Kolumbienreisen Individuell
Kolumbianischer Hochlandkaffee - Geschichte, Anbau, Ernte und Verarbeitung
ist ein Inbegriff von Qualität und ein Genuss für jeden Kaffee-Freund. Ein reiches, rundes Aroma, eine gute Fülle und Spuren von leicht süßlichen Nussaromen: das sind die Eigenschaften, die den hochwertigen, kolumbianischen Arabica-Kaffee auszeichnen.
Diesen hohen Stellenwert genießt er durch die Lage der Anbaugebiete in den Kordilleren, der Methodik des Anbaues, der Ernte und Verarbeitung.
Der in Kolumbien produzierte Kaffee wird in drei unterschiedliche Kaffeequalitäten
unterteilt: Der großbohnige Supremo und der weiche, säurebetonte Excelso sind gängige Qualitäten, die in zahlreichen Kaffeegeschäften geführt werden. Bei der dritten Qualität handelt es sich um die Durchschnittsqualität UGQ, was für "Usual Good Quality " steht.
Kaffee aus Kolumbien in Stichworten
Hauptblüte: Januar bis Mai
Nachblüte: Juli bis September
Haupternte: September bis Dezember
Nachernte: April bis Juni
Häfen: Buenaventura, Cartagena, Santa Marta, Barranquilla
Erntevolumen 2009/2010: 12,5 Mio. Säcke (à 60 kg)
Hauptabnehmer: USA, Deutschland, Japan, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz, Großbritannien, Niederlande
Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten, der Anbauregion und nach Siebgröße. Defekte ersten Grades (beziehen sich auf die Tassencharakteristik):
Schwarz, muffig, sauer.
Defekte zweiten Grades (beziehen sich auf das Erscheinungsbild):
Verfärbungen, Beschädigungen, Schädlingsbefall, Verformungen, nicht ausreichender Reifegrad
Ernteprozess: Gepflückt wird von Hand, das Waschen erfolgt dagegen maschinell.
Fermentation: 30 Stunden
Trocknung: Sonnengetrocknet, unter Glas oder industriell mit Gaswärme
Sortierung: automatisch und Auslese von Hand
Zur Entstehung des Kaffees
Ursprünglich wurde die Kaffeepflanze der Familie der Spindelbäume zugeordnet und später dann zu den Jasminen. Der schwedische Naturforscher Carl von Linné und Antoine de Jussieu reihten sie schließlich in die Familie der Rubiazeen ein. Sie gaben ihr die Bezeichnung "Coffea". Unter dem Namen Coffea gruppieren sich über 60 Arten verschiedener Kaffeepflanzen, von denen aber nur etwa ein Dutzend für den Kaffeeanbau von Bedeutung sind. Der Kaffeebaum selbst, der eigentlich gar kein Baum, sondern ein Strauch ist, wird ca. 2-3 Meter hoch. Coffea Arabika erreicht mitunter sogar eine beachtliche Höhe von 5 Metern. Man erkennt ihn an den ca. 10 cm langen und dunkelgrün glänzenden Blättern und an den weißen Blüten, die ähnlich wie Jasmin duften. Aus den Blüten entstehen nach einigen Monaten ovale Steinfrüchte in Form von roten Beeren. Diese Früchte ähneln in Größe und Farbe den Kirschen und werden deshalb auch so genannt. Sie haben im reifen Zustand eine dunkel oder granatrote Haut, die das elastische und zuckerhaltige Fruchtfleisch umschließt. Im Fruchtfleisch eingebettet befinden sich Samen, denen nun unser eigentliches Interesse gilt: zwei mit ihrer flachen Seite zueinander liegende Bohnen. Die Bohnen haben jeweils eine gewölbte und eine flache Seite. Jede Kaffeebohne ist der Länge nach gespalten und mit Pergamenthaut überzogen. Nach Entfernung dieser Haut erscheint die Bohne je nach Sorte und Anbaugebiet grünlich, graugelblich oder schiefergrau. Die Lebensdauer eines Kaffeebaums in der Plantage beträgt 25-40 Jahre.
Die Anbaugebiete des Kaffees in der Welt
Das Hauptanbaugebiet von Kaffee, auch die Kaffeezone genannt, zieht sich wie ein Gürtelzwischen dem 30. Breitengrad nördlich und südlich des Äquators um die ganze Erde. Zu den wichtigsten Kaffeelieferanten zählen Brasilien, Kolumbien , Indonesien, die Elfenbeinküste, Mexiko, Äthiopien, Vietnam und Guatemala.
Der Kaffeestrauch ist eine äußerst empfindliche Pflanze. Er gedeiht nur in den Tropen-zonen, da er Wärme und dauernde Feuchtigkeit bei regelmäßigen Temperaturen zwischen 17°C und 23°C benötigt. Am besten gedeiht er zwischen 600 und 1200 Metern Meeres-höhe. Der Hochlandkaffee, "high grown" genannt, ist wegen seiner ausgezeichneten Qualität bei Kaffeekennern besonders beliebt. Eine echte wirtschaftliche Bedeutung haben jedoch nur zwei Arten von Kaffeebäumen: Kaffee Arabica (Coffea arabica) und Kaffee Robusta (Coffea robusta). Beide stammen ursprünglich aus Afrika.
Kaffee Arabica / (Coffea arabica)
Die Arabica Bohne stammt keineswegs aus Arabien, sondern aus Äthiopien, der Urheimat des Kaffees. Sie ist wesentlicher empfindlicher als die Robusta und gedeiht am besten bei einer Durchschnittstemperatur von 18°C bis 25°C. Die Arabika, die hauptsächlich in Südamerika angebaut wird, ist am längsten bekannt, am weitesten verbreitet und am meisten geschätzt. Ihre Bohnen haben eine schöne längliche und glatte Form, Aroma und Geschmack sind von ausgezeichneter Qualität mit einem geringen Koffeingehalt von 0,9 bis 1,4 %. Ihre Crema nimmt einen vollen rotbraunen Ton an.
Kaffee Robusta / (Coffea robusta)
Die Pflanzengattung der Robusta wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Hier ist der Name äußerst treffend, denn die Robusta ist sehr viel widerstandsfähiger - wenn auch nicht ganz so wohlschmeckend - wie seine Verwandte, die Arabica. Die Robusta- Sorte ist schneller reif, nicht so anfällig gegen Parasiten und produktiver. Darüber hinaus kann man sie auch in tieferen Regionen anbauen. Das Ursprungsland der Robusta ist Zentralafrika. Angebaut wird er hauptsächlich in den tropischen Regionen von Afrika und Asien. Ihre Qualität ist eher mittel, ihr Geschmack bitter und herb, mit einem Koffeingehalt von 1,8 bis 4,0%. Die Bohnen sind hellbraun und haben eine rundliche, unregelmäßige Form. Die Crema hat einen herben, eher graubraunen Ton.
Für wohlschmeckenden, aromatischen Kaffee verwendet man also meistens die Arabica- Bohne. Kenner experimentieren aber auch gern mit unterschiedlichen, individuellen Mischungen, bei denen der Robusta- Kaffee seinen Anteil hat.
Die vorgezogenen Kaffeesetzlinge werden in tiefer, durchlässiger, neutraler oder leicht saurer Erde angepflanzt. Für ihr ertragreiches Gedeihen sind zahlreiche und intensive Pflegemaßnahmen notwendig. Dazu gehören das Jäten von Unkraut, das Entfernen der überflüssigen Zweige, um ein Höhenwachstum zu unterbinden, das Düngen der Erde, die Bewässerung in trockenen Gegenden, sowie der Kampf gegen Insekten und Krankheiten. Gegen Letzteres ist die Kaffeepflanze leider sehr anfällig. Aber auch Temperaturen unter +10°C können die Pflanze nachhaltig schädigen, ebenso wie minderwertige Erde.
Drei bis vier Jahre ausgiebige Pflege sind je nach Pflanzenart erforderlich, bis eine erste Ernte stattfindet, aber erst nach sechs Jahren kann mit einem normalen Ertrag gerechnet werden. Der Ertrag eines Kaffeebaums schwankt zwischen 400 und 2000 g Arabica- und zwischen 600 und 2200 g Robusta- Kaffeebohnen. Die Blüte und Erntezeiten sind je nach Pflanzenart, Region und Breitengrad sehr unterschiedlich.
Die Kaffee- Ernte ist ein echtes Ritual, bei dem keine Fehler passieren dürfen, wenn man den Kaffeetrinker am Ende einer langen Verarbeitungskette nicht verärgern möchte. Da die meisten Pflanzen zur selben Zeit reif werden, müssen die Kaffeekirschen rechtzeitig gepflückt und sofort weiterverarbeitet werden, da sie weder Lagerfähig transportierbar sind. Die immer noch aktuelle Handpflückmethode ermöglicht bei einer Vorauswahl ein Aussortieren der von Schädlingen befallenen Früchte. Direkt danach erfolgt die Aufbereitung. Vor Ort werden Fruchthaut, Fruchtfleisch und Pergamenthaut entfernt, damit man der eigentlichen Bohne das Wasser entziehen kann. Nicht überall auf der Welt werden die geernteten reifen Kaffeefrüchte auf die selbe Art und Weise aufbereitet.
Dazu gibt es zwei Methoden: Die "nasse" und die "trockene" Aufbereitung, wobei die "nasse" den Duft und den Geschmack besser zur Geltung bringen soll. Ein Großteil der qualitativ hochwertigen Sorten wird in Guatemala, Costa Rica, Kolumbien, Mexiko, Kenia und Tansania "nass" aufbereitet. Dieser gewaschene Kaffee, auch "milds" genannt, wird in einem Fließwasserbad mit Quetschwalzen gereinigt. Gleichzeitig trennt man hochwertige von minderwertigen, obenauf schwimmenden Früchten. Anschließend wird das vorgequollene Fruchtfleisch in großen Bottichen oder Becken völlig abgelöst. Nach diesem Vorgang lässt man die Kaffeebohnen einige Tage trocknen. Danach werden die Rohkaffeebohnen in einer Schälmaschine, von den spröde gewordenen Pergamentschalen getrennt. Bevor es zum wichtigsten Arbeitsgang bei der Kaffeeherstellung, dem "Rösten", kommt, wird das feine Häutchen, das so genannte Silberhäutchen, das die Bohne als letztes umschließt, entfernt. Ohne dessen Ablösung wäre der Kaffee nicht gebrauchsfähig. Nun ordnet man die Bohne auf ihre "Dichte" hin. Das bedeutet, dass lediglich Bohnen von gleicher Größe, gleichem Gewicht und gleicher Farbe übrig bleiben. Dieses ist eine Grundvoraussetzung für einheitliche Qualität. Wenn der Rohkaffee fertig aufbereitet, verlesen und klassifiziert ist, wird er in Jutesäcke gefüllt und auf Reisen geschickt. Geröstet wird er erst an seinem Bestimmungsort.
Neben der "nassen" Form der Aufbereitung gibt es die weniger aufwendige und ursprüngliche Trockenaufbereitung. Sie wird vor allem in Brasilien und Westafrika angewandt. Dabei werden die Kirschen gewaschen und drei Wochen lang auf ausgedehnten Betonflächen in der Sonne getrocknet, bis man die in ihr enthaltenen Bohnen mit Hilfe einer Schälmaschine rückstandsfrei herauslösen kann.
Annähernd 800 Aromastoffe befinden sich in einer Kaffeebohne. Sie werden erst durch die Erhitzung beim Röstvorgang freigesetzt und führen so zu einer fast grenzenlosen Geschmacksvielfalt. Bevor die Bohnen in die Rösterei gelangen, werden sie nach bewährten Hausrezepten gemixt. Bestimmte Qualitäten werden auf Grund des kräftigen Geschmacks gewählt, andere wegen der besonderen aromatischen Eigenschaften. Es gehört zum Stolz und Ergeiz eines jeden Kaffee- Röstmeisters, eine eigene Kaffeemischung zu komponieren. Die Kunst liegt darin, die Zusammenstellung verschiedener Kaffeesorten so vorzunehmen, dass ihre individuellen Charaktereigenschaften vorteilhaft vereinigt werden. Die so erzielte Mischung wird "Blend" genannt und ist die Basis dafür, dass jedes Endprodukt anders schmeckt. Bereits bei der Mischung wird entschieden, ob ein starker und feuriger oder ein milder, magenschonender Kaffee die Tasse füllt. Auch das Herkunftsland spielt in Sachen Stärke eine wichtige Rolle. Aus Brasilien beispielsweise kommen die schärferen Sorten, während Mittelamerika und Afrika eher für dezente Milde bekannt sind. Seinen endgültigen Geschmack erhält der Kaffee erst beim Rösten. In der modernen Rösttechnologie wird das so genannte Wirbelschichtverfahren angewendet. Hierbei wird der Kaffee schwebend in einem Heißluftstrom geröstet. Dabei ist äußerste Vorsicht geboten, denn schon ein paar Sekunden zu viel oder zu wenig können den ganzen "Brand" verderben. Je nach Geschmacksansprüchen der Kaffeetrinker wird der Kaffee heller oder dunkler geröstet. Espresso wird beispielsweise stärker und länger geröstet als Kaffeebohnen für eine "normale" Tasse Kaffee.
Der eigentliche Röstvorgang dauert je nach Intensität nur sechs bis acht Minuten. Aufgrund der Wärmeentwicklung während des Röstvorgangs geraten die Kaffeebohnen "ins Schwitzen". Das in der Frucht enthaltene Wasser verdampft und das Gewicht reduziert sich um etwa 16%. Die ursprüngliche grüne Farbe der Kaffeebohnen wechselt in kräftiges Kaffeebraun. Nun entwickelt sich der typische Kaffeegeschmack und das charakteristische Aroma. Damit der frisch geröstete Kaffee sein Aroma behält, wird er auf schnellstem Wege luftdicht abgefüllt oder zu löslichem Kaffee weiterverarbeitet.
(Quelle: Miele & Cie. KG, Gütersloh)
Die Namensgebung des Kaffees
Für den normalen Kaffeetrinker ist es gar nicht so wichtig, wo und wann sein Lieblingsgetränk erstmals entdeckt wurde. Es interessiert ihn sozusagen " nicht die Bohne", solange eine Tasse dieses heißen, dampfenden, aromatischen Gebräus vor ihm steht und sein Geschmack und das Aroma vollends zur Entfaltung kommen.
Um zu erfahren, wann der Kaffee entdeckt wurde, müsste man ganz ins Dunkel der Geschichte eintauchen. Eines jedoch glaubt man heute ganz sicher zu wissen, und zwar dass der Kaffee seinen Ursprung in Äthiopien oder genauer gesagt aus dem abessinischen Hochland und dort möglicherweise aus der Provinz Kaffa, der er möglicherweise seinen Namen zu verdanken hat, stammt. Von dort aus nahm der Kaffee seinen Weg nach Arabien, wo er erstmals als Getränk zubereitet wurde. Die Araber erkannten seine stimulierende Wirkung und den außergewöhnlichen Geschmack.
Wie der Kaffee nun zu seinem Namen kam, ist bis heute nicht eindeutig erforscht. Bei der ersten Version verdankt er seine Namensgebung möglicherweise seinem Ursprungsort, der Provinz Kaffa in Äthiopien. Und bei der zweiten stammt das Wort Kaffee höchstwahrscheinlich von einem arabischen Wort, sei es " Kahva - Kohoveh - Kaffa - oder Kahwa" ab, das nach und nach durch die Aussprache der Völker abgeändert wurde. Das arabische Wort "Kahwa" lässt sich Sinnvollerweise mit Stärke und Lebenskraft übersetzen. Demnach dürfte der tatsächliche Ursprung des Wortes Kaffee wohl eher im Arabischen zu finden sein.
Nur wenige Kaffeegenießer haben eine konkrete Vorstellung davon, wie ein Kaffeestrauch aussieht. Eigentlich kennt man den Kaffee meist als ganze Bohne oder als wohlriechendes tiefbraunes Pulver, mehr oder weniger fein gemahlen. Die Tatsache jedoch, dass die Kaffeebohne aus der Kaffeekirsche gewonnen wird, deren Kern sie sozusagen bildet, ist vielen Menschen nicht bekannt.
Historie des Kaffeeanbaus in Kolumbien
Bis vor wenigen Jahren war Kolumbien im weltweiten Vergleich der zweitgrößte Kaffee-Erzeuger - gleich nach Brasilien. Ihren Anfang nahm die Erfolgsgeschichte des Kaffeeanbaus in der südamerikanischen Republik durch einen Geistlichen, der 1808 die ersten Kaffeepflanzen von den französischen Antillen über Venezuela ins Land brachte. Von diesem Moment an hatte der Kaffeeanbau in Kolumbien Tradition. Aktuell (2012) liegt der Andenstaat im internationalen Ranking der größten Kaffeeerzeuger auf Platz vier.
Was jedoch geblieben ist: Kolumbianischer Kaffee besticht durch seine hervorragende Qualität, er gilt als einer der besten der Welt. Er gehört zu den wenigen sortenreinen Kaffees, die international verkauft und vermarktet werden. Die Anbaugebiete liegen im Herzen Kolumbiens, dem so genannten Kaffeedreieck, bestehend aus den Departements Risaralda, Quindio und Caldas. Kolumbien ist der größte Erzeuger von Arabica-Bohnen weltweit. 66 Prozent der kolumbianischen Kaffeesträucher wachsen auf modernen Plantagen, der Rest wird nach wie vor in traditionellen Kleinst- und Familienbetrieben produziert.
Das Besondere an den kolumbianischen Kaffeesträuchern: An ihnen hängen Blüten sowie reife und unreife Kaffeekirschen gleichzeitig. Auch deshalb muss von Hand geerntet werden. In jeder Kirsche sind zwei Bohnen. Nachdem das Fruchtfleisch abgequetscht wurde, kommen die Bohnen mitsamt der Fruchtfleisch-Reste für 15 bis 36 Stunden in einen Fermentationstank.
Hier geschieht ein Gärungsprozess, der dem Kaffee zusätzliches Aroma verleiht. Nach dem anschließenden Waschen folgt die Freilufttrocknung an ungewöhnlichen Orten: auf den flachen Hausdächern der Kaffeebauern. Wenn Regen droht, werden einfach Walmdächer auf Rollen über die trocknenden Bohnen geschoben. Schließlich wird der Kaffee in Säcke gepackt und in die nächste Stadt gefahren.
Käufer dieser Kaffees sind Privatfirmen und der National Coffee Fund über Kooperativen, die dann ihrerseits den Kaffee an die Zentrallager des Coffee Funds (Almacafe) liefern. Die Kooperativen bieten allen Kaffeebauern eine Abnahmegarantie und legen einen Mindestpreis für Kaffee fest, der von diesem Fond unterstützt wird. Verwalter dieses Fonds ist die FNC (Federacion Nacional de Cafeteros de Colombia). Die FNC unterstützt die Farmer aber auch mit Unterricht und Service. Das Wissen, wie man Kaffee richtig anbaut, wird in Kolumbien nicht nur von Generation zu Generation weitergegeben, sondern durch die FNC gezielt ausgebaut. Die Vereinigung unterhält zudem Analysestationen, bei denen die Bauern die Qualität ihrer Böden untersuchen lassen können und Tipps für die Düngung bekommen.
Wichtig für die Weiterverarbeitung der geernteten, gewaschenen und getrockneten Kaffeebohnen sind die "Trilladoras" in den größeren Ortschaften. Hier wird der Kaffee exportfähig aufbereitet. In einer Trilladora wird die Qualität des angebotenen Kaffees eingehend geprüft.
Dazu wird von jedem der FNC-Lastwagen, die jeweils 10 Tonnen Kaffee geladen haben, eine 500-Gramm-Probe entnommen. In einer Proben-Mühle werden die Pergamenthäutchen um die grünen Kaffeebohnen entfernt. Dann werden die "defekten" gelben und schwarzen Kaffeebohnen aussortiert. Die "gesunden" grünen Bohnen werden geröstet und gemahlen - und dann wird daraus Kaffee gekocht und fachmännisch verkostet. Erst wenn alles fehlerfrei ist, wird grünes Licht zur Verarbeitung der gesamten Partie gegeben. Dies ist nur der erste Schritt der Qualitätssicherung. Nach der Verarbeitung werden die lose in Silos lagernden Bohnen in Container gefüllt, die jeweils 21 Tonnen fassen. Während des Verladens werden wieder Proben gezogen und auf ihre Güte geprüft. Sowohl eigene Mitarbeiter als auch Qualitätsleute der FNC (Almacafe) prüfen nochmals unabhängig voneinander die Exportfähigkeit der Ware. Bei Auffälligkeiten kann die Lieferung immer noch gestoppt werden. Die FNC prüft die Ware, um zu gewährleisten, dass der hohe kolumbianische Standard gehalten wird.
So bleibt die Marke "Kaffee aus Kolumbien" stark und konkurrenzfähig.
. und natürlich können Sie auch Ihren Kaffee selbst pflücken -
sowie bei einem Besuch im Café Jesus Martín mit nach Hause nehmen
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Kaffee erleben
Reisen auf den Spuren des Kaffees
Kolumbien – das Kaffeeland
Wir haben uns für Kolumbien als erstes Reiseland entschieden. Marcela Salas, eine gute Freundin aus Nürnberg kommt aus Bogota und hilft uns mit ihren Kontakten. Wir starten eine Crowdfunding Kampagne.
Selbst haben wir das Land mit dem Fahrrad bereist. Wir haben von Cartagena aus das Land und die Anden durchquert. Dort haben wir viel Gastfreundschaft erlebt und auch Bewunderung für die sportliche Leistung.
Ein Höhepunkt der Reise ist der Aufenthalt bei einen Plantagenbesitzer in der Nähe von Manizales gewesen. Dort konnte ich Kaffee pflücken. Der Lohn hat nicht für das Essen genügt. Die Freundschaft mit Liliana Patricia und die Abende in ihren wunderschönen Haus mit den Keramiktellern bleiben unvergesslich.
Kolumbien bietet vieles, Strandleben, Berge, Indiodörfer, pulsierende Städte, Kultur und vor allem Begegnung mit Menschen. Unsere Gästebetreuer werden Ihnen die Geheimnisse von Kolumbien zeigen.
Das Land hat auch ein grosses Urwaldgebiet, welches ich nicht bereist habe. In den Norden von Kolumbien, Richtung Panama ist das Reisen wegen der unklaren Zukunft mit FARC von Reisen abzuraten.
Ein Visum wird bei Einreise erteilt. Der Pass muss 180 Tage über Reiseende gültig sein und mindestens zwei leere Seiten haben.
Kaffee aus Kolumbien
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Hazienda San Alberto – Eine Premium Kaffee-Tour in Kolumbien
Wer durch Kolumbien reist, der ist mit Sicherheit auch einige Tage im Kaffee-Dreieck, der Zona Cafetera unterwegs. Das Gebiet erstreckt sich über die Departamentos Caldas, Risaralda und Quindio und hat den Namen daher, weil hier einerseits ein Großteil des kolumbianischen Kaffees angebaut wird und andererseits praktisch jeder direkt oder indirekt vom Kaffee lebt. Die Teilnahme an einer Kaffee-Tour auf einer Hacienda ist hier das absolute Muss. Immerhin ist Kaffee noch vor Bier das beliebteste Getränk in Deutschland.
Ich habe die Tour auf der Hacienda San Alberto gemacht, einer Hacienda die seit über 40 Jahren vielfach preisgekrönten Premium-Kaffee produziert. Die Hacienda liegt im Süden Quindíos, nur 35km von Armenia entfernt, etwas oberhalb vom malerischen Dörfchens Buenavista (Hier ist der Name Programm!)

Kaffeeplantagen in Kolumbien
Einige Fakten zum Kaffee aus Kolumbien
Kolumbien ist der viertgrößte Kaffeeproduzent weltweit, im kolumbianischen Außenhandel spielt Kaffee jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
- 100% Arabica-Bohnen
- in 21 Departamentos wird Kaffee angebaut
- 560.000 Familien Leben von der Kaffeeproduktion
- Export 2012: 464.640 Tonnen
- Haupternte: September bis Dezember
- vergleichsweise säurebetont

Das Besondere an der Hacienda San Alberto
Die Hacienda San Alberto liegt nicht nur in einer der malerischsten Regionen der Kaffee-Zone, sondern produziert zusätzlich einen der exklusivsten Kaffees in Kolumbien.
- Höhe: 1500 – 1800 über Meeresspiegel
- ganzjährig 16-25 Grad
- höchste Qualität durch 5-fache Sortierung
- UTZ-Zertifikat
- Rainforest Alliance Certified
- zahlreiche Auszeichnungen weltweit

alter Willys-Jeep in der Kaffeezone
Die Kaffeplantagen & -produktion bei San Alberto
Doch nun genug der allgemeinen Worte und rein in die Kaffee-Tour. Nach einer kurzen Begrüßung geht es bei San Alberto zunächst mit den typischen, uralten Willys-Jeeps (die oftmals von Toyota sind) in die Kaffee-Plantagen. Auch wenn man außerhalb der Haupterntezeit kommt, es sind fast immer Kirschen an den Sträuchern und auch die Aufzucht und die Verarbeitung kann zu jederzeit präsentiert werden.
Nach 9-12 Monaten hat Kaffee die erste Blüteperiode, nach drei Jahren erreichen Kaffeepflanzen die höchste Produktion.

reife und unreife Kaffee-Kirschen am Strauch
Kaffee hat die Eigenschaft, das an den Sträuchern zur Erntezeit immer reife und unreife Kaffeekirschen gleichzeitig wachsen. Eine maschinelle Ernte ist daher völlig ausgeschlossen, unzählige recolectores erledigen diese Aufgabe. Hier beginnt der erste der erwähnten fünf Sortierschritte von San Alberto, es werden wirklich nur reife Kaffeekirschen geerntet.
Verarbeitung des Kaffees bei San Alberto
Nachdem wir etwa zwei Stunden in der Plantage verbracht haben, ging es zurück in die Hacienda um die verschiedenen Schritte der Kaffeeproduktion zu erlernen.
Kaffeekirschen müssen nach der Ernte möglichst zeitnah weiterverarbeitet werden. In der Waschanlage werden überreife Kirschen (schwimmen oben) aussortiert, alle weiteren werden vollautomatisch vom Fruchtfleisch getrennt. Anschließend werden die Bohnen in der Sonne getrocknet und regelmäßig gewendet. Der letzte Schritt ist das Rösten, anschließend sehen die Bohnen dann auch so aus, wie wir sie kennen.
Die 5-fache Sortierung bei San Alberto
Bei allen Verarbeitungsschritten wird bei San Alberto mit außerordentlich großer Sorgfalt auf die passende Qualität geachtet. Hier nochmal die fünf Schritte:
- Ernte: nur die reifsten Kirschen werden geerntet
- Vorsortierung: grüne, überreife und defekte Kirschen werden aussortiert
- Waschung: nachdem die Kirschen gewaschen und geschält wurden wird sichergestellt, das nur heile Bohnen trocknen
- Trocknung: die Bohnen werden nach Farbe, Größe und Gewicht sortiert
- Röstung: die gerösteten Bohnen werden verkostet um eine gleichbleibende Qualität zu garantieren.

Hacienda San Alberto
Verkostung / Kaffee-Seminar bei San Alberto
Zum Abschluss des hochspannenden Tages bei San Alberto gibt es ein Kaffeeseminar, bei dem Besucher mit verschiedenen Aroma-Proben und unterschiedlich stark gerösteten Bohnen die verschiedenen Geschmacks-Nuancen erlernen können. Dabei wird sowohl zwischen Geschmack und Geruch, als auch zwischen gut und schlecht unterschieden. Ob ein Aroma gut oder schlecht für den Kaffe ist, hängt nicht vom Aroma selbst ab, sondern von der Intensität und dem Zusammenspiel.
Zum Abschluss des Seminars bekommen alle Teilnehmer noch ein Zertifikat und können eine Tasse vom professionell aufgebrühten Kaffee probieren. Professionell bedeutet, das sowohl das Wasser als auch das Kaffeemehl abgewogen werden und das Wasser nicht gekocht, sondern mit einem Thermometer erhitzt wird.

Kaffeeverkostung auf der Terrasse von San Alberto
Rohkaffee Kolumbien, Castillo
Der Kaffee besticht durch eine hohe Ausgewogenheit und Süsse sowie eine komplexe, gut strukturierte Säure. Mit Geschmacksnoten von Tropischen Früchten, Apfel, Brombeer und dunkeln Trauben. Seidiges Mundgefühl.
- Aroma: Blume, Apfel, Zitrus
- Geschmacksnoten: Schokolade, Frucht, Blume
- Nachgeschmack: Karamell, Toast
Intensität

Zubereitungsarten



Kolumbien Castillo ist ein sehr frischer und fruchtiger Kaffee mit einer angenehmen Süsse. Wir empfehlen, ihn Single Origin (sortenrein) zu trinken oder in eine Espresso-Mischung zu geben für etwas Frucht und Süsse.
Perfekt ist der Kaffee als Cappuccino, denn in Kombination mit der Milch kommen die fruchtigen Noten sehr schön zur Geltung. Zudem als frischer und belebender Cold Brew, Filter oder in der Aeropress.
Die Familie von Patricia Builes führt die Farm La Hacienda Villa Clemencia seit mehr als 45 Jahren und das Wissen über die Kaffeeproduktion wurde von Generation zu Generation weitergetragen. Die Arabica Castillo wurden 2012 gepflanzt und das Wachstum der Pflanzen konstant überwacht. Das Gut liegt in Risaralda im Westen von Kolumbien auf einer Höhe von 1650 Metern. Der Boden ist vulkanisch und lehmig und daher sehr nährstoffreich.
Die gesamte Produktion wurde in den letzten Jahren auf biologisch organisch umgestellt. Das hat dazu geführt, dass sowohl der Ertrag als auch die Qualität des Kaffees zugenommen hat und sich gleichzeitig das Ökosystem erholt hat. Auf der Farm wurde auch Platz geschaffen für bedrohte Arten wie die kolumbianische Walnuss / Cedro Negro, welche die Wasserversorgung zur Farm beeinflussen und sowohl für die Kaffee-Pflanzen als auch für die Bio-Diversität eine optimale Umgebung schaffen. Für den Kaffee erhält die Familie mehr als das Doppelte des Fairtrade-Mindestpreises.
- Kolumbien, Risaralda, Santa Rosa de Cabal
- La Hacienda Villa Clemencia
- 1650 Meter über Meer
- Vulkanisch, lehmiger und sehr nährstoffreicher Boden
- Ökologisch und fair






- Arabica
- Sorte Castillo
- Selektiv handgepflückt
- Honey-Pulped natural
- Bohnengrösse 15-18
Röstung und Röstprofile für Castillo
Der Kaffee sollte von hell (City) bis mittel (Full City) geröstet werden. In diesen Röstgraden sind die fruchtigen Komponenten am ausgeprägtesten. Direkt nach First Crack ist die (sehr angenehme) Acidity noch deutlich betont, etwa in der Hälfte zwischen First und Second Crack ist die Süsse sehr ausgeprägt.
Röstprofil Hottop KN-8828B-2K+

Bohnenmenge: 250 Gramm
Einwurftemperatur: 150°C (nach dem Alarm einfach warten bis 150°C)
Röstende: wir empfehlen zwischen Ende First Crack (hell) bis kurz vor Anfang Second Crack (dunkel)
Roast Develompent %: (Zeit erstes Knacken bis zum Schluss / Gesamtzeit): 16-20%
Röstprofil Hottop KN-8828B-2K

Bohnenmenge: 250 Gramm
Einwurftemperatur: 105°C (nach dem Alarm einfach warten bis 105°C)
Röstende: wir empfehlen zwischen Ende First Crack (hell) bis kurz vor Anfang Second Crack (dunkel)
Roast Develompent %: (Zeit erstes Knacken bis zum Schluss / Gesamtzeit): 16-20%
Röstprofil Hottop KN-8828P-2K

Bohnenmenge: 250 Gramm
Einwurftemperatur: 105°C (nach dem Alarm einfach warten bis 105°C)
Röstende: wir empfehlen zwischen Ende First Crack (hell) bis kurz vor Anfang Second Crack (dunkel)
Roast Develompent %: (Zeit erstes Knacken bis zum Schluss / Gesamtzeit): 16-20%
Röstprofil Gene Café CBR-101

Bohnenmenge: 250 Gramm
Zieltemperatur 1: 150°C 6 Minuten
Zieltemperatur 2: 245°C bis First Crack
Zieltemperatur 3: 225°C bis zum Schluss
Roast Develompent %: 16-20%





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Kaffee aus Kolumbien
Kaffeeanbau in Kolumbien
Kolumbien zählt zu den führenden Kaffeeanbauländern weltweit. Die kolumbianischen Arabica Kaffees zeichnen sich durch einen vollen, weichen Geschmack aus – je nach Sorte unterlegt mit frischen Zitrus- oder süßlichen Nussaromen. Die feinsten Kaffeequalitäten werden in der Region Medellin angebaut: Die Ausgewogenheit dieses Kaffees und sein kraftvoller Körper machen ihn bei relativ geringem Koffeingehalt zu einem Spitzenkaffee, für den Höchstpreise erzielt werden.
Wissenswertes über Kolumbien
Kolumbiens Lage im nördlichen Teil Südamerikas, mit Küstenlinien am Pazifik und dem Karibischen Meer, machen es zum Nachbarn von Brasilien, Venezuela, Panama, Peru und Ecuador. Der Wahlspruch des Landes “Libertad y Orden” (deutsch: Freiheit und Ordnung) entspricht mehr kolumbianischem Wunschdenken als der Realität. Zwei Drittel der Kolumbianer leben in Großstädten. Die kolumbianische Hauptstadtmetropole Bogotá zählt mehr als 8,6 Mio. Einwohner. Die Bevölkerung des Landes ist bunt gemischt: indigene Urbevölkerung, Nachfahren spanisch stämmiger weißer Kolonisten und afrikanischer Sklaven. Etwa 58 % der Kolumbianer sind Mestizen. Mit mehr als 46 Mio. Einwohnern ist Kolumbien der kleinere Bruder des Nachbarn Brasilien. Im Gegensatz zur Politik Brasiliens liegt der Fokus der kolumbianischen Regierung jedoch auf dem schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen des Landes.
Kolumbianische Kaffeehistorie
Erst Anfang des 19. Jahrhunderts gelangten die ersten Kaffeepflanzen nach Kolumbien. Ein katholischer Geistlicher, der auf den Antillen lebte, brachte sie über Venezuela nach Kolumbien. Sehr schnell wurde klar, dass die klimatischen Bedingungen Kolumbiens sich optimal für den Kaffeeanbau eignen. Die Durchschnittstemperaturen bewegen sich beispielsweise in Medellin und Cali zwischen 24 und 26°C. Kaffee gedeiht am besten in tropischen Regionen mit geringen Temperaturschwankungen. Inzwischen nimmt Kolumbien im Reigen der Kaffeeanbauländer – nach Brasilien und Vietnam – weltweit den dritten Platz ein.
Kolumbien und das FNC Kaffeezentrum “Cenicafé” gelten als führend auf dem Gebiet des Kaffeewissens, innovativer Kaffee-Technologien und der Kaffeeforschung. Der nationale kolumbianische Kaffeebauernverband FNC veranstaltete im September 2014 mit 400 Wissenschaftlern aus 34 Ländern die 25. internationale Konferenz zur Kaffeeforschung “ASIC”. Diese Konferenz tagt im Abstand von 2 Jahren und dient dem wissenschaftlichen Austausch der Kaffee-Experten sowie Vertretern der Kaffeebranche. Kolumbien ist weltweit der größte Erzeuger von Arabica Kaffee. Kolumbianischer Arabica Kaffee ist von hervorragender Qualität und wird sortenrein in alle Welt verkauft. Kaffees aus Kolumbien zählen zu den besten der Welt.
Kaffeeanbau an den Berghängen Kolumbiens
Die Kaffeebäume der Sorte Arabica sind hitzeempfindlich. Im Herzen Kolumbiens – im Kaffeedreieck Risaralda/Quindio/Caldas – finden sie in Höhenlagen zwischen 1000 und 2000 Metern beste Wachstumsbedingungen. Die Berghänge der Regionen Caldas, Antioquia, Cundinamarca, Norte de Santander und Tolina sind von Kaffeeplantagen bedeckt. Für etwa 2 Millionen Kolumbianer bildet der Kaffeeanbau die Lebensgrundlage.
In der Vergangenheit wurden auch in Kolumbien große Flächen tropischen Waldes gerodet und für Plantagen nutzbar gemacht. Eine typische kolumbianische Kaffeekulturlandschaft befindet sich in der Region Caldas um Manizales und Chinchiná. 2011 wurde diese spezielle Landschaftsformation in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe-Stätten aufgenommen.
Auch das Departement Risaralda bietet mit seiner fruchtbaren Vulkanerde ideale Nährböden für den Kaffeeanbau und das durchgängig milde Frühlingsklima Quindios – des kleinsten Departements Kolumbiens, mit seiner Hauptstadt Armenia ist wie geschaffen für die Kultivierung von Arabica Kaffee.
Sorten und Verarbeitung des kolumbianischen Kaffees
Kolumbianischer Arabica Kaffee wird in drei Grundkategorien angeboten:
- Supremo Kaffee – große Bohnen von mittelkräftiger Qualität, fruchtigem Aroma und wenig Säure
- Excelso Kaffee – samtig im Geschmack, weich und säurebetont mit guter Geschmacksfülle
- UGQ – bedeutet so viel wie Durchschnittsqualität – “Usual Good Quality”
Die Haupterntezeit für kolumbianischen Kaffee liegt in der Zeit zwischen September und Dezember. Von April bis Juni wird nachgeerntet. In Kolumbien überwiegt – im Gegensatz zu den überwiegend maschinellen Ernteverfahren des Nachbarlandes Brasilien – das Pflücken der Kaffeekirschen mit der Hand. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass nur die reifen Kaffeekirschen geerntet werden: eine Garantie für die hohe und homogene Qualität des kolumbianischen Kaffees.
Die geernteten Kaffeekirschen werden maschinell gewaschen und ruhen dann für ca. 30 Stunden in sonnenbeschienenen großen Becken. Diese Fermentation der Früchte verstärkt das Aroma und den Koffeingehalt der Kaffeebohnen. Anschließend werden die Kaffeefrüchte in der Sonne getrocknet: entweder auf den Hausdächern der Kaffeebauern oder unter Glas. Im weiteren Verarbeitungsvorgang werden das Fruchtfleisch und das Pergamenthäutchen von den Kaffeesamen entfernt. Die Kaffeebohnen werden in Einheiten von 60 kg Säcken abgefüllt.
Wirtschaftliche Bedeutung des Kaffees für Kolumbien
Kolumbien ist noch immer ein Agrar- und Bergbauland, obwohl es als der industriell am meisten entwickelte Andenstaat gilt. Der Kaffeeanbau, kolumbianische Blumen (hauptsächlich Rosen) Früchte, sowie die Förderung natürlicher Ressourcen – Smaragde, Erdöl und Erdgas bilden die Schwerpunkte der kolumbianischen Wirtschaft. Der Kaffeeanbau ist für die Wirtschaft Kolumbiens ein stabilisierender und wichtiger Wirtschaftsfaktor. Trotz vielfältiger Bemühungen der Regierung konnte die Macht der Drogenkartelle in Kolumbien bislang nicht wirksam gebrochen werden. In früheren Zeiten hatten die Bauern Kolumbiens kaum Alternativen zum Anbau von Schlafmohn. Die Kaffeeproduktion bietet den Kleinbauern legale Verdienstmöglichkeiten. Geschätzte 2,7 Millionen Kaffeesträucher wachsen an den Berghängen Kolumbiens. Die etwa 150.000 Kaffeeplantagen Kolumbiens bedecken eine Fläche von 800.000 ha. Im Jahr 2013 wurden etwa 5 Mio. Tonnen Kaffee geerntet. Bei ca. 66 % der Plantagen handelt es sich um Großbetriebe – der Rest besteht aus unzähligen kleinen Plantagen, die meist von Familien bewirtschaftet werden. Hauptabnehmer für kolumbianischen Kaffee sind die USA, Deutschland, Belgien, Japan, Spanien, Frankreich, Großbritannien, die Schweiz und die Niederlande.
Die Situation der Kleinbauern
Die Preise für kolumbianischen Kaffee werden von der Regierung festgesetzt. Durch den Abschluss von Freihandelsabkommen mit den USA und Europa kam es zu verstärkten Billigimporten und der von der Regierung festgelegte Preis für den Kaffee deckte nicht einmal mehr die Produktionskosten. Im Jahr 2013 kam es deshalb zu heftigen Protesten der Kaffeebauern: 70.000 Kleinbauern streikten und demonstrierten. Viele Kaffeebauern sind verschuldet und sahen durch die niedrigen Preise keine Möglichkeit mehr, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Bauern der Provinz Caldas protestierten zudem gegen die Vergabe von Kaffeeanbauflächen an Bergbauunternehmen.
Die Mehrzahl der Kaffeebauern sind im FNC, dem Nationalverband der kolumbianischen Kaffeebauern organisiert. Der FNC initiiert immer wieder Programme zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern sowie für die Steigerung der Qualität und der Wertschöpfung im Kaffeeanbau. Insbesondere Nespresso hat sich finanzielle Hilfen um die Verbesserung der Lebensumstände der Kaffeebauern Kolumbiens verdient gemacht. Der FNC unterstützt auch die Neuanpflanzung von 3,2 Mio. Kaffeebäumen der Sorte “Castillo”, einer neuen Sorte, die resistent gegen Kaffeerost ist. Der Kaffeerost ist eine Plage, die in Südamerika schon manche Kaffee-Ernte vernichtet hat. Die neue Kaffeesorte wurde im Cinecafé – dem kolumbianischen Kaffeeforschungsinstitut für Kaffee – gezüchtet.
Damit das Wohl und Wehe nicht nur vom Ernteertrag des Kaffees abhängt, vermitteln Hilfsprogramme den Kaffeebauern, sich nicht nur auf den Erlös aus dem Kaffee zu verlassen, sondern auch Gemüse für den Eigenbedarf anzubauen und Bananenstauden zum Beschatten der Kaffeesträucher zu pflanzen.
Ein Fünfjahresprogramm des FNC soll in den ländlichen Regionen zudem den Zugang zu Bildung und sozialer Sicherung in den Gemeinden fördern. Auch die Gleichstellung der Frauen ist ein Anliegen des FNC. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des FNC liegt im Ausbau des schonenden Umgangs mit den natürlichen Ressourcen – dem Wasser und der Bodenqualität. Im Vergleich zu anderen Kaffeeanbauländern weist die Entwicklung in Sachen Nachhaltigkeit in Kolumbien in eine positive Richtung.
Kaffee aus Kolumbien

Geographie
Kolumbien besteht aus einer Fläche von 1.138.910 km² und belegt damit Rang 26 weltweit. Das Gelände ist höchst unterschiedlich ausgeprägt. Von der Küste erstrecken sich flache Ebenen, die zum zentralen Hochland und schließlich den Anden deutlich ansteigen. Die höchsten Punkte markieren die Gipfel des Pico Cristobal Colon mit einer Höhe von 5.775m sowie des nahe gelegene Pico Simon Bolivar mit der gleichen Höhe. Als Kontrast findet sich im Osten eine Tiefland-Prärie.
Kaffeeanbau in Kolumbien
Obwohl die Kaffeeproduktion in Kolumbien gegenüber 1961 um rund 14% gesteigert werden konnte, wurde das Land vom weltweit zweitgrößten Produzenten auf Platz 4 verdrängt. Neben dem rasanten Aufstieg von Indonesien und vor allem Vietnam als Großproduzenten ist die Ursache für den Rückgang das enorme Wachstum der gesamten Weltproduktion im gleichen Zeitraum. Somit wurden 2010 nur noch 6,2% der Weltproduktion in Kolumbien geerntet.
Die erzielte Steigerung der Kaffeeproduktion resultiert ausschließlich auf Effizienzsteigerung bei der Bewirtschaftung der Plantagen. Während die Anbauflächen um 10% auf 750.224 Hektar zurückgingen, wuchs der Ertrag um 27% auf 685 kg/Hektar. Trotzdem fiel Kolumbien bei der Ertragsstärke in dieser Zeit von Rang 26 auf Rang 30 weltweit zurück.
Kaffe-Exporte aus Kolumbien
Noch stärker fiel der Weltmarktanteil von Kolumbien am Kaffee-Export aus. Dies erklärt sich aus einem doppelt so starken Anstieg der weltweiten Kaffee-Exporte gegenüber der bereits deutlich zugenommenen Kaffeeproduktion.
In der Folge wird es immer schwieriger, die hohe Nachfrage nach kolumbianischen Kaffee zu decken. Umso mehr freuen wir uns über einen direkten Kontakt zu einer Kaffeeplantage in Kolumbien, über welche wir direkt hochwertigste Kaffees beziehen.
Kaffee aus Kolumbien in Deutschland
Gerade in Deutschland werden relativ geringe Kaffeemengen aus Kolumbien bezogen. Dies waren 2010 lediglich 19.068t, die 1,74% des gesamten nach Deutschland importierten Rohkaffees ausmachten. Während Kolumbien weltweit den 4 Platz bei den Kaffeeexporten belegt, erreicht es bei den Kaffeeimporteuren nach Deutschland nur Platz 11.
Kolumbien Maragogype Kaffee 100 g ungemahlen
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Kolumbien Maragogype Kaffee 100 g ungemahlen

Der Maragogype Kaffee aus Kolumbien hat besonders feine Aromen mit einer zarten Kakaonote. Mit einer süßholzartigen Süße, rundem Nachgeschmack und ausgesprochener Milde ist der Kolumbianer aus der Andenregion Tolima ein bekömmlicher und dabei fein aromatischer Kaffee.
Klima: Tropisch, konstante Regenmengen, hohe Temperaturen und Sonne
Ernte: Oktober bis März
Informationen zum Kaffee
Unsere Kaffeesorten sind grundsätzlich für Kaffeevollautomaten geeignet. Ausnahmen: Alle aromatisierten Kaffeesorten, der Azteken Kaffee mit Kakaoschalen und Wiener Kaffee mit Kakaobohnen. Für diese Sorten können wir die Verwendung von Kaffeevollautomaten nicht bedenkenlos empfehlen, da es durch die Anreicherung mit Aromaölen zur Verklebung der Brühgruppe kommen kann. Sollten Sie sich jedoch trotzdem dafür entscheiden aromatisierten Kaffee bei Ihrem Kaffeevollautomaten zu verwenden, so empfiehlt sich eine gründliche Reinigung der Brühgruppe in sehr kurzen Abständen. Eine Garantie unsererseits ist ausgeschlossen.
Welcher Mahlgrad ist für welche Zubereitungsart geeignet:
Unseren extra fein gemahlen Kaffee empfehlen wir für Ihre Mokkazubereitung. Dieser Mahlgrad garantiert ein kräftigeres Aroma.
Unseren mittel gemahlen Kaffee empfehlen wir für herkömmliche Filter-Kaffeemaschinen.
Traditionellen Trommelröstung
Wir nehmen uns Zeit für guten Kaffee. Neben der Qualität der Kaffeebohnen ist die Röstung wichtig. Da jede Sorte unterschiedlich ist, passen wir die Röstung individuell an die Kaffeesorte an. Eine zu schnelle Röstung und Überhitzung zerstört die vielfältige Komplexität an Aromen und Geschmacksnuancen. Wir rösten daher mit der traditionellen Trommelröstung im Langzeitverfahren.
Nur so werden die Aromen ausgebaut und ungewünschte Säuren und Bitterstoffe abgebaut. Der Unterschied der schonenden Langzeitröstung ist von der ersten Tasse an schmeckbar - erleben sie den Unterschied von qualitativ geröstetem Kaffee, der keine Milch oder Sahne benötigt um gut zu schmecken.




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Markus K.
Montag, 23. Dezember 2013
Kolumbien - Kaffeezone - Salento Tag 1
Zum Glück habe ich die Hinfahrt fast komplett verschlafen, denn Abfahrt war um 23.00 Uhr. Allerdings gibt es auch hier eine kleine Anekdote, wie man sie wohl nur in Kolumbien erlebt. Der Bus musste über eine mehrspurige Ausfallstraße Bogotá verlassen, soweit so gut. Die Fahrtrichtung war gen Süden und wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist der Süden der Stadt nicht die schönste Gegend. Man sah aus dem Fenster die verfallenden Häuser und Hütten, keine Menschen auf der Straße, trostlos also. Plötzlich auf der Gegenseite Blaulicht von Polizei und Notärzte mit jeweils mehreren Einsatzfahrzeugen. Man kann sich nur ausmalen was da in einer Seitengasse passiert war, eine Schießerei, Überfall. wer weiß das schon. Na gottseidank ist das nicht auf unserer Seite dachte ich zunächst, und just in dem Moment biegt der Busfahrer von der Ausfallstraße ab und fährt in eine ebensolche üble Gegend. Die Straße wurde prompt dramatisch schlechter, denn der Bus schaukelte hin und her wie ein Schiff bei rauher See. Ein Basketballfeld am Straßenrand, sofern man von einer Straße sprechen kann, war dann doch nicht so leer. Ein Gruppe Jugendlicher hatte hier noch Basketball gespielt, eingezäunt, und als sie den Reisebus sahen, fielen ihnen beinahe die Augen raus.
Alle Insassen im Bus fragten sich, was zur Hölle macht den der Busfahrer hier. Eine Umleitung war ja nicht ausgeschildert. Plötzlich bleibt der Bus stehen und unser Pulsschlag bewegt sich langsam Richtung 180. Und als der Busfahrer auch noch aussteigt, flippe ich fast aus. Plötzlich läuft eine Frau in seinem Alter über die Straße und überreicht ihm ein Paket mit Getränken. Was für eine Erleichterung. Jetzt aber nichts wie weg hier. Wie gesagt, den Rest der Fahrt habe ich verschlafen. Um halb sechs wurde wir plötzlich aus unserem Schlaf gerissen. Der Busfahrer schreit ARMENIA. Also heißt es Sachen packen und aussteigen. Die Weiterfahrt mit einem kleinen Bus nach Salento war unspektakulär.
Eine besonders sehenwerte ist diejenige, die zum besagten Hausberg führt. Ein Geschäft nach dem anderen und dazwischen immer wieder Restaurants, Bars und Cafés. Doch das alleine macht den Charme nicht aus. Es sind die wundervoll gestalteten Fassaden der Häuser und deren bunten Fenster und Türen. Es hat fast den Anschein, als ob jeder Hausbesitzer sich für eine andere Farbe entschieden hätte, nur um sich von seinem Nachbar abzuheben. Aber was erzähle ich. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
Nachdem im Verlauf des Vormittags so langsam die Restaurants und Cafés geöffnet hatten, machte ich es mir in einer Bar an der Ecke des Platzes gemütlich. Direkt am Fenster sitzend und mit dem 70-200er Tele ausgestattet, konnte ich das Treiben auf dem Platz entspannt beobachten. Und das hier ist mein absolutes Lieblingsbild der aus einer ganzen Serie.
Es scheint eine Art Tradition, dass die Männer in Salento Hüte tragen
Salento bereitete sich dabei gerade auf das Osternwochenende vor, an dem tausende Besucher aus der Umgebung diese schmucke Örtchen besuchen Vielleicht war das Gewusel gerade deswegen so groß.
Übrigens: Das Sigma 70-200 DG OS HMS und die K5IIs harmonieren besonders gut bei der Schärfe. Das folgende Bild ist ein 100% Crop des Bildes darüber. Faszinierend, was "nur" 16MP darstellen können.
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