sojadrinks mit Vanillearoma. Zum Kochen nutze ich Soja-Reis-Drink, den mache ich übrigens auch in meinen Kaffee. Ich denke das ist eine reine Gewöhnungssache und eine Frage der Sorte. Die Sojalatte von Starbucks schmeckt mir z.B. nicht so besonders. Und seit wir so einen Kaffeeautomaten haben, der die Milch aufschäumt und erhitzt, schmeckts noch besser. ^^ Man kann aber auch einfach wie bekloppt die Packung schütteln (klappt natürlich nicht wenn sie ganz voll ist), dann entsteht ein toller Schaum, denn man dann in der Mikro warmmacht.

Danke für die ausführliche Hilfe :] Ohje.. ich seh schon: Ich werde noch einige Läden abklappern müssen. Einen Milchaufschäumer hab ich übrigens zu Hause ;) Ich wusste gar nicht, dass Starbucks einen Soja-Latte anbietet. Danke ;]]

Ja, anfangs ist es wirklich eine ewige Rumprobiererei. ^^ Wenn man einmal die "Basics" hat, geht es dann aber.

Mir schmeckt Sojamilch auch nicht, aber zum Kochen nehm ich das schon, weil man das nicht rausschmeckt. Kuhmilch finde ich mittlerweile abstoßend, seitdem ich weiß was da drinne ist. Am Liebsten nehme ich die Hafermilch, denke deine Geschmacksnerven müssen sich erst daran gewöhnen. Ein Versuch ists doch wert.

Probier mal SojaReisDrink der ist ein wenig süß (nicht so krass wie MarzipanDrink-Mandel ^^) & ich mag den im Tee oder für Kakao sehr gerne! =)

Zum Kochen eignet sich allerdings SojaDrink eher, wenn du viel Geld hast & ausgeben willst kannst du dir auch Cuisine kaufen. Das ist halt so ne Art Sahnezeugs.

Meine persönliche Empfehlung: Gut&Günstig oder direkt den von EDEKA SojaReisDrink der ist richtig lecker. =)

kommt echt auf die marke an die man kauft bei sojaprodukten. musst verschiedene ausprobieren und gucken welche dir am besten schmeckt. es gibt z.b. aber auch vegane oder vegetarische kaffeesahne.

Hallo Luu, "bäääh" ist relativ. Ich hab kürzlich die Hafermilch von Alnatura (dm) probiert und als sehr lecker empfunden. Hat eine ganz leichte unaufdringliche Süße, obwohl ungesüßt. Die solltest du mal probieren. ich find es übrigens gut, dass du Alternativen zur Kuhmilch suchst. LG, Sigi

Hallo Luu :D Ich hatte am Anfang das gleiche Problem wie du. Ich habe keine Milch gefunden die mir schmeckt, aber hast du schon die Sojamilch von Alpro probiert. Die schmeckt super lecker. Mir schmeckt sie sogar besser als die Milch von Kühen. Auch die anderen Sojaprodukte von Alpro sind richtig lecker. Die machen da irgendwas anders und die enthält auch nicht so viele Kalorien und nicht so viele gesättigte Fettsäuren. Echt Super :D

gestern habe ich Deine Frage gefunden, weil ich das gleiche "Problem" habe.

Wollte mal hören, ob Du inzwischen einen geeigneten Milchersatz gefunden hast.

Oder hast Du Dich inzwischen vielleicht an den Geschmack gewöhnt?

Freue mich über Erfahrungsberichte!

Die Störfaktoren in Sojaprodukten

Phytate (mineralblockierende Effekte), Trypsinhemmer (Trypsin ist ein Enzym der Eiweißverdauung, Pankreas), Isoflavone (Phytoestrogene), die Hormonstörungen auslösen können, schlechte Verdaulichkeit durch denaturiertes Eiweiß (SPI s.u.), Soja-Lektine (unverträglich), Goitrogene, Pestizide und andere Gifte (in industriellen Produkten)

Freie Glutaminsäure oder MSG (Mononatriumglutamat), ein potentes Nervengift, entsteht bei der Herstellung von Sojanahrung, und weitere Mengen werden vielen Soja-Nahrungsmitteln zugesetzt als Geschmacksverstärker.

toxische Belastung: Sojanahrung enthält zu hohe Konzentrationen an Aluminium, das toxisch ist für das Nervensystem (Alzheimer s.u.) und die Nieren, Dieldrin (50mal so toxisch wie DDT, das wir nicht mehr loswerden), Cadmium und Fluor.

Fluor verdrängt Jod, das wesentlich ist für die Bildung von Schilddrüsen-Hormonen.

Goitrogene (Kropfbildner) können zu Schilddrüsenunterfunktion führen (2004)

Mangan in Babynahrung kann das Gehirn schädigen und Verhaltensstörungen auslösen (siehe bei Babynahrung)

Carrageen für eine cremige Konsistenz ist in Sojamilch und Pulver-Babynahrung enthalten. Carrageen

gilt heute als kanzerogen (siehe Notmilk and Uncheese. The udder Alternatives. 2004)

Raffinose und Stachyose, zwei Kohlenhydrate, die wir enzymatisch nicht abbauen können, sind die Ursache für unangenehme Blähungen: Gas und Geruch durch Soja: Sie werden durch Alpha-Galaktosidase verdaut, die bei allen Säugern fehlt. (Siehe Soy Carbohydrates: The Flatulence Factor (2003).

Soja-Naturkost kann auch billige Zusätze enthalten, z.B. Vitamin D2 in Sojamilch, das im Zusammenhang mit Hyperaktivität, Herzkranzgefäßkrankheiten und Allergien gesehen wird (2004).

Soja aus kontrolliert ökologischem Anbau enthält auch - da pflanzenspezifisch - Phytate, Phytoestrogene (die Isoflavone Genistein, Daidzein), Trypsinhemmer, Goitrogene, Lektine, aber keine Pestizide und ist nicht genmanipuliert.

ich gehe davon aus, dass du als vegetarierin an deiner gesundheit denkst und deswegen deine ernährung umgestellt hast. kaffee gehört nicht zu einer gesunden ernährung, lass ihn weg und das milchproblem gibt es nicht mehr.

Nein, es geht mir nicht hauptsächlich um die Gesundheit. Ich habe einfach viel zu viel Respekt vor Tieren und möchte diese Ausbeutung nicht unterstützen.

also, du bist vegetarierin, verzichtest aus moralischen gründen auf fleisch, isst aber andere trierische produkte.

Sie sucht doch gerade nach Alternativen. Also sei doch mal nich so ruppig. :P

du hast mich falsch verstanden, ich möchte nur wissen, ob sie andere tierische produkte isst, mehr nicht. warum soll das ruppig sein.

ja, momentan esse ich noch Eier und trinke Milch. Ich verzichte auf Gelatine, Fleisch und Fisch. Da einen BMI von 17-18 habe, mache ich mir ein wenig Sorgen. Ich will auf keinen Fall abnehmen! Außerdem schmeckt mir das bisher ausprobierte einfach nicht.

sorry, aber vegetal = pflanzlich, wer sich als vegetarier ausgibt und dennoch weitere tierprodukte isst, ist keiner..es ist eine falsche auswertung des begriffs vegetarier, ein anderer ist vegan. schau mal hier wie eier und milch erzeugt werden: http://www.mercyforanimals.org/

Man kann den Begriff "Vegetarier" auch anders ableiten und kommt entsprechend zu anderen Ergebnissen: https://www.vebu.de/einstieg/vegetarische-ernaehrungsformen

Dieses Anfahren von Vegetariern durch Veganer ist alles andere als produktiv, vor allem wenn es sich um Neulinge handelt.

Die Frage ist zwar schon älter, aber es ist falsch, dass Vegetarier keine Tierprodukte essen. Vegetarier verzichten auf Fleisch und Fisch. Veganer sind diejenigen die komplett auf Tierprodukte verzichten.

Dir schmeckt der Milchersatz deshalb nicht, weil du von kleinauf das eitrige Drüsensekret Milch gewöhnt bist. Kinder lernen als Babys schmecken - was du immer bekommst, empfindest du als normal.

Trinke also ohne Ausnahme Sojamilch, Hafermilch, oder für welche du dich entscheidest. Nach wenigen Monaten wirst du das, was du jetzt bei Sojamilch denkst, über Kuhmilch denken - ich kriege davon mittlerweile nichtmal mehr einen Schluck runter. Nimm als Sojamilch die von Alpro Soja, die ist qualitativ am besten.

Milch hat doch gar nichts mit Eiter zu tun, was ist das denn für eine Aussage.

Milchersatz im Vergleich Soja, Mandel oder Hafer?

Pflanzlicher Milchersatz läuft Kuhmilch langsam den Rang ab. Aber wie schmecken Milchdrinks? Welche passen zu Kaffee? Und welche sind nachhaltig?

I mmer mehr Menschen suchen nach einer Alternative zu gewöhnlicher Kuhmilch. Sei es wegen Unverträglichkeit, einem veganen Lebensstil oder im Rahmen einer nachhaltigen Lebensweise. Denn schliesslich geht ein Grossteil aller Treibhausgase auf das Konto von Massentierhaltung. Auch ethische Bedenken, welche mit Nutztierhaltung einher gehen, veranlassen viele Konsumenten dazu, nach einem pflanzlichen Milchersatz Ausschau zu halten. Nicht zuletzt werden vermehrt Studien publik, die den vermeintlichen gesundheitlichen Nutzen von Kuhmilch in Frage stellen.

Vielleicht ist es auch nur eine Lifestyleerscheinung oder die Lust auf einen neuen Geschmack, die pflanzlichen Milchersatz immer beliebter macht. Für Interessierte lohnt es sich auf jeden Fall, verschiedene Produkte und Marken durchzuprobieren – die Unterschiede in Geschmack und Konsistenz sind oft ziemlich gross. Häufig vereinen Kombiprodukte das beste aus zwei Milchalternativen. Wer neugierig ist, was es an veganen Alternativen zu Kuhmilch gibt, kann mit dieser Übersicht seinen (Wissens-)Durst stillen.

Mandelmilch

Mandelmilch wird aus Mandeln und Wasser hergestellt und ist inzwischen neben Sojamilch eine der gängigsten Alternativen zu Kuhmilch. Dieser Milchersatz ist besonders reich an ungesättigten Fettsäuren und besonders magenbekömmlich. Dafür ist der Gehalt an Kalzium vergleichsweise gering.

Geschmack und Gebrauch: Mandelmilch ist ein nussiger und leicht süsslicher Milchersatz. Vor allem im Müesli oder zum Backen eignen sich der Geschmack und die Konsistenz hervorragend. Im Kaffee neigt Mandelmilch dazu, leicht flockig zu werden. Aufgeschäumt ergibt sie hingegen einen feinen, gleichmässigen Schaum und passt vor allem gut zu Cappuccino.

Besonderheiten: Der grösste Teil der Mandeln wird aus den USA exportiert. Mandelbäume wachsen dort im trockenen Kalifornien und benötigen Unmengen an Wasser, um gedeihen zu können. Der grossflächige Anbau in Monokulturen bedroht ausserdem die Bienenvölker. Nachhaltig ist die Produktion also leider nicht. Wer ökologisch leben möchte, sollte Mandelmilch daher nicht literweise trinken, sondern das Produkt als besonderen Genuss verstehen. Es können auch Mandeln aus Europa gekauft und die Mandelmilch selbst hergestellt werden.

Preis: Rund 3 Franken pro Liter.

Sie ist längst zum Klassiker unter den Alternativen zu Kuhmilch avanciert. Kein Wunder: Der hohe Eiweissgehalt bei vergleichsweise wenig Fett macht Sojamilch zu einem gesunden Milchersatz. Umstritten ist lediglich die Wirkung der enthaltenen Isoflavone. Dabei handelt es sich um bestimmte Pflanzenstoffe, von denen eine hormonähnlichen Wirkung ausgehen kann und die bereits im Verdacht standen, in höheren Dosen gesundheitsschädlich oder gar krebserregend zu sein. Experten raten bei Kleinkindern und Säuglingen vom Verzehr von Soja ab.

Geschmack und Gebrauch: Je nach Sorte ist der Geschmack von Sojamilch etwas erdig bis getreidig. Den puren Genuss mag nicht jeder. Um den Eigengeschmack zu kaschieren, kommt Sojamilch oft gesüsst daher. So eignet sie sich auch hervorragend zum Backen oder für Müesli und Nachspeisen. Im Vergleich zu vielen anderen Milchalternativen lässt sich Sojamilch relativ gut aufschäumen. Ungesüsst ist sie im Kaffee eher Geschmackssache. Viele schwören hier auf eine Mischung aus Soja und Mandel.

Besonderheiten: In Puncto Nachhaltigkeit ist Sojamilch als Milchersatz umstritten. Für einen Grossteil der Produktion werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt, um die Pflanze günstig anzubauen. Am besten, du achtest beim Kauf darauf, woher das Soja kommt – es gibt auch Produkte aus Europa.

Preis: Rund 1,50 Franken pro Liter.

Kokosmilch

Dieser Milchersatz wird aus gepressten Kokosraspeln gewonnen und hat den Ruf, besonders fett zu sein; dabei liegt sein Fettgehalt je nach Sorte unter dem von Rahm. Zudem handelt es sich bei den enthaltenen Fetten um gut bekömmliche, ungesättigte Fettsäuren.

Geschmack und Gebrauch: Kokosmilch schmeckt exotisch. Aus diesem Grund eignet sie sich auch nicht uneingeschränkt für jeden Gebrauch. Zu dominant ist der Kokos-Geschmack beispielsweise im Kaffee, aber oft auch im Müesli oder zum pur Trinken. Ausserdem ist Kokosmilch nicht gerade günstig – Literpackungen gibt es in den grossen Supermärkten meist nicht. Dafür lassen sich leckere exotische Gerichte wie Currys mit ihr kochen. Auch Cocktails können gemixt oder Kuchen gebacken werden.

Besonderheit: Kokosmilch ist der einzige pflanzliche Milchersatz, der im Handel den Namen „Milch“ tragen darf. Zum Schutz der Milchindustrie wurde gesetzlich geregelt, dass alle anderen Ersatzprodukte nur unter Bezeichnungen wie Drink oder Shake verkauft werden dürfen. Weil die Bezeichnung aber einfach viel geläufiger ist, bleiben wir in diesem Fall jeweils bei „Milch“.

Preis: Rund 7 Franken pro Liter.

Hafermilch

Ohne Laktose, Milcheiweiss und Sojabestandteile ist dieser Milchersatz wohl einer der bekömmlichsten. Dafür kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Hafermilch Gluten enthält. Ihr Kaloriengehalt ist eher hoch. Dafür punktet dieser Milchersatz anderswo: Hafermilch soll nämlich cholesterinsenkend wirken.

Geschmack und Gebrauch: Hafermilch ist häufig leicht wässrig (Achtung, gut schütteln!) und schmeckt ein wenig wie flüssige Haferflocken, also sehr getreidig. Zum Backen oder zum Müsli passt der Geschmack perfekt – Kaffeefreunde können mit ihren Aromen jedoch oft nur wenig anfangen. Dazu kommt, dass das Aufschäumen nicht so richtig klappt.

Besonderheiten: Hafermilch stammt in aller Regel aus regionalem Anbau – ein grosses Plus für diesen Milchersatz.

Preis: Rund 2 Franken pro Liter.

Reismilch ist eine Getreidemilch, die einen hohen Kaloriengehalt hat, dafür leider nur wenig Nährstoffe besitzt. Sie ist laktosefrei, milcheiweissfrei und glutenfrei und bietet sich so als tolle Milchalternative bei typischen Unverträglichkeiten an.

Geschmack und Gebrauch: Reismilch ist recht geschmacksneutral, lediglich ein wenig süss. Darum eignet sie sich gut zum Backen, zum Herstellen von Süssspeisen wie Milchreis oder Griesspudding oder zum Müesli. Für Kaffee lässt sich die eher wässrige Flüssigkeit mit den schlechten Aufschäumeigenschaften hingegen weniger gut gebrauchen. Viele mögen die Kombi aus Reis- und Mandelmilch.

Besonderheiten: Wegen der geringen Nährstoffwerte sollte Reismilch nicht als alleiniger Milchersatz verwendet werden. Vor allem Kinder brauchen eine zusätzliche, nahrhaftere Alternative.

Preis: Rund 2 Franken pro Liter.

Der geringe Anteil gesättigter Fettsäuren und der vergleichsweise hohe Gehalt guter Fette macht Hanfmilch zu einem immer beliebteren Milchersatz. Bereits in einem halben Liter Hanfmilch ist die empfohlene Tagesdosis an Omege-3-Fettsäuren enthalten. Und keine Sorge: Einen Rausch bekommt man von Hanfmilch nicht. Dieser Milchersatz wird nämlich nicht aus den Hanfblüten, sondern aus den Samen hergestellt.

Geschmack und Gebrauch: Ein bisschen süss und ein klein wenig getreidig, dabei aber in keinem seiner Aromen zu dominant: So etwa kann man sich den Geschmack von Hanfmilch vorstellen. Diese aromatische Zurückhaltung macht diesen Milchersatz damit auch perfekt geeignet für Kaffee, Milchspeisen und zum Müesli.

Besonderheiten: Leider ist das Angebot von Hanfmilch hierzulande noch eher klein. Oft führen nur Bio-Läden diesen Milchersatz. Doch mit steigender Popularität wird sich das sicher bald ändern.

Preis: Rund 5 Franken pro Liter.

Haselnussmilch

Dieser Milchersatz aus Haselnüssen und Wasser duftet so aromatisch wie eine leckere Nussnougatcreme. Tatsächlich erinnert auch der Geschmack (vor allem dann, wenn Zucker zugesetzt ist) an den leckeren Brotaufstrich. Der hohe Gehalt an Kalzium, Mangan, Selen, Zink und Eisen dieses Milchersatzes ist ein Vorteil, sollte aber nicht über den ebenfalls überdurchschnittlichen Kaloriengehalt hinweg täuschen.

Geschmack und Gebrauch: Vor allem zum Herstellen von Süssspeisen eignet sich dieser Milchersatz hervorragend. Er ist auch pur ein Genuss für all jene, die es nussig und süss mögen. Selbst Kaffee-Freunde sind immer öfter von Haselnussmilch überzeugt; sie lässt sich nämlich sowohl aufgeschäumt, als auch flüssig gut zu Kaffee geniessen und verfeinert ihn mit einem leichten Haselnuss-Aroma.

Besonderheiten: Genau wie Mandelmilch lässt sich auch Haselnussmilch durch das Quellen von Haselnüssen in Wasser leicht selbst herstellen. Der Vorteil dabei ist, dass man selbst Einfluss auf den zugegebenen Zuckeranteil nehmen kann.

Preis: Rund 5 Franken pro Liter.

Dinkelmilch

Vor allem Personen, welche auf Milcheiweiss allergisch reagieren, vertragen Dinkelmilch als Milchersatz sehr gut. Weniger lobenswert ist der geringe Eiweiss- und Nährstoffgehalt. Immerhin schneidet Dinkelmilch in Sachen Fettgehalt vergleichsweise gut ab.

Geschmack und Gebrauch: Zwar lässt sich diese Getreidemilch recht gut aufschäumen, der intensive getreideartige Geschmack macht sie aber nicht unbedingt zum perfekten Begleiter des Morgenskaffees. Auch der pure Genuss ist eine Frage des persönlichen Geschmacks – frisch aus dem Kühlschrank aber ziemlich lecker und nah an dem von Kuhmilch. Die Getreidemilch eignet sich besonders gut für Süssspeisen und zum Backen.

Besonderheiten: Wegen des geringen Nährstoffanteils kann Dinkelmilch nicht als vollwertiger Milchersatz empfohlen werden. Vor allem Kinder sollten weitere Alternativen zu sich nehmen.

Preis: Rund 2,50 Franken pro Liter.

Bilder: Pexels, sjenner13/iStock

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Milchersatz für kaffee

Die 10 besten Milchersatzprodukte

Ob Laktoseintoleranz oder Tierschutz: Ohne Milch schmeckt‘s besser!

Das ist ein Vorurteil, denn Veganer genießen gerne und verzichten auf NICHTS! Im Gegenteil: Kennen Sie schon die leckeren pflanzlichen Alternativen für die Milchprodukte, ohne die man in der feinen Küche angeblich nicht herumkommt?

Hier stellen wir unsere 10 beliebtesten Produkte und ihren pflanzlichen Ersatz vor.

Vegane Liebhaber der feinen Streichaufstriche finden im Supermarkt bereits vielfältige Hefe-, Kartoffelflocken- oder Sojaaufstriche. Einen echten Frischkäseersatz stellt außerdem Tofutti Zwiebel (225 g) dar. Wer es morgens beim Frühstück herzhaft mag, startet mit Tofutti Zwiebel begeistert in den Tag. Einfach als Brötchenbelag genießen oder beim Mittagessen zur Verfeinerung der Soße hinzugeben.

Neben der klassischen rein pflanzlichen Margarine, wie „Deli Reform“ oder „Sojola“ schwören vegane Butterfans auf „Alsan“. Konsistenz, Geschmack und Verpackung gleichen denen von tierischer Butter, doch hierbei handelt es sich um kühl schmelzendes Kokosfett, das mit einer Note Zitronenöl verfeinert wird. Eine Vesper mit „Alsanbrot“ und Apfel. Da kommen Kindheitserinnerungen hoch.

Leckerer frischer Zaziki mit viel Knoblauch. Der schmeckt doch so oder so am besten, wenn er selbst zubereitet wurde. Ganz einfach Soja-Joghurt Natur von Alpro Soya, Provamel oder Sojade mit frischem Knoblauch, geraspelter und abgetropfter Gurke sowie frischem Schnittlauch aus dem Garten verfeinern. Fertig. Passend dazu gibt’s Veggi-Gyros von Viana, Ofenkartoffeln oder Gemüsesticks.

Der Klassiker für das italienische Tomate-Mozzarella-Gericht oder zum Überbacken der selbst kreierten Pizza: Tofutti Block Mozzarella. Für Schafskäseliebhaber steht auch noch Vegourmet Mediteraneo in der 400g Packung zur Auswahl. In kleinen Päckchen mit Pilzen und Zucchini auf dem Grill macht er eine genauso gute Figur wie frisch aus dem Ofen zusammen mit Peperoni und Paprikastreifen.

Die würzige Alternative für Käse-Spätzle oder Raclette beispielweise erhältlich beim www.veganversand.at oder bei www.alles-vegetarisch.de sowie im gut sortierten Bio-Markt. Vegourmet Montanero, Paradiso, Herbario und verschiedene weitere Sorten sind dort erhältlich. Je nach Geschmack und Gericht kann man sie einsetzen als Brotbelag, Pizzakäse, Gratintopping, Raclettekäse oder man genießt den „Käse“ pur zusammen mit Trauben bei einem Glas Rotwein am Abend.

Wer gerne cremige Suppen und Soßen mag und im Kaffee oder bei einem Stück Kuchen nicht auf die süße Ergänzung verzichten möchte, dem empfehlen wir die Alternativen auf Soja- oder Reis-, Mandel- oder Haferbasis: Vianas Soyatoo-Schlagcreme oder Reis-Sprühsahne „Rice Whip“ eignen sich besonders gut für die Dessertküche, Alpro Soya, EcoMil, Oatly oder Provamel für den Schuss in Kaffee und Suppe.

Wenn es schnell gehen muss und die Lust auf etwas Süßes so richtig die Gedanken vernebelt, hilft diese kleine Leckerei auf die Sprünge. Alpro Soya oder Provamel Soya bieten Dessertpuddings in den Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade oder Caramel an. Der Zucker gelangt direkt ins Gehirn und spornt zu neuen Leistungen an.

Ganz einfach gelingt der Pudding auch selbst gemacht: 900 ml Sojadrink in einem Topf erhitzen und zum Kochen bringen. Einfach 2 Päckchen Puddingpulver Vanille oder Schoko mit 100 ml kaltem Sojadrink anrühren und in den kochenden Sojadrink schütten. Alles kurz aufkochen und fester werden lassen. Vom Herd nehmen, in kleine Förmchen füllen und mehrere Stunden abkühlen lassen.

Wer nicht so lange warten will: Der Pudding schmeckt auch warm aus dem Topf heraus gelöffelt.

Griesbrei gab es schon bei Oma. Am besten schmeckt er mit Zimt und Zucker und bunten Früchten. Wenn man krank ist oder draußen der Dauerregen an die Scheiben prasselt, denkt man gerne daran zurück.

Da wird es Zeit, etwas zu unternehmen. Für den kleinen Geldbeutel beispielsweise ist der „Drink Soja so lecker Bio Natur Sojadrink + Calcium“ erhältlich. Auch als Reis- oder Haferdrink.

Wie bei Oma wird darum der Sojadrink kurz aufgekocht. Weichweizengries wird untergerührt und köchelt einige Minuten durch. Dann kann der noch warme Griesbrei mit frischen Früchten serviert werden.

Spaghetti a la Mama mit fruchtiger Tomatensoße und Basilikumblatt! Da fehlt doch nur noch… ja was denn? Der Parmesan! Da hätten wir Hefeflocken als Alternative zu bieten. Erntesegen, Schneekoppe oder Rapunzel bieten die mild-nussigen Flocken an, die über Nudeln für die nötige Würze sorgen und in einer Quiche oder in der Soße für eine bessere Konsistenz.

Zugegeben, Eis steht hier nicht ganz ohne den subjektiven Geschmack der Artikelverfasserin. Inzwischen bietet auch der Lebensmitteleinzelhandel eine reichhaltige Auswahl an veganer Eiscreme an: Valsoia il Gelato-, So Yeah Eiscreme, Lupinesse oder Swedish Glace erinnern an bekannte Marken und schmecken –- nicht nur im Sommer –- einfach …mhhh.

Milchersatz: Die 10 besten veganen Milch-Alternativen

Zahlreiche Studien widerlegen das Werbemärchen der gesunden Milch. Viele Ernährungsexperten empfehlen daher, statt Kuhmilch pflanzliche Alternativen zu konsumieren.

Lange Zeit wurde Kuhmilch mit dem Slogan „Die Milch macht’s” beworben. Sie galt als besonders gesund, da sie einen hohen Kalziumgehalt hat und somit präventiv gegen Osteoporose wirken sollte. Neuste Studien zeigen jedoch, dass sie kaum wirksam gegen Osteoporose ist, dafür jedoch Inhaltsstoffe enthält, die das Krebsrisiko steigern. Dies besagt zum Beispiel auch eine Studie der Harvard University, die das Werbemärchen der gesunden Milch stark anzweifelt.

Risiko für Osteoporose steigt

75.000 Frauen wurden über einen Zeitraum von 12 Jahren hinsichtlich des Effektes von Milch auf ihre Knochen untersucht. Es zeigte sich, dass die Knochen der Testpersonen nicht widerstandsfähiger wurden, sondern sogar einem höheren Bruchrisiko ausgesetzt waren. Für die Kalziumbilanz des Körpers ist entscheidend, wie viel Kalzium über den Körper wieder ausgeschieden wird.

Diese Ausscheidung steigt vor allem durch den Konsum tierischer Lebensmitteln. Die Ursache liegt in den schwefelhaltigen Aminosäuren, die hauptsächlich in tierischen Proteinen vorkommen. Zudem enthalten proteinreiche Lebensmittel wie Milch, Milchprodukte, Fleisch und Fisch auch große Mengen Phosphat, welches ebenfalls zur Säurebelastung des Körpers führt.

Kalziumbedarf mit pflanzlicher Nahrung decken

Dabei kann der Kalziumbedarf mit Gemüsearten wie Spinat und Grünkohl oder auch kalziumreichem Mineralwasser, welches etwa 300 mg Kalzium pro Liter aufweist, leicht gedeckt werden. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei 1.000 mg Kalzium. Wer dazu noch mit Kalzium angereicherte Pflanzenmilch verwendet, die 120 mg Kalzium pro 100 ml aufweisen, sollte gut versorgt sein. Außerdem enthalten diese Milchersatzprodukte neben Vitamin B12 meist Vitamin D, welches die Aufnahme von Kalzium zusätzlich fördert.

75 % der Weltbevölkerung leiden unter Laktoseintoleranz

Die große Anzahl laktoseintoleranter Menschen ist ein weiterer Grund dafür, die bisher angenommenen gesundheitlichen Vorteile der Milch zu überdenken. Laut der Academy of Nutrition and Dietetics (A.N.D.) leiden immerhin 75 % der Weltbevölkerung unter einer Laktoseintoleranz und können den mit der Nahrung aufgenommenen Milchzucker nicht verdauen. Bezogen auf Deutschland würde das heißen, dass etwa 15 % der Gesamtbevölkerung an einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden.

Pflanzliche Alternativen werden benachteiligt

Warum tierische Milch bei vielen Menschen noch immer einen guten Ruf hat, ist schnell erklärt. Der Wirtschaftsfaktor „Kuhmilch“ spielt weltweit eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Produkte zu fördern und zu empfehlen. So wurden Milch und Milchprodukte laut Schätzungen aus dem Jahr 2009 jährlich mit Subventionen in Höhe von ca. 13,9 Milliarden US-Dollar unterstützt. Produzenten von pflanzlichen Milchersatzprodukten erhalten keine Subventionen.

Ein weiterer Punkt ist die ungleiche Besteuerung von tierischer und pflanzlicher Milch. So zählt tierische Milch wie Kuhmilch zu den Grundnahrungsmitteln und wird mit 7 % besteuert. Pflanzliche Alternativen wie Soja- oder Hafermilch zählen hingegen zu den Genussmitteln und werden mit 19 % besteuert.

Hätten Sie’s gewusst?

Zum Schutze tierischer Milch und Milcherzeugnisse waren Soja-, Getreide- oder Nussmilch noch bis zum Jahr 1990 in Deutschland verboten.

Nicht alle Produkte dürfen „Milch“ genannt werden

Ein weiterer Nachteil für die Akzeptanz pflanzlicher Alternativen ist die Namensgebung. So dürfen diese offiziell nur als „Drink“ und nicht als „Milch“ auf der Verpackung deklariert werden. So sieht das eine europäische Verordnung zum Schutz der Bezeichnung von Milch und Milcherzeugnisse bei ihrer Vermarktung vor.

Obwohl Milch- und Milchalternativprodukte denselben Verwendungszweck haben und daher keinerlei Gefahr für eine Verbrauchertäuschung besteht, zielt die Rechtsprechung nur auf objektive Merkmale und Eigenschaften ab. Diese Wertung wird besonders deutlich am Beispiel der Kokosmilch. Einzig Kokosmilch darf als „Milch“ bezeichnet werden, da sie bereits vor der Verordnung und vor Verbotsaufhebung der Milch-Alternativen als solche auf dem Markt war.

Sojaprodukte sind umweltverträglicher als tierische Produkte

Zahlreiche Hersteller von Sojamilch weisen auf die deutlichen Unterschiede bei der Umweltbelastung hin. So benötigt Sojamilch zum Beispiel weniger als die Hälfte an Wasser als herkömmliche Kuhmilch. Bei der Herstellung von einem Liter Sojamilch entsteht außerdem fünfmal weniger CO2 als bei Kuhmilch. Dabei werden gewöhnlich zertifizierte, nicht gentechnisch veränderte Sojabohnen von kontrollierten Lieferanten verarbeitet.

Sojabohnen für Sojaprodukte stammen in der Regel von Sojafarmern aus Europa, Kanada und China und nicht wie irrtümlich angenommen aus abgeholzten Regenwaldgebieten. Das Soja, welches im Regenwald angebaut wird, ist für die Produktion von Tierfutter bestimmt.

Viele Umwelt- und Ernährungsexperten empfehlen nicht zuletzt aufgrund der genannten Gründe, anstelle von Kuhmilch Soja-, Getreide- oder Nussmilch zu konsumieren.

Doppeltes Tierleid durch Fleisch- und Milchproduktion

Wie alle Säugetiere muss eine Kuh, um Milch zu produzieren, ein Kind auf die Welt bringen. Dafür wird eine Milchkuh jedes Jahr künstlich besamt. Nach der Geburt werden die Kälber innerhalb weniger Stunden von ihren Müttern getrennt, da die Milch dem menschlichen Konsum vorbehalten werden soll.

Männliche Kälber wandern in die Kälbermast, während weibliche Kälber als Milchkühe Einsatz finden. Neben den über 4 Millionen Kälbern, die jährlich in Deutschland geboren werden, werden jedes Jahr auch etwa 1,2 Millionen Milchkühe geschlachtet, weil ihre Milchleistung nachlässt. Dieser Punkt trifft sowohl auf konventionelle als auch auf Biohaltung zu.

Der beste Weg, die Bedingungen der Milchkühe in der Milchproduktion zu optimieren, ist, keine Milch oder Produkte, die Milch-Bestandteile enthalten, zu konsumieren.

Märkte bieten immer mehr Milchersatzprodukte

Seit 1990 hat sich auf dem Deutschen Markt jedoch viel getan. So sind Sojamilch und Co. mittlerweile nicht nur in Reformhäusern, sondern auch in nahezu allen Supermärkten und Discountern oder auch Drogerien erhältlich. Sogar pflanzliche Alternativen zu Joghurt, Quark, Butter oder Käse finden sich in den Regalen gut sortierter Märkte.

Da diese Produkte jedoch höher besteuert werden und keine Subventionen erhalten, liegen sie preislich etwas höher als die tierischen Produkte. Im Hinblick auf Gesundheit, Tiere und Umwelt sollten die Prioritäten genau überdacht werden.

Die 10 besten Milchersatzprodukte

Die Vielfalt an pflanzlichen Alternativen zu Milch ist groß. So haben auch Menschen mit bestimmten Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien diverse Ausweichmöglichkeiten.

Sojamilch wird aus Sojabohnen hergestellt und kann Kuhmilch als Milchersatz vollständig ersetzen. Sie ist vielseitig anwendbar und eignet sich uneingeschränkt zum Kochen, Backen oder im Kaffee, denn sie lässt sich sogar aufschäumen. Mit 3–4 g Protein pro 100 ml hat sie etwa den gleichen Eiweißgehalt wie Kuhmilch, aber einen geringeren Fettgehalt. Sojalebensmittel stellen zudem eine besonders hochwertige Proteinquelle dar und können dadurch einen wichtigen Bestandteil einer kalorienreduzierten Ernährung bilden. Erhältlich ist Sojamilch in den meisten Supermärkten und Discountern sowie in Biomärkten und Reformhäusern.

Für Allergiker ist Reismilch besonders gut geeignet. Von allen Milchersatzprodukten ist sie die allergenärmste. Sie hat einen natürlich süßlichen Geschmack und lässt sich zum Kochen und Backen verwenden. Erhältlich ist Reismilch in Biomärkten und Reformhäusern sowie in gut sortierten Drogerie- und Supermärkten.

Hafermilch

Hafermilch wird aus entspelztem Hafer gewonnen. So wie alle pflanzlichen Produkte enthalten auch Getreidemilchsorten kein Cholesterin. Hafermilch hat sogar cholesterinsenkende Eigenschaften. Sie eignet sich gut zum Kochen und Backen und ist in vielen Supermärkten erhältlich. Aus Haferflocken lässt sich auch ganz einfach zu Hause Hafermilch herstellen.

Dinkelmilch

Da Dinkelmilch auch ohne Zuckerzusatz einen relativ süßen Geschmack besitzt, eignet sie sich besonders gut für süße Speisen und kann als natürliches Süßungsmittel, zum Beispiel im Kaffee, verwendet werden. Der Milchersatz ist in Biomärkten, Reformhäusern und gut sortierten Drogeriemärkten erhältlich.

Mandelmilch

Mandelmilch gilt als gut bekömmlich und ist reich an ungesättigten Fettsäuren. Sie schmeckt mild und dabei leicht nussig. Außerdem ist sie eine ideale Quelle für Ballaststoffe. Schon im Mittelalter war Mandelmilch als Alternative zur fettreichen Kuhmilch beliebt. Sie ist heutzutage in Biomärkten und Reformhäusern sowie in gut sortierten Drogerie- und Supermärkten erhältlich. Hier geht es zum Rezept: Mandelmilch selbst machen.

Haselnussmilch

Haselnussmilch hat ein sehr nussiges Aroma und eignet sich daher gut zum Verfeinern von Süßspeisen. Sie lässt sich je nach Hersteller und Sorte sogar aufschäumen und für den Kaffee verwenden. Haselnussmilch ist in Biomärkten und Reformhäusern sowie in gut sortierten Drogerie- und Supermärkten erhältlich.

Cashewmilch

Cashewmilch hat einen leicht nussigen Geschmack und eignet sich zum Kochen und Backen. Erhältlich ist sie bisher nur in Biomärkten und Reformhäusern sowie veganen Supermärkten. Auch diese Pflanzenmilchsorte lässt sich ganz einfach selbst herstellen, indem man die Nüsse über Nacht einweicht und dann mit Wasser mixt. Mit Datteln kann die Cashewmilch ganz einfach gesüßt werden.

Macadamiamilch

Macadamiamilch hat im Vergleich zu anderen Milchsorten einen relativ hohen Fettgehalt, jedoch handelt es sich hierbei um gesunde ungesättigte Fettsäuren. Sie eignet sich sowohl zum Kochen als auch zum Backen. Macadamiamilch ist bisher nur in Biomärkten und Reformhäusern sowie veganen Supermärkten erhältlich.

Hanfmilch hat einen leicht nussigen Geschmack und weist einen hohen Anteil an essenziellen ungesättigten Fettsäuren auf, darunter auch die wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Etwa 2 Gläser (500 ml) Hanfmilch liefern bereits die empfohlene Tagesdosis an Omega-3-Fettsäuren. Sie eignet sich zum Kochen und Backen und ist bisher nur in Biomärkten und Reformhäusern sowie veganen Supermärkten erhältlich.

Kokosmilch

Kokosmilch hat einen fruchtig-nussigen Geschmack. Sie hat einen höheren Fettgehalt als viele andere pflanzliche Milchersatzprodukte, welcher aber aus gesunden Fettsäuren besteht. Kokosmilch ist außerdem reich an Magnesium und Kalium. Sie ist ideal zum Kochen und Backen und verleiht Speisen ein exotisches Aroma. Erhältlich ist Kokosmilch in den meisten Supermärkten und Discountern sowie in Biomärkten und Reformhäusern.

Unser Tipp

Da Geschmäcker verschieden sind und auch von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Zutaten verwendet werden, testen Sie einfach verschiedene Sorten, um Ihre persönliche Lieblingssorte zu finden.

Milchersatzprodukte selbst herstellen

Ein weiterer Vorteil von pflanzlichen Milch-Alternativen liegt darin, dass diese kinderleicht in der eigenen Küche hergestellt werden können. Folgendes Rezept für Mandelmilch überzeugt nicht nur geschmacklich, sondern ist auch blitzschnell zubereitet. Auch Hafermilch selbst machen ist einfach.

Anna-Lena Klapp BSc. Ernährungswissenschaftlerin

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Milchersatz

Der große Milchersatz-Test!

Pflanzliche Alternativen zur Kuhmilch werden immer beliebter. Können sie alles, was auch die Milch kann? 8 x Soja & Co. im Check, plus DIY-Rezepte!

Die Milch macht's: Jahrzehntelang galt sie als unverzichtbarer Bestandteil einer gesunden Ernährung. Das ändert sich inzwischen – und Alternativen zur klassischen Kuhmilch werden immer beliebter. Warum wechseln immer mehr Menschen?

Milchersatz wegen Allergien

Die Zahl derer, die Milch nicht gut vertragen, scheint laufend zu steigen. Der Grund dafür kann eine Laktoseintoleranz sein; diese Milchzuckerunverträglichkeit kann beim Konsum von Milchprodukten beispielsweise zu Bauchkrämpfen und Durchfall führen. Andere haben zwar keine nachgewiesene Intoleranz oder Allergie, meiden Milch aber, weil sie bei manchen Menschen die Schleimbildung anregt. Das ist zum Beispiel für Asthmatiker nicht gut. Auch wer an Akne leidet, fährt oft ohne Milch besser.

Brauchen wir Milch überhaupt?

Immer häufiger hört man das Argument, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, das auch im Erwachsenenalter noch Milch verzehrt – noch dazu von einer anderen Gattung. Verfechter dieser These argumentieren, dass Milch lediglich in der frühen Lebensphase gebraucht wird. Später sei sie überflüssig oder sogar schädlich, da sie unter anderem Wachstumshormone enthält, die ihrer Meinung nach krebsfördernd wirken könnten. Milch-Fans schwören dagegen auf den hohen Nährwert und die Bedeutung des Kalziums für die Knochenbildung und zur Vorbeugung von Osteoporose. Allerdings steckt Kalzium auch in vielen pflanzlichen Lebensmitteln wie grünem Gemüse, Nüssen und Samen, so dass wir auf Milch als Kalziumquelle nicht zwingend angewiesen sind.

Milchersatz als Tierschutz

Bis vor kurzem waren Vegetarier noch Exoten; Veganer, die neben Fleisch und Fisch auch alle tierischen Produkte wie Milch und Eier meiden, waren noch viel seltener anzutreffen. Inzwischen hat vegane Ernährung den Mainstream erreicht; prominente Fans rein pflanzlicher Kost und vegane Köche wie Attila Hildman („Vegan for fit“) trugen dazu bei, viele Menschen zum Nachdenken über ihre Ernährung anzuregen.

Für manche Milchgegner ist das Wohlergehen von Tieren das zentrale Argument. Damit Kühe Milch geben, müssen sie regelmäßig Kälber gebären, die jedoch selbst oft nur für kurze Zeit in den Genuss von Mamas Milchbar kommen. Vor allem die Billigmilch vom Discounter setzt Landwirte und Milchkühe unter Druck, so dass die Tiere am Ende die Zeche für unsere Sparwut zahlen und leiden. Vorsorgliche Medikamentengaben, um eine stetig gleichbleibende Milchmenge zu garantieren, schlagen sich auch in der Milchqualität nieder. Doch nicht jeder Konsument ist bereit, mehr Geld für Biomilch auszugeben.

Was kommt für Milchersatz in Frage?

Da ist es kein Wunder, dass inzwischen nicht mehr nur Reformhäuser Alternativen zur Kuhmilch anbieten. Bioläden und ganz konventionelle Supermärkte haben heute in der Regel zumindest einige Ersatzprodukte im Angebot.

Neben Sojamilch, die es schon länger gibt, kannst du beispielsweise auch Haselnuss- oder Mandelmilch, Reis-, Kokos- und Haferdrinks probieren. Soja hat allerdings bisweilen einen ausgeprägten Eigengeschmack, der nicht jedem gefällt. Und wer eine Haselnussallergie hat, sollte natürlich um Nussmilch einen Bogen machen. Sogar aus Hanf und Quinoa wird mittlerweile Ersatzmilch gemacht. Wer die Ärmel hochkrempelt, kann den Milchersatz sogar selbst herstellen (siehe Rezept unten). Teste verschiedene Milchersatzgetränke, um das zu finden, was dir am besten schmeckt.

Wofür kann ich Milchersatz verwenden?

Du kannst diese übrigens genauso verwenden wie normale Milch und sie fürs morgendliche Müsli ebenso nehmen wie für deinen Kaffee. Auch zum Kochen und Backen sind die meisten Ersatzprodukte geeignet - im Internet finden sich schon viele Rezepte, die speziell auf Mandelmilch und Co. zugeschnitten sind. Das dickflüssigere Mandelmus dient in Rezepten oft als Sahneersatz. Wer einmal damit experimentiert, wird feststellen, dass ein milchfreies Leben gar nicht so schwierig ist und man trotzdem vielseitig essen und trinken kann.

5 Tipps für den Kauf von Milchersatz

  1. Bio kaufen? Auf jeden Fall – die Bioprodukte enthalten deutlich weniger Zusatzstoffe. Die Zutaten stammen meist aus Europa, bei konventionellen Drinks stammen sie oft aus Asien.
  2. Mit Kalzium oder ohne? Wenn du Kuhmilch komplett durch pflanzliche Alternativen ersetzen möchtest, solltest du auf angereicherte Drinks zurückgreifen oder deinen Bedarf an Kalzium aus anderen Lebensmittelquellen ­decken (grünes Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl, Nüsse und Samen, kalziumreiches Mineralwasser).
  3. Die beste zum Backen: Soja­drink enthält Lecithin und eignet sich damit wunderbar zum Backen.
  4. Ohne Allergene: Ungeeignet bei Glutenunverträglichkeit: Dinkel- und Haferdrinks. Dagegen sind Soja-, Reis-, Buchweizen-, Mandel- oder Kokosdrinks von Natur aus glutenfrei.
  5. Gut gekühlt am leckersten: Wer Pflanzenmilch pur trinken möchte, sollte sie gut kühlen.

Milchersatz: Mandel, Hafer und Co. im großen Check von FIT FOR FUN!

Pflanzenmilch ist angesagt – insbesondere bei Frauen. Sie peppt das Müsli auf, macht den Kaffee blond und ersetzt beim Kochen und Backen Milch, Ei und Sahne.

Pflanzenmilch steht für einen neuen Lifestyle

Pflanzliche Milchersatzprodukte drängen mit einer großen Auswahl an verschiedenen Sorten und Herstellern auf den Markt. Die Drinks liegen voll im Trend. Zwischen 2010 und 2016 hat sich der Konsum an Sojamilch und Co. fast verdoppelt.

Tatsächlich ist der Pflanzendrink richtig umweltfreundlich. Laut Dr. Markus Keller vom Institut für alternative und nachhaltige Ernährung wird bei der Produktion weniger als die Hälfte an Wasser verbraucht als bei der Kuhmilch. Außerdem ist der Landverbrauch geringer, und niedrigere Treibhausgasemissionen führen zu einer besseren Klimabilanz. Was bei der Produktion übrig bleibt, sogenannter Trester, wird in Deutschland als Tierfuttermittel verarbeitet. In Ländern wie Japan, China und Korea werden die Reste der Sojamilchproduktion als „Okara“ zu Eintöpfen, Gebäck oder Brei verarbeitet.

Getreide, Nüsse, Soja – Bio oder konventionell

Kein Wunder, dass wir im Supermarkt vor einer Riesenauswahl stehen. Von Sojamilch über Nussalternativen mit Mandel-, Kokos- oder Haselnussgeschmack bis zu Getreidemilch aus Hafer, Reis oder Dinkel wird alles angeboten. Es geht allerdings auch exotischer: Getreidesorten wie Hirse, Amaranth und Buchweizen oder Cashew- und Macadamianüsse werden ebenfalls zur Milch­alternative verarbeitet. Auch erhältlich: Mischprodukte wie Reis plus Hafer. Die Drinks gibt es aus konventioneller oder aus Bioproduktion, mit Vanille- oder Schokogeschmack – da ist für jeden was dabei.

So kommen Hafer, Soja & Co. in den Tetra Pak

Getreidekörner werden gemahlen, eingeweicht und gekocht. Dabei bauen Enzyme die Stärke im Korn ab und sorgen so für einen natürlich süßen Geschmack. Beim Sojadrink wird die Bohne geschält, eingeweicht und gemahlen, bevor sie in den Kochtopf kommt. Die geschälten Nüsse durchlaufen ein Röstverfahren, um ein intensiveres Aroma zu erreichen. Anschließend werden sie gemahlen und gekocht. Sind die festen Bestandteile durch Filtration entfernt, ist der Pflanzendrink schon fertig. Achtung: Einige Hersteller konventioneller Produkte sorgen mit Zusätzen für eine lange Zutatenliste. Öl, Emulgatoren und Stabilisatoren optimieren die Konsistenz – künstliche Aromen verstärken den Geschmack. So mutiert ein natürlicher Drink zum Mix aus Zusatzstoffen, den du lieber meiden solltest. Bio ist die Alternative!

Das Food-Ressort von FIT FOR FUN hat acht verschiedene Drinks verkostet und sich ein Geschmacksurteil gebildet. Dazu gehörte auch die Frage, wie das Produkt im Kaffee schmeckt – und: Lässt sich die Pflanzenmilch aufschäumen? Außerdem haben wir uns Preise, Inhalts- und Nährstoffe angesehen. Positiv bewertet wurde eine gute Nährstoffversorgung und wenig Zusatzstoffe. Im Gesamtergebnis konnten maximal fünf Punkte erreicht werden. Alle Drinks haben wir in Hamburger Supermärkten, Drogeriemärkten und Bioläden gekauft. Die Produkte sind bio, bis auf den Lupinendrink, den gibt es in bio bisher nur online.

Bei der Auswahl haben wir uns auf die Naturvarianten beschränkt: ungesüßt und ohne Aroma. Wir waren überrascht, wie unterschiedlich die Drinks schmeckten!

Und so liest du das Ergebnis:

5 Sterne = überzeugend; 4 Sterne = empfehlenswert; 3 Sterne = teilweise empfehlenswert; 2 Sterne = enttäuschend; 1 Stern = überflüssig

Buchweizendrink von Hofgut Storzeln

NÄHRWERTE PRO 100 ML: 51 kcal, 5,6 g Zucker, 1,1 g Fett

GESCHMACK: Eine graubraune Flüssigkeit, die uns sehr dünn und ­wässrig vorkommt. Schmeckt erstaunlich süß und dominant nach Getreide

KAFFEE­TAUGLICHKEIT: Geschmacklich gut. Flockt allerdings nach einer Weile aus und ist optisch nicht ansprechend

SCHÄUMBARKEIT: Lässt sich überhaupt nicht schäumen

FAZIT: Durch seine graubraune Farbe und kleine Ablagerungen: ein optischer Flop! Pur und im Kaffee schmeckt der Drink in Ordnung, ist aber eine relativ teure Alternative zur Milch.

Dinkeldrink von Alnatura

NÄHRWERTE PRO 100 ML: 42 kcal, 5,7 g Zucker, 1,5 g Fett

GESCHMACK: Der Drink hat eine tolle Konsistenz, und es dominiert ein ­vollmundiger, sehr süßlicher Getreidegeschmack

KAFFEETAUGLICHKEIT: Nichts für Kaffeeliebhaber. Die dominante Getreidenote verdrängt den Kaffeegeschmack völlig

SCHÄUMBARKEIT: Egal, wie lange wir es versuchen: von Schaum keine Spur

FAZIT: Beim Öffnen der Packung kommt uns ein leckerer Getreidegeruch entgegen. Durch seine natür­liche Süße gibt der Drink geschmacklich viel her – sowohl im Kaffee als auch pur. Minuspunkte gibt

es lediglich für die Schäumbarkeit

Haferdrink von Oatly

NÄHRWERTE PRO 100 ML: 40 kcal, 4,1 g Zucker, 0,5 g Fett

GESCHMACK: Schmeckt voll­mundig und ist fast schon cremig. Der Drink hat eine dezente Hafernote und ist leicht süßlich

KAFFEETAUGLICHKEIT: Verbindet sich super mit dem Kaffee, und durch die natürliche Süße kann auf extra Zucker verzichtet werden

SCHÄUMBARKEIT: Der Schaum ist in Ordnung, aber nicht vergleichbar mit normalem Milchschaum

FAZIT: Unser absoluter ­Favorit, da er in fast allen Kategorien punktet: Der Drink lässt sich schäumen, ist lecker im Kaffee und schmeckt auch pur. Er kommt ganz ohne Zusatzstoffe aus, ist überall erhältlich und liegt preislich völlig im Rahmen

Kokosdrink von DM

NÄHRWERTE PRO 100 ML: 18 kcal, 2,3 g Zucker, 0,2 g Fett

GESCHMACK: Ein dezenter Kokosgeschmack, der jedoch eine säuerlich-unreife Note hat. Wässrig, kaum süß und mehlig im Abgang

KAFFEETAUGLICHKEIT: Färbt den Kaffee kaum, auch geschmacklich ein Flop. Als Milch­ersatz im Kaffee nicht zu empfehlen

SCHÄUMBARKEIT: Ein leichter Schaum entsteht, der aber gleich wieder zusammenfällt

FAZIT: Der Kokosdrink kann nicht überzeugen: Er sieht aus wie trübes Wasser und ist vergleichsweise teuer. Und im Kaffee auch nicht der Hit. Damit landet er auf dem letzten Platz. Trotz superniedrigem Fettgehalt keine echte Alternative

Lupinendrink von Luve

NÄHRWERTE PRO 100 ML: 78 kcal, 2,1 g Zucker, 4,2 g Fett

GESCHMACK: Leicht künstlicher Eigengeschmack, der im Abgang fast schon mehlig ist. Die Konsistenz ist eher dickflüssig, fast wie Kondensmilch

KAFFEETAUGLICHKEIT: Daumen hoch – der Drink färbt den Kaffee am appetitlichsten, sorgt für eine super Konsistenz und schmeckt gut

SCHÄUMBARKEIT: Ein Schaum kann erreicht werden – vergleichbar mit dem des Haferdrinks

FAZIT: Geschmacklich im Mittelfeld. Unser einziges konventionelles Produkt fällt gleich mit langer Zutatenliste auf und ist vergleichsweise teuer. Punkten kann der Drink allerdings im Kaffee und in der Schäumbarkeit. Höchster Kalorien- und Fettgehalt

Mandeldrink von Provamel

NÄHRWERTE PRO 100 ML: 31 kcal, 0,2 g Zucker, 2,9 g Fett

GESCHMACK: Sehr wässrig ­und neutral im Geschmack. Die nussige Note ist sehr schwach ausgeprägt, nur wenig mandelig

KAFFEETAUGLICHKEIT: In Kombination mit Kaffee flockt der Drink aus und schmeckt uns überhaupt nicht. Urteil: mangelhaft

SCHÄUMBARKEIT: Der Schaum ist gut und steht bei unserem Test auf Platz 2

FAZIT: Wir sind enttäuscht vom Mandeldrink – viel Nuss ist da nämlich nicht drin. Er ist der teuerste unter den Drinks, kann uns geschmacklich aber nicht überzeugen. Im Kaffee leider ungenießbar

Reisdrink von Natumi

NÄHRWERTE PRO 100 ML: 50 kcal, 7,1 g Zucker, 1,1 g Fett

GESCHMACK: Angenehm und sehr süß – erinnert optisch und von der Konsistenz an Kuhmilch, allerdings deutlich süßer. Uns fast schon zu süß

KAFFEETAUGLICHKEIT: Vermischt sich gut mit dem Kaffee und schmeckt. Bringt kräftige natürliche Süße in den Kaffee

SCHÄUMBARKEIT: Leider kann der Reisdrink nicht aufgeschäumt werden

FAZIT: Ein toller Ersatz: Geschmacklich ist der Drink vorn mit dabei, im Kaffee finden wir ihn lecker. Positiv: Optisch ist er der Kuhmilch am ähnlichsten und enthält am wenigsten Allergene. Abzüge gibt’s für den hohen Zuckergehalt

Sojadrink von Alpro

NÄHRWERTE PRO 100 ML: 38 kcal, 2,3 g Zucker, 1,8 g Fett

GESCHMACK: Hat keinen störenden Sojageschmack und überzeugt mit einer süßlichen Note. Hat allerdings einen herben Geschmack im Abgang

KAFFEETAUGLICHKEIT: Punktet durch den neutralen, etwas süßlichen Geschmack im Kaffee. Der Soja-Cappuccino hat eine tolle Farbe

SCHÄUMBARKEIT: Dieser Schaum kann sich sehen lassen. Unser Favorit in Sachen Schäumbarkeit

FAZIT: Der Sojadrink hat uns überrascht: Er schmeckt pur und auch im Kaffee. Preislich einer der günstigsten. Der Schaum ist top –

mit diesem Drink lässt sich ein leckerer Latte macchiato zubereiten

DIY: 4 x Milchersatz selber machen

Mandelmilch

2–3 Datteln (entsteint)

1. Die Mandeln über Nacht (etwa zwölf Stunden) in Wasser einweichen lassen.

2. Einweichwasser abgießen und Mandeln unter fließendem Wasser abspülen.

3. Mandeln, Wasser, Datteln, Zimt und Salz in einen Mixer geben und so lange mixen, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht.

4. Geschirrtuch über ein Sieb legen und ein Gefäß darunterstellen. Die Flüssigkeit aus dem Mixer in das Tuch gießen, das Tuch an den Enden zusammennehmen und Mandelmilch auswringen.

Tipp: Statt Zimt kann auch das Mark einer Vanilleschote verwendet werden.

Dieses Rezept lässt sich gut mit Haselnüssen umsetzen. Wer etwas experimentierfreudiger ist, der kann es auch mit Cashew-Kernen, Paranüssen oder Macadamia-Nüssen ausprobieren. Alles, was du brauchst, sind ein Mixer (oder Pürierstab) und ein Mulltuch (alternativ reicht auch ein dünnes Geschirrtuch). Lasse die Nüsse (eine Tasse) mindestens acht Stunden lang in Wasser ziehen, bevor du sie abgießt, wäschst und dann mit einem Liter Wasser in den Mixer gibst. Gut vermischen, dann das Mulltuch über eine Schüssel legen und die Mixtur hineingießen. Das Tuch sollte alle Stückchen herausfiltern. Die Flüssigkeit anschließend nochmal in den Mixer geben und mit einer Prise Salz und etwas Vanilleextrakt oder Zimt süßen und erneut gut mixen. Et voilá! Fertig ist die nussige Milch. Die solltest du innerhalb einer Woche aufbrauchen.

Auch für dieses Rezept brauchst du Mixer oder Pürierstab und ein dünnes Tuch zum Filtern. Wasche eine Tasse Reis (egal, welche Sorte – bloß keinen Risottoreis!) gründlich, bevor du ihn in einen Topf gibst und mit zwei Tassen Wasser sowie etwas Salz und Zucker abkochst. Der Reis sollte am Ende weich sein und das gesamte Wasser aufgesogen haben. Gib dann zwei weitere Tassen warmes Wasser dazu und mixe das Ganze gründlich durch, bis ein weicher Brei entstanden ist. Drei weitere Tassen Wasser hinzugeben und weitermixen. Schließlich kannst du die Mixtur mit dem Tuch absieben. Wer möchte, kann die Milch 30 Minuten stehen lassen und dann die festen Bestandteile, die sich möglicherweise absetzen, herausfiltern - da kommt auf den eigenen Geschmack an.

Hafermilch

Auch hier solltest du Mixer/Pürierstab und ein Mulltuch bereitstehen haben. Koche eine Tasse Haferflocken zusammen mit einer Prise Salz und einer Prise Zucker und zwei Tassen Wasser zu einem Haferschleim. Diesen anschließend mit drei Tassen Wasser (ähnlich wie bei der Reismilch) ordentlich pürieren. Seihe das Endprodukt anschließend durch das Tuch in ein Gefäß - dabei musst du eventuell den übrig gebliebenen Haferbrei richtig gut ausdrücken, damit du die komplette Flüssigkeit aus ihm herausbekommst. Sollte die ausgedrückte Milch noch zu zähflüssig sein, kannst du sie mit weiterem Wasser verdünnen.

Milchersatz -> Kaffee

Milchersatz -> Kaffee

27. Okt 2013 11:34

Ich bin seit wenigen Tagen dabei, auf vegan umzustellen.

Als Kaffee-Liebhaber stelle ich mir die Frage: Was darf rein in meinen Kaffee?

Gestern stand ich also im Reformhaus vor Hafer-, Dinkel-, Mandel-, Soja-, Haselnuss- und Reismilch und stellte fest, dass in fast allen Milchersatzdrinks Zucker und Salz enthalten ist. Zumindest auf Zucker möchte ich eigentlich weitestgehend verzichten. Entschieden habe ich mich letztlich für "alpro HAFERORIGINAL" - Die einzige Milch OHNE Zucker.

Hier die Zutaten: Wasser, Hafer (10%), inulin, pflanzliches Öl (Sonnenblumenöl), Tricalciumphosphat, Maltodextrin, Meersalz, Stabilisator (Gellan), Vitamine (Riboflavin (B2), B12, D2).

Sind das nicht sehr viele Zusätze?

Irgendwie habe ich kein gutes Gefühl dabei.

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem naturbelassenen Milchersatzprodukt.

Re: Milchersatz -> Kaffee

27. Okt 2013 11:46

Wenn Du Hafermilch ohne Zusätze probieren magst, kann ich zB die von Oatly empfehlen, die enthält lediglich Wasser, Hafer und Salz.

veganer milchersatz für kaffee. wenn man keine soja, hafer, reis oder mandelmilch dahat?

wie kann ich meinen kaffe trinken (auser schwarz) wenn ich keine milch drin haben will durch Unverträglichkeit und dummerweise keine andere milch dahabe? und vegan solls auch noch sein :/

8 Antworten

Hast du Erdnussmus da? Oder andere Nussmus?

Dann mische es im Verhältnis 1:10 mit Wasser = 10 g Nussmus mit 100 ml Wasser zum Beispiel.

Danke fürs Sternchen :)

Gibt es nicht so Milchpulver, hab selber keine Ahnugn :D vielleicht konnte ich trotzdem helfen

Milchpulver is in milch drin:D süüß:D trotzdem danke:)

Dann kauf dir doch welche. Geschäfte haben doch noch offen und du wärst damit auf der sicheren Seite, ehe du jetzt mit was anderem herumexperimentierst :)

Bin kein Veganer, aber wenn ich keine Milch für meinen Kaffee habe, trinke ich ihn mit Zucker - schmeckt anders, aber auch - ähnlich wie Mokka :).

Also wenn du Mandeln, Cashew, oder sonst welche Nüsse hast, kannst dus selber machen. hier ein Beispiel:

Da gibbts übrigens tolle vegane Rezepte;)

trink leiber krüutertees, sie sind gesund, kaffee dagegen nicht, mit oder ohne milchersatz.

mit kokosmilch oder einer eiskugel! :-)

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Die Nachricht meiner Cousine: Hey Lisa, pass bloß auf mit veganer Ernährung, lass dir das von einer Expertin sagen, du musst dir dann Ersatzstoffe aus der Apotheke holen, den tierisches Eiweiß ist super wichtig für den Körper und vorallem für die Knochen, also Butter, Milch, Käse und Eier sollte man nicht gerade weg lassen. Fleisch kann man leicht durch Soja ersetzen. Ohne tierisches Eiweiß neigt der Körper später zu Osteoporose.

Ich wüsste gerne, ob das wahr ist, oder ob ich sorglos vegan werden kann. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir weiterhelfen könntet. Ganz liebe Grüße von Lisa

Ich versuche, mich überwiegend vegan zu ernähren. Im Joghurt sind Bifidus Bakterien enthalten, die gut für die Darmflora sind. nun habe ich 2 Fragen:

Sind diese Bakterien auch im Soja Joghurt enthalten? Man braucht diese bakterien - so weit ich weiß - um Joghurt herzustellen. Sie "machen" die <Milch sozusagen zum Joghurt. also auch beim Soja Joghurt? und gilt dies auch für Sorten wie Schoko/Vanille? Wo kann man Sojajoghurt (Natur/Schoko/Vanille/. ) kaufen?

Sind das die Bakterien, die auch B12 herstellen? Oder sind das andere? Und wie sieht es mit Milchsäure Bakterien aus? die sind wohl nicht im Soja Joghurt enthalten, oder ist der Name irreführend? Welche rolle spielen diese?

Dankeschön schon mal im voraus, nutellaNele

Hallo ihr Lieben,

ich lebe vegan und bin damit ganz glücklich. Bis auf den morgendlichen Milchkaffee. Sojamilch darf ich gesundheitsbedingt nicht trinken. Reismilch schmeckt mir nicht zum Kaffee. Dinkel Mandelmilch macht den Kaffee zum geschmacklichen Malzkaffee. Am Liebsten trinke ich normale Mandelmilch, weil die recht dezent ist. Komplett überzeugt bin ich davon aber nicht. Hat hier einer noch einen Geheimtipp für einen leckeren "Milchkaffee"?

Hallo Freunde der Sonne, Folgendes ist mein Problem. Ich bin gerade dabei, meine Ernährung umzustellen, da ich hauptsächlich vegetarisch / vegan essen möchte. In vielen veganen Kochbüchern, werden Milch und Co. ja gerne durch Sojamilch ersetzt und auch bei meinem Müsli bin ich schon auf Sojamilch umgestiegen. Ich habe damit auch kein Problem, nur mein fleischliebender Freund ist davon überhaupt nicht begeistert. Er meinte, recherchiert zu haben und behauptet nun, dass Soja krebserregend und vor allem Brustkrebs fördernd ist. Weiß einer, was Sache ist? Im Internet steht so viel, dass man bald nicht mehr weiß, was man glauben soll. Auf pro vegan Seiten, stehen nur die sonnigen Seiten der Sojapflanze auf pro Fleisch-Seiten findet man fast nur Negatives? Was stimmt denn jetzt? Bitte mit Begründung oder Erklärung und schon mal vielen Dank für eure Hilfe. :) Lg

Ich habe Verständniss, dass manche Menschen sich vegetarisch ernähren. Aber ich verstehe nicht warum Veganer auf Milch,Eier,Käse,Honig. verzichten können. Ich verstehe den Sinn dahinter nicht.

Wenn man z.B. mit Vegetariern zusammen essen geht etc.

ich bin ehrlich gesagt kein Veganer - habe aber festgestellt, dass ich durch sämtliche Art von Milchprodukten Pickel bekomme. (wenn ich dann doch mal inkonsequent bin, haben nach 3 Tagen viele Pickel ein neues zu Hause auf meinem Gesicht gefunden ;-) ) Ich nehme nun schon seit Mai keine Milch mehr zu mir und habe auch schon viele gute, leckere Alternativen gefunden.

Allerdings habe ich noch keinen leckeren Joghurt und Milchersatz (für Müsli) gefunden, was nutzt ihr da? Und habt ihr eine Alternative für Nutella parat? :-)))

Ich hoffe, mir kann hier jemand helfen!

mit einer Kollegin bin ich in einer ziemliche Disskusion geraten. Wer grössere "Umweltverschmutzer" seinen, Vegetarier oder Veganer. Meiner Meinung nach ist vegan immer noch am besten für die Umwelt. Meine Kollegin behauptet aber immer Veganer essen sehr viele Dinge aus Soja. Tofu, Sojajoghurt, Sojamilch, Sojacuisine etc. etc. und Soja wird ja meistens in Amerika angebaut. Mit dem Transport wird viel CO2 ausgestossen und Regenwald wird abgeholzt. Kann es doch sein das Veganer die Umwelt mehr belasten als die Vegetarier?

Ich bin Veganer, eigentlich ohne Ausnahmen! Manchmal ist das nur sehr unangenehm. Zum Beispiel hatte letztens eine sehr gute Freundin von mir Geburtstag, die dann zum Mitnehmen in die Schule extra für mich noch einen Zweiten ''veganen'' Kuchen gebacken hatte! Leider hat sie nur die Milch durch Soja Milch ersetzt und nicht die Eier. Ich war mir sehr unschlüssig, was ich dann machen sollte und hab dann ein Stück genommen und so getan als ob ichs essen würde, es dann aber eingesteckt und es dann nach der Schule meiner Schwester geschenkt! Außerdem spiele ich Theater, und da haben wir morgen die letzte Aufführung und danach gibt es immer gelieferte Pizza! Weil ich die nunmal nicht esse, wollen sie mir eine eigene Pizza backen, und haben mich gefragt ob ich den Pizzateig mit Tomatensauce von Aldi esse, den sie dann noch extra kaufen wollen! Ich habe ja gesagt, weil ich gehört hab das dieser Vegan ist, aber als eben habe ich gelesen, dass das der Knack und Back Teig war und Aldi einen mit Magermilchpulver hat! Sie haben den teig jetzt sicher schon gekauft und es ist mir unangenehm morgen zu sagen, dass ich die Pizza doch nicht essen kann, aber ich will auch kein Kalb töten und wenn ich die Pizza esse hab ich bestimmt danach ein mega schlechtes Gewissen!! Was würdet ihr anderen Veganer in meiner Situation machen??

Ich freue mich über jede Antwort, Lotta ;)!

Ich mein für die Sojafelder und für die ganzen anderen Felder müssen zig Hektar an Urwald gerodet werden. Ich verstehe, dass sich Menschen für Kühe, Schweine, usw einsetzen. Jedoch müssen Milliarden (vllt. mehr/weniger) Tiere sterben und manche Tierarten sterben aus. Außerdem werden Menschen in Ländern wie in Brasilien für diese Felder unterdrückt.

Macht es wirklich Sinn ein Veganer zu sein oder ist das so ein Hype, dem wiedermal viele Leute folgen ohne ihre eigene Meinung zu bilden. (Finde keine Statistiken)

Ich will hier jetzt keine disskusionen, sondern einfach nur wissen ob Hafer \ - Soja Milch gesünder in dem Sinne von fettarmer ist ? Welche hat also weniger Kalorien?

wenn man ja Vegetarier ist, aber zwischen durch mal Fleisch ist, ist man ein Flexitarier. Gibt es auch eine Bezeichnung wenn man Veganer ist, aber nicht so streng? Also probiert vegan zu leben, aber bei Besuch oder in Restaurants auch mal nur vegetarisch ist oder sonst mal Eier oder Milch konsumiert?

In leztzter Zeit bin ich so mit vielen Esseigenschaften konfrontiert worden,ob Vegan oder nicht Vegan,Fleischessen ist böse oder Vegan ist absolut Tierfrei. Dabei kommt mir nur der Gedanke,, Ok,ich respektiere ja jeden was auch immer er als Nahrung zu sich nimmt( ausser perverser Sachen),aber immer wieder komme ich zu dem Ergebnis das Vegan einfach nicht ganz möglich bleibt. Spätestens ,wenn ein absolut Vegan überzeugter Mensch einkaufen geht,und kauft Vegan ein,dann wird der Angestellte bzw.Verkäufer was daran verdienen,um wiederum sein Essen davon zu kaufen.Das könnte also auch Fleisch sein was er kauft. Hier unterstützt doch der Veganer einen möglichen Fleischesser/Tiermörder. um Fleisch kaufen zu können. Klar ,ich weiss es gibt auch Vegane Supermärkte,aber welche Geschäfte ausser Lebensmittelhandel finanziert ein Vaganer noch mit?Vergnügungspark,Tankstelle,pornobörse, G.E.Z. Gebühren pipapo.. Also letztendlich eine zusammenführende Kette.Der Veganer finanziert letztendlich mit seinem Tierfreiübrezeugtem Geld den Fleischkonsum mit. Nicht böse von mir gedacht,aber wenn es um Lebenseinstellung in punkto Ernährung geht, kann ich einfach nicht ruhig bleiben,wenn ein Veganer alle Tieresser schlecht macht,und meint: Ich lebe Tierfrei..und so ne sprüche!böse Tiermörder e.t.c. Klar,einige erkennen das ich Dampf ablassen mag,aber ich werde tagtäglich genauso als Fleischesser durch Medien negativ konfrontiert . Bin gespannt auf Viele Meinungen,und weiss jetzt schon missverstanden zu werden. Aber was solls? Ich sehe es auch als Erfahrungsaustausch,und lasse mich auch des anderem belehren. meine Frage : ist das falsch gedacht?

Wenn ich als Veganer unterwegs bin und mir von der Imbissbude eine türkische Pizza ohne Fleisch und natürlich auch ohne Dip holen will, ist die dann vegan? Oder sind im Teig Eier oder Milch drin?

Thema: Milchersatz fьr Kaffee

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Milchersatz fьr Kaffee

ich fange gerade an mich vegan zu ernдhren und habe fьr vieles auch schon veganen Ersatz gefunden - aber bei Kaffee bin ich noch etwas ratlos.

Es gibt auch Milchgetrдnke aus Hafer (im Reformhaus) oder Mandelmilch (aus Mandelmus selbst gemacht).

Ich habe die aber alle noch nie probiert, kann also nicht einschдtzen wie die schmecken.

milchersatz für kaffee

ich habe heute das erste mal Lupinenmilch mit Chufa ausprobiert.

Ich muss sagen, dass ist seit 2-3 Jahren der beste Milchersatz den ich für Kaffee gefunden habe, für mich persönlich

Geschmacklich hat mich das ein bisschen an Sahne im Kaffee erinnert.

Geronnen ist die Milch zum Glück auch nicht (wie so oft üblich bei Mandel/Hafer. )

Was ist denn Chufa? Gehört das der (achtung schenkelklopfer) schufa?

finde endlich Zeit zum Antworten ^^

Ein neues Trendlebensmittel unter den Ökos und Müslis

(d.h. ich musste es gleichmal probieren )

Äh. ich bin nicht hipp und mein Müsli ist von Alnatura Hab ich noch nie gehört, muss ich zugeben^^ ist das denn lecker?

xD Müsli = (badisch/umgangssprachlich) Synonym für Öko, Grüner, Hippie, Bioladeneinkäufer, Birkenstockträger

badisch? kann ich ned!

Ich kenn hier nur. SEITENBACHER MÜSLI!

Ich trinke eigentlich eher selten Kaffee, aber ich mag ihn gerne mit Mandel- oder auch mal Haselnussmilch. Hast du das schon mal probiert?

Danke nochmal für eure Tips! Ich versuche inzwischen, auf schwarzen Kaffee umzusteigen, weil mir alles andere leider noch weniger schmeckt. Die Mandelmilch von Alpro finde ich für ab und zu auch okay, aber im ersten Morgenkaffee mag ich sie zb garnicht. Ich bleibe jedenfalls trotzdem dran

Das Kaffee-Milch-Problem hab ich auch. schwarzen Kaffee mag ich einfach nicht, bei mir ist immer ein bisschen Milch dabei. werd dann auch mal die Hafermilch ausprobieren, danke für die Tipps!

Ich habe lange schwarz getrunken und entdecke gerade Sojamilch für mich. Keine Ahnung wieso aber ich fahr voll drauf ab

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Erstellt mit ♥ für Gesundheit, Tiere und Umwelt.

Milchersatz: Die besten Alternativen zur Kuhmilch

Ob ein fruchtiger Sojadrink mit Erdbeergeschmack, schokoladiger Haferkakao oder cremiger Reisdrink pur: Die Auswahl an Milchersatz-Produkten ist beinahe endlos. Und das verwundert wohl mittlerweile kaum jemanden mehr, sind Milchalternativen gerade doch gefragter denn je.Es gibt viele Gründe, auf den Verzehr von tierischer Milch und insbesondere von Kuhmilch zu verzichten oder diesen zumindest einzuschränken. Manche Menschen mögen von Hause aus keine Milch, andere verzichten aus Protest gegen die Lebensbedingungen der gehaltenen Tiere auf Milch oder haben eine vegane Ernährungsweise. Wieder andere leiden an einer Kuhmilchallergie oder Laktoseintoleranz und müssen zwangsläufig der Milch entsagen. Dazu kommt die Gruppe derer, die mit Blick auf ihre Figur, aber auch auf ihren allgemeinen Gesundheitsstatus keine Milch tierischen Ursprungs mehr trinken wollen. Also welche Milchalternativen gibt es, woher stammen sie und welches Produkt kann für Sie der geeignete Ersatz für Milch sein?

Milch-Alternative nicht nur für Veganer: pflanzliche „Milch“

Die Verwendung des Begriffs „Milch“ ist eigentlich falsch, wenn es sich um Getränke aus Soja, Reis, Dinkel oder Hafer handelt. Der Gesetzgeber definiert sie so: „Milch ist das durch regelmäßiges, vollständiges Ausmelken des Euters gewonnene und gründlich durchmischte Gemelk […]“ – und damit ein Produkt tierischen Ursprungs.

Geschmacklich stehen die Pflanzendrinks dem tierischen Produkt dennoch in nichts nach, ganz gleich, ob kalt oder heiß genossen. Kochen und backen funktioniert mit dem pflanzlichen Milchersatz ebenfalls wunderbar. Darüber hinaus bieten zum Beispiel Milchalternativen aus Soja oder Getreide gegenüber der gewöhnlichen Kuhmilch einen wichtigen Vorteil: Sie enthalten weniger Fett, kein Cholesterin und gleichzeitig mehr wertvolle ungesättigte Fettsäuren sowie jede Menge Ballaststoffe.

Zwar enthält Milchersatz im Normalfall weniger Calcium , bei einer ausgewogenen Ernährung führt dies jedoch zu keinerlei Folgeerscheinungen. So kann bereits der regelmäßige Genuss calciumreicher Lebensmittel, wie Sesam, Grünkohl oder Nüsse, eine ausreichende Versorgung mit dem „Knochen-Mineralstoff“ gewährleisten. Einige Bio-Hersteller setzen ihren Drinks zur Verbesserung des Nähstoffstatus zusätzlich calciumhaltige Alge Lithothamnium calcareum zu.

So bietet die Vielfalt an pflanzlichem Milchersatz nicht nur Veganern oder Menschen mit einer Unverträglichkeit einen abwechslungsreichen Ersatz für Milch von der Kuh. Die Besonderheiten und Unterschiede der verschiedenen Milchersatz-Produkte stellen wir Ihnen deshalb hier einmal genauer vor.

Der Sojadrink

Der aus Sojabohnen hergestellte Milchersatz ist die wohl am weitesten verbreitetste Milch-Alternative und kann diese im Prinzip vollständig ersetzen. Mittlerweile ist das Getränk aus Soja in beinahe jedem Supermarkt und in den verschiedensten Geschmacksrichtungen erhältlich. Der Drink kann außerdem zu Joghurt, Schlagsahne und auch Eis weiter verarbeitet werden.

Abhängig vom Hersteller werden einigen Sojagetränken zusätzlich Nährstoffe wie Antioxidantien zugesetzt. In jedem Fall haben die Sojadrinks aber mehr Eisen und Magnesium als handelsübliche Milch und eignen sich daher nicht nur als Milchersatz, sondern auch als schneller und wohlschmeckender Ersatz einer kleinen Mahlzeit für zwischendurch oder unterwegs.

Beim Kauf des Milchersatz-Drinks sollten Sie jedoch unbedingt darauf achten, dass bei der Herstellung ausdrücklich keine Sojabohnen aus genmanipuliertem Anbau verwendet wurden. Entscheiden Sie sich im Zweifel für ein Produkt mit dem Bio-Siegel, das den Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen garantiert.

Getreidedrinks

Diese Getränke sind ein Milchersatz, der aus fermentiertem Getreide, wie Reis, Hafer, Dinkel oder Roggen, hergestellt wird. Der Nährwert des jeweiligen Drinks hängt von der verwendeten Getreideart ab. In jedem Fall enthält diese Milchalternative wenig gesättigte Fettsäuren und kein Milchzucker, weswegen sie für Personen mit einer Lactoseintoleranz zu empfehlen ist. Allergikern sind insbesondere Haferdrinks zu empfehlen, da diese kein Gluten enthalten und somit auch bei einer Glutenunverträglichkeit bestens geeignet sind. Hinsichtlich des Vitamin- und Mineralstoffgehaltes sind die Getreidedrinks mir der herkömmlichen Tiermilch vergleichbar.

Ein weiterer Vorteil: Die Umweltbelastung bei der Herstellung ist nicht nur geringer als bei Kuhmilch, sondern auch niedriger als bei Sojadrinks, da hier die Sojabohnen oft um die halbe Welt transportiert werden müssen. Das ökologisch erzeugte Getreide wird zunächst gemahlen oder geschrotet und anschließend gekocht sowie mit Enzymen versetzt. Diese natürlichen Enzyme bauen die enthaltene Stärke teilweise zu leicht verdaulichen Zuckern ab, weswegen die Reis-, Hafer-, und Dinkeldrinks auch ohne Zusatz von Industriezucker leicht süß schmecken. Durch Filtration wird dann ein wässriger Extrakt gewonnen, der schließlich mit Pflanzenöl verrührt wird. Auf diese Weise bekommt das Getränk eine ähnliche weiße Farbe wie normale Milch.

Mandelmilch

Hierbei handelt es sich um einen Milchersatz, den man auch hervorragend selbst herstellen kann. Dazu werden geschälte Mandeln ganz einfach für einige Stunden in Wasser eingeweicht, zusammen mit etwas Wasser in einem Mixer zerkleinert und durch ein feines Tuch gefiltert. Alternativ kann man weißes Mandelmus, das in Reformhäusern und Naturkostläden erhältlich ist, in Wasser auflösen. So ist ein selbst gemachter, aromatischer Milchersatz im Handumdrehen zubereitet!

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Ihrer Information, stellt keine produktbezogenen Aussagen dar und dient keinem werblichen Zweck. Unsere Beiträge werden auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ständig aktualisiert.

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