пятница, 16 февраля 2018 г.

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Kaffee: Schwarz ist besser

Milch hemmt den positiven Effekt des Kaffees auf den Stoffwechsel

Milch blockiert positive Wirkung

Aber wie sich in Versuchen zeigte, ist auch Kaffee ein Autophagie-Auslцser: "Innerhalb von einer bis vier Stunden nach dem Konsum wurde in den Modellorganismen die zellulдre Autophagie aller untersuchter Organe – Leber, Skelett-Muskulatur und Herz – stark angekurbelt", berichten die Forscher. Dabei waren sowohl die entkoffeinierte als auch die herkцmmliche Variante des Getrдnks gleich effektiv. „Wir vermuten daher, dass die im Kaffee enthaltenen Polyphenole – das sind sekundдre Pflanzenstoffe –die Autophagie hervorrufen“, so Madeo.

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Kaffee mit Milch und Zucker – und wie diese Kombination wirkt

Kaffee ist für viele Menschen am frühen Morgen einfach unersetzlich – oder wann auch immer Sie aufstehen. Fast zu einer Glaubensfrage artet jedoch das Thema der Zusatzstoffe aus: Milch? Zucker? Oder wird der Kaffee doch lieber schwarz getrunken? Welche Unterschiede sich aus dieser Wahl ergeben und wie diese Entscheidung Ihren Alltag beeinflusst, zeigt der folgende Beitrag.

So beeinflussen zusätzliche Inhaltsstoffe den Kaffee

Für die meisten Menschen reicht bereits der Duft des Kaffees aus, um morgens viel besser aufzustehen. Das liegt natürlich nicht an den Duftstoffen selbst, sondern an der freudigen Erwartung an das Getränkt, das demnächst folgen wird. Das liegt vor allem daran, dass das Koffein eine aufputschende Wirkung entfaltet. Diese hält zwar nicht über den ganzen Tag an, aber die erste, meist recht träge Zeit nach dem Aufstehen können Sie damit problemlos überbrücken, bis Sie von selbst “in die Gänge kommen”. Kaffee ist daher so etwas wie der Zündschlüssel zu Ihrem Alltag – der sich allerdings mit einigen anderen Inhaltsstoffen noch erweitern lässt.

Verfeinernde Zusatzstoffe: Milch

Zusatzstoffe wie Milch sorgen dafür, dass der traditionell eher bittere Geschmack des Kaffees gedämpft wird. Die dafür verantwortlichen Inhaltsstoffe werden von der Milch – oder besser gesagt: deren Fett – genauso gebunden wie ebenfalls relativ bittere Säuren. Das Resultat ist ein abgemilderter Geschmack, so dass das Getränk ein weicheres Aroma bekommt. Falls Sie zu den Personen mit einem empfindlichen Magen gehören, kann der Griff zur Milch auch wichtig sein, um die Magenschleimhaut vor den eher aggressiven Säuren des Kaffees zu schützen, wenn Sie ihn ansonsten eher schwarz trinken.

Inhaltsstoffe wie Milch (oder auch Kaffeesahne) haben aber auch den Effekt, dass die Koffeinverarbeitung verlangsamt wird. Einerseits wird Kaffee mit Milch daher nachgesagt, dass der Körper länger vom Koffein beeinflusst wird und damit länger wach bleibt, da sich die Wirkung der Zusatzstoffe über einen größeren Zeitraum entfaltet. Andererseits wird aber die Wirkung des Koffeins generell abgeschwächt. Im Vergleich zuKaffee Schwarz müssen Sie wohl selbst ausprobieren, welche Variante bei Ihnen besser wirkt. Diese und ähnliche Inhaltsstoffe, wie die erwähnte Kondensmilch, haben aber immer auch einen ganz einfachen Nachteil: Sie sind fett. Wenn Sie Ihren Kaffee nur schwarz trinken, nehmen Sie fast kein Fett zu sich. Milch, Sahne und ähnliche Zusatzstoffe fügen Ihrem Kaffee aber immer auch ein wenig Fett hinzu.

Verfeinernde Zusatzstoffe: Zucker

Zucker macht Ihren Kaffee süßer – das sollte nicht besonders überraschend sein. Er mildert jedoch nicht die Stärke des Kaffees ab, und auch vom milderen Aroma des Milchkaffees ist nicht viel zu spüren. Stattdessen sorgen Zucker und andere Inhaltsstoffe, wie Süße in den Kaffee bringen, für eine nochmals verbesserte Wirkung des Koffeins. Auch Zucker ist schließlich in einem gewissen Grad eine “Aufputschdroge”, so dass in diesem Fall das Koffein und der Zucker zusammen zu mehr Leistung für das Gehirn führen. Wissenschaftlich bewiesen ist etwa, dass sich die Aufmerksamkeitsspanne sowie das Lernvermögen verbessert, wennInhaltsstoffe wie Zucker im Kaffee zu finden sind.

Gleichzeitig dürfen Sie jedoch keine Wunder erwarten: Um einen wirklich bahnbrechenden Effekt zu erzielen, der auch auf Dauer messbar ist, müssten Sie so viel Zucker in das Getränk geben, dass es ungenießbar süß wäre. Gerade Personen, die Ihren Kaffee lieber schwarz trinken, haben schon mit sehr wenig Zucker Probleme. Falls dennoch für einen kurzen Moment Höchstleistungen gefragt sind – vielleicht steht eine wichtige Besprechung im Büro an -, kann eine Tasse Kaffee mit Zucker nicht schaden. Gesundheitlich greift der Zuckernatürlich besonders die Zähne an.

Wer trinkt was?

Inhaltsstoffe wie Milch und Zucker können mitunter auch Auskunft über den Beruf oder die Altersgruppe geben. Dabei gilt jedoch immer, dass auch dieser Punkt natürlich reine Geschmackssache ist und daher nicht verallgemeinert werden kann. Nur weil Personen in einem wichtigen Berufsstand vielleicht einen Kaffee mit möglichst viel Zucker trinken, um den ganzen Tag über aufmerksam zu bleiben, heißt das nicht, dass alle Manager, Personalchefs oder Menschen in einem ähnlichen Beruf dies auch tun.

Kaffee als soziales Getränk

Nicht umsonst heißt es so oft, dass “man ja mal eine Tasse Kaffee zusammen trinken könnte”. Dieses Getränk wird gerne als Einladung genutzt, um sich zu treffen und am besten über Gott und die Welt zu plaudern. Menschen, die das Kaffeearoma eigentlich gar nicht mögen, trinken dann trotzdem eine Tasse – und das mit möglichst viel Milch und Zucker, um den eigentlich eher unliebsamen Geschmack zu unterbinden. Wer nur in Gesellschaft Kaffee trinkt, neigt also dazu, beide Zusatzstoffe zu verbinden. Das betrifft sowohl Männer als auch Frauen und zieht sich durch alle Altersschichten.

Am besten in Schwarz

Wer am liebsten pur und schwarz trinkt, möchte das Aroma des Kaffees genießen. Das Heißgetränk wird nicht aus irgendeinem Zweck zu sich genommen, sondern nur für den Geschmack an sich. Meist handelt es ich hierbei um Männer und Frauen, die auch in anderen Aspekten des Lebens auf unverfälschten Geschmack setzen und sich ihre Ziele nicht “verwässern” lassen wollen. Kaffee schwarz zu trinken, gehört außerdem immer zu den Pflichten, wenn Sie eine neue Sorte das erste Mal ausprobieren. Zusatzstoffe würden das Ergebnis nur verändern.

Milch für einen weicheren Geschmack

Inhaltsstoffe wie Milch weichen das Aroma des Kaffees auf. Das sorgt dafür, dass viele junge Menschen, die gerade auf den Geschmack des Kaffees kommen, zu Milch greifen, um das bittere Aroma und die Stärke des Kaffees abzumildern. Kaffee schwarz zu trinken, ist daher gerade in den jungen Jahren eher unüblich – und wenn doch, dann nur mit Zucker. Häufig entwickelt sich aus der Beigabe von Milch dann jedoch eine Gewohnheit, so dass auch in den kommenden Jahren oder gar Jahrzehnten instinktiv Zusatzstoffe wie Kaffeesahne hinzugegeben werden.

Diverse Inhaltsstoffe für einen vollendeten Geschmack

Eine verallgemeinernde Aussage darüber, welche Inhaltsstoffe bei welcher Alters- oder Berufsgruppe in das Getränk wandern, kann kaum getroffen werden – zu unterschiedlich sind die Geschmäcker. Zusatzstoffeverfolgen jedoch immer einen bestimmten Zweck: Im Vergleich zu Kaffee Schwarz mildern Milch oder Zuckerden Geschmack und veranlassen das Gehirn zumindest kurzfristig zu mehr Leistung. Es handelt sich somit um eines der wohl vielfältigsten Getränke auf dem Planeten, das problemlos an die eigenen Wünsche und Vorstellungen angepasst werden kann, und somit jeden Menschen schmecken sollte.

Kaffee mit milch ungesund

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Antwort: Ganz einfach. Cappuccino ist mit mehr Kaffee und nur mit Milchschaumkrone, Milchkaffee ist mit viel Milch und einem normalen Kaffee wenn du dann noch die Latte Macchiato dazu nimmst, die ist aus viel Milch und einen Espresso. Liebe Grüsse stanzerl . Alle Antworten ansehen

Antwort: Dieses Gerät (Bild) von "bodum" mit Milch füllen, auf die heiße Herdplatte stellen und pumpen. Funktioniert super. . Alle Antworten ansehen

Antwort: Vllt. weiul sie etwas süßer als Milch ist und weniger Menge mehr weißt. Reduzierte oder eingekochte Milch war schon früher bekannt, etwa als Khoa in Indien, das aus langsam eingekochter Vollmilch hergestellt wird und vorwiegend als Basis für Süßspeisen dient. Vergleichbar ist die aus Molke hergestellte Älplerschokolade oder Sig. http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensmilch . Alle Antworten ansehen

Antwort: Kaffee enthält Kaffeesäure (Phenolsäure) sowie weitere Gerbstoffe, welche die Magensaftsekretion anregen können. Wenn Du Sodbrennen oder Magendrücken bekommst, probier bitte mal Hochlandkaffee, der ist magenfreundlicher, weil er meist weniger dieser Stoffe enthält. Etwas Milch im Kaffee ist dann nicht verkehrt - die 1,5%ige reicht aber, weil die vollfette durch das Fett eher wieder den Magen . Alle Antworten ansehen

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Ist Milch ungesund? Die Milch-Lüge.

Schon in der Kindheit wurde uns gepredigt: Milch ist gut für die Knochen! Und auch heute noch herrscht die Meinung, dass die Milch durch ihren hohen Protein- und Kalziumgehalt gut für unsere Allgemeingesundheit und das Wachstum unserer Knochen ist. Empfehlungen, zum Beispiel des Deutschen Dachverbands für Osteologie, nennen 1000 – 1500 Milligramm Kalzium als tägliche Menge für einen Erwachsenen. Diese Menge erreicht man bereits mit zwei Gläsern Milch. Um diesen Tagesbedarf mit Gemüse zu decken, müsste man fast die doppelte Menge an Brokkoli konsumieren.

NDR-Bericht: Ist Milch ungesund?

Im Bericht Die Milch-Lüge nimmt der NDR den Umgang der Menschen mit Kuhmilch kritisch unter die Lupe. Das gute Image der Milch wird auf einen Prüfstand gestellt: Kann der Verzehr von Milch Krankheiten wie Osteoporose, Neurodermitis oder gar Krebs auslösen? Ist Milch für Erwachsene ungesund? Immer mehr kritische Stimmen äußern sich zum Nutzen oder Schaden von Milch – dennoch: der Konsum von Milchprodukten der Deutschen befindet sich auf einem Rekordnivau.

Volkskrankheit Laktose-Unverträglichkeit

Was vor gerade Mal fünf Jahren noch exotisch war, ist in fast jedem deutschen Supermarkt Alltag: laktosefreie Produkte. Immer mehr Menschen meinen, Milch nicht zu vertragen, weil sie nach dem Konsum von Milch oder Milchprodukten Magenschmerzen, Verdauungsstörungen oder Ausschlag bekommen. Bei laktoseintoleranten Menschen wird der Milchzucker (Laktose), der mit der Nahrung aufgenommen wird, nicht verdaut, weil das Verdauungsenzym Laktase nicht richtig arbeitet. Laut eines wissenschaftlichen Berichts im Journal of the American Dietetic Association leiden sogar bis zu 75% der Weltbevölkerung an einer Laktoseintoleranz, beziehungsweise können im Erwachsenenalter den Milchzucker nicht mehr komplett verdauen – vor allem in Asien vertragen nur sehr wenige Menschen Kuhmilch. Ein Thema, dass die Ernährungsindustrie zunächst mit Sorge betrachtete, dann aber ganz schnell zu ihren Gunsten nutzte. Mit laktosefreien Milchprodukten ist mittlerweile ordentlich Geld zu verdienen. So gibt es neben laktosefreier Milch mittlerweile Butter, Käse, Joghurt und Quark ohne Milch, jeden Tag kommen neue Produkte auf den Markt. Und die kosten dann gleichmal ein Drittel mehr im Vergleich zu den normalen Milcherzeugnissen.

Kann Milchkonsum Osteoporose verursachen?

Es gibt aber auch Studien, die dem Milchkonsum noch viel negativere Auswirkungen als Magenprobleme zuschreiben. So wurden verschiedene Verbindungen zwischen der Einnahme von Milch bzw. Milchprodukten und negativen Auswirkungen auf die Gesundheit gezeigt. Ein Forschungsergebnis zeigt einen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und der Knochenkrankheit Osteoporose. Stimmt das Mantra, das jahrelang von Eltern, Lehrern und Ernährungswissenschaftlern gepredigt wurde, also nicht? Ist Milch etwa nicht gut für die Knochen? Besonders überraschend ist bei den Forschungsergebnissen, dass der Mensch das Kalzium aus der Kuhmilch nicht nur nicht komplett aufnehmen kann, sondern dass die Aufnahme von Milch (vor allem von pasteurisierter Milch) sogar den Kalziumverlust in den Knochen begünstigen kann.

Im NDR-Bericht nennt der Dermatologe Prof. Bode Melnik den Milchkonsum als eine mögliche Ursache für die Knochenkrankheit Osteoporose. Hohe Überlastungen mit Kalzium sind dafür verantwortlich, dass der Vitamin-D-Spiegel im Körper gesenkt werde – dabei sei Vitamin D aber genau für die Aufnahme von Kalzium in den Knochen und im Darm sehr wichtig. Eine Ironie in sich: der Mensch meint, sich gesund zu ernähren und seine Knochen zu stärken, weil er viel Milch zu sich nimmt und sorgt eventuell gerade dadurch dafür, dass seine Knochen zu schnell abgebaut werden und er krank wird.

So kamen die amerikanischen Wissenschaftler Cumming und Klingenberg durch eine Studie zu dem ernüchternden Fazit, dass ein hoher Milchkonsum gerade in der Jugend dazu führen kann, dass die Knochen im hohen Alter brüchiger werden:

Consumption of dairy products, particularly at age 20 years, was associated with an increased risk of hip fracture in old age.

Case-Control Study of Risk Factors for Hip Fractures in the Elderly American Journal of Epidemiology. Vol. 139, No. 5, 1994

Zusammenhang Milch und Krebs

Manche Forscher gehen noch weiter und nennen einen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Brust- oder Prostatakrebs. Im NDR-Bericht äußerst sich Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) fast widersprüchlich zu diesen Forschermeinungen: die „Studienlage [sei] hierzu nach wie vor nicht einheitlich“. Denn in ihren Empfehlungen für eine gesunde Ernährung rät die DGE zum täglichen Verzehr von Milch – allerdings nur für gesunde Menschen.

Warum trinken wir Kuhmilch?

Der Mensch ist die einzige Spezies auf der Erde, die die Milch einer anderen Spezies trinkt. Und das tun wir nicht von Anbeginn unserer Existenz, denn der Konsum von Kuhmilch ist nicht etwa, wie vermutet, etwas Natürliches, dass der Mensch schon immer tat. Forscher vom University College in London haben den Zusammenhang von Milchkonsum und Laktosetoleranz auf vor ungefähr 7900 bis 7450 Jahren datiert. Im heutigen Rumänien und Ungarn war es die Linienbandkeramische Kultur, in der zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit Milch vom Menschen konsumiert wurde. Diese Hochkultur brachte, laut Genetiker Mark Thomas, der die Forschungsgruppe leitete, die Zivilisation nach Europa. Und mit ihr begann eine kulturelle Revolution – die Landwirtschaft wurde erfunden und mit ihr begannen die Menschen in Europa im großen Stile, Kuhmilch als Nahrungsmittel aufzunehmen.

Ist Milch ungesund oder gesund?

Das Max Rubner Institut, (ehemals Bundesanstalt für Milchforschung) das dem Bundeslandwirtschaftsministerium unterstellt ist, spricht sich klar für die guten Auswirkungen des Verzehrs von Milch auf die Gesundheit des Menschen aus: „Wir decken bis zu 60 Prozent unseres Kalziumsbedarfs aus Milch und Milchprodukten“, so der Chemiker Dr. Michael de Vrese. „Vor allem in der Jugend bis 20 Jahre unterstützt Milch den Knochenaufbau, von dem wir dann unser Leben lang zehren. Im höheren Alter kann Kalzium dabei helfen, dass der Knochenabbau verlangsamt und vor allem bei Frauen die Osteoporose hinauszuzögert wird.“ Gerade für Kinder, die sich noch im Wachstum befinden, gilt Milch immer noch als ein guter Kalziumlieferant.

Tierschutzorganisationen wie PETA sprechen sich klar gegen den Verzehr von Kuhmilch aus. Sie nennt als Grund für den Verzicht auf Milch nicht nur die industrielle Herstellungsart, bei der die Kühe „Qualen leiden“, sondern auch negative Folgen für die Gesundheit: […] „die Menschen, die ihre [der Kühe, Anm. d. R.] Milch trinken, erhöhen mit diesem Konsum ihr eigenes Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes, Krebs und zahlreiche anderen Beschwerden.“

Wenn Milch, dann aus artgerechter Kuhhaltung

Die Meinungen, ob Milch nun gut oder schlecht für den Menschen ist, sind also heftig umstritten. Unstreitbar ist, dass der verantwortungsvolle Konsument nur Milch kaufen und verzehren sollte, die aus artgerechter Tierhaltung stammt. Denn auch wenn es uns die Werbung immer wieder vorgaukeln will: die Milch, die im Supermarkt größtenteils zu kaufen ist, stammt mitnichten von Kühen, die auf saftigen Weiden ein schönes Leben haben. Die große Nachfrage nach Milch kann nur aus einer industriellen Massenproduktion stammen, die den natürlichen Bedürfnissen der Kuh nicht gerecht wird und zu schweren Krankheiten beim Tier führen kann: Eutererkrankungen, Lahmheit und Fertilitätsprobleme. Zudem perfide ist die Tatsache, dass Kühe die Milch für ihre Kälber produzieren, der Kuhnachwuchs aber bereits nach kurzer Zeit mit Ersatzprodukten gefüttert wird – es soll ja genügend Milch für den Menschen übrig bleiben.

Alles besser mit Bio-Milch?

Doch auch Bio-Kühe verbringen ihr Leben oftmals im Stall und nicht auf der grünen Wiese. Generell kann man zwar davon ausgehen, dass es Bio-Kühen besser geht als ihren Artgenossen aus konventioneller Haltung. Sie haben bedeutend mehr Platz, sind nicht angebunden und bekommen hin und wieder Auslauf an der frischen Luft. „Frische Luft“ heißt dabei aber nicht automatisch, dass die Kühe im Gras laufen und scharren – oftmals ist es ein offener Stall, wo die Kühe auf einem Holzboden, der mit Stroh ausgelegt ist, ihren Frischluftbedarf decken. Und auch Bio-Kühe produzieren ihre Milch für den Menschen und nicht für ihre eigenen Kälber. So werden, auch bei ökologisch orientierten Betrieben wie zum Beispiel Bioland, die Kälber von ihren Müttern getrennt, damit sie von der Mutterkuh nicht gesäugt werden. Dass dieses Vorgehen nicht natürlich ist, muss nicht extra erklärt werden.

Während zum Beispiel in Irland die Weidehaltung für Kühe weit verbreitet ist, stellt dies in Deutschland noch eine große Ausnahme dar. In Niedersachsen hat Landwirtschaftsminister Christian Meyer gerade ein Weidemilchprogramm gestartet, um dies zu ändern:

Weidehaltung hat ein gutes Image und gehört zu Niedersachsen wie Grünland und Berge, […] Unser Ziel muss es sein, eine artgerechte Weidehaltung zu verbinden mit mehr Umwelt- und Klimaschutz.

Das Weidemilchprogramm ist an eine Grünlandförderung und das Agrarinvestitionsprogramm gekoppelt, mit dem die Weidehaltung gefördert werden soll, subventioniert durch EU-Gelder. Dabei wird einerseits bei Rinderställen ein höheres Tierschutzniveau verlangt und andererseits für Berg- und Hanglagen eine Weideprämie für extensive Haltung veranschlagt.

Damit können wir gerade in Südniedersachsen eine artgerechte und Landschaft prägende Weidehaltung erhalten und fördern. Dort war der Rückgang der Viehhaltung in den vergangenen Jahren besonders stark.

Wer Kuhmilch guten Gewissens zu sich nehmen will, der sollte darauf achten, dass die Kuhmilch echte Weidemilch ist. Um das zu wissen, reicht das Bio-Siegel allein oft nicht aus. Die Welttierschutzgesellschaft rät dazu, Milch im Hofladen zu kaufen, wo Transparenz über die Haltungsbedingungen der Kühe garantiert wird. Ausführlichere Informationen stellt die Tierschutzorganisation im Milchratgeber bereit.

Alternativen zu Kuhmilch

Wer seinen Milchkonsum reduzieren möchte oder aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen dazu gezwungen ist, der hat heutzutage eine Vielzahl an Möglichkeiten. Alternative Milcharten – die laut Lebensmittelrecht nicht Milch genannt werden dürfen, im täglichen Gebrauch aber so bezeichnet werden, liefern Kalzium und Proteine aus pflanzlichen Quellen. Dabei ist es vor allem die aus Sojabohnen hergestellte Sojamilch, die einen annähernd hohen Eiweißgehalt wie Kuhmilch aufweist. Weitere Alternativen sind Reismilch (hergestellt aus Vollkornreis), Getreidemilch (aus Dinkel, Hafer oder Roggen) und Mandelmilch, die gerade bei Kaffeeliebhabern besonders in ist. Ernährungswissenschaftler warnen allerdings davor, die Alternativprodukte für die Säuglingsernährung zu verwenden, da der hohe Ernährungsbedarf der Kleinkinder damit nicht gedeckt werden könne.

Fest steht: das Thema Milchkonsum und die Meinungen, ob Milch ungesund oder gesund ist, sind höchst umstritten. Für das Wohl der Tiere und den Schutz der Umwelt und des Klimas bleibt zu hoffen, dass sich die Bemühungen um artgerechte Tierhaltung weiter verstärken und ein Umdenken der Verbraucher dazu führt, dass industrielle Massentierhaltung irgendwann nicht mehr so gefragt ist. Weiterführende Forschungen werden zeigen, ob der Mensch im Erwachsenenalter tatsächlich dazu gemacht ist, Milch von Kühen zu trinken – oder ob die Menschheit ihre Ernährung in näherer Zukunft radikal umstellen werden muss.

Über den Autor: Christian ist Gründer von Happy Coffee. Neben gutem Kaffee interessiert er sich für fairen Handel, Surfen und die Startup Szene.

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Warum Kaffee ohne Milch gesünder ist

Text: Red. | Bild: Bild: Shutterstock

Eine Studie der Uni Graz beweist, dass schwarzer Kaffee positiv auf unsere Gesundheit auswirkt. Wir erklären warum.

Durchschnittlich 160 Liter Kaffee trinkt jeder Österreicher im Jahr. Kein Wunder, hält dieser doch wach, steigert die Leistung und kann positiv auf die Gesundheit wirken, etwa bei Diabetes oder Störungen des Fettstoffwechsels.

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Warum das so ist, haben jetzt Forscher des Instituts für Molekulare Biowissenschaft an der Uni Graz herausgefunden. Der molekulare Prozess dahinter nennt sich Autophagie, eine Art Selbstverdauungsprogramm, das die Zellen reinigt und entgiftet. "Ausgelöst wird diese zelluläre Müllabfuhr vor allem beim kontrollierten Fasten", erklärt der Grazer Biowissenschafter Univ.-Prof. Dr. Frank Madeo.

Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftern konnte er in einer Studie Ernährungsweisen aufzeigen, die zu diesem Effekt führen, ohne dass gefastet wird. Einer der identifizierten Autophagie-Auslöser ist demnach Kaffee. 1 bis 4 Stunden, nachdem Kaffee getrunken wurde, wird der Prozess stark angekurbelt.

Wiener Kaffeehauskultur: Das sind die 10 Klassiker unter Wiens Kaffeehäusern

Schwarzer Kaffee oder mit pflanzlicher Milch

Ob der Kaffee dekoffeiniert ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Die Milchzugabe dagegen schon, betonen die Studienautoren. In einer parallel durchgeführten Studie konnten sie zeigen, dass tierische Proteine den Prozess hemmen können. „Eine begrenzte Aufnahme der Aminosäure Methionin - einem natürlichen Eiweißbaustein, der verstärkt in tierischem Eiweiß vorkommt - führte im Modellorganismus Hefe zu einer beachtlichen Lebensverlängerung", so Studienautor Dr. Christoph Ruckenstuhl. Wer weniger Fleisch, Milchprodukte oder Eier zu sich nimmt, reduziert auch die Aufnahme von Methionin.

Madeo empfiehlt: „Trinken Sie deshalb Kaffee mit gutem Gewissen, aber am besten schwarz oder mit pflanzlich basierter Milch, wie Mandel- oder Kokosmilch.“ Vor allem in der Früh, wenn man mehrere Stunden des "Fastens" hinter sich hat, könne das wichtig sein.

Schwarzer Kaffee – Warum du deinen Kaffee ohne Milch trinken solltest

Kaffee wird noch immer zu Unrecht von vielen verteufelt. Doch tatsächlich ist er weit besser als sein Ruf. Immer wieder hört man, Kaffee entziehe deinem Körper Wasser oder unterstütze die Bildung chronischer Erkrankungen.

Dass an vielen Ängsten rund um den Genuss von Kaffee nicht viel dran ist, haben wir uns bereits in unserem Artikel “Ist Kaffee gesund und doch besser als sein Ruf?” angesehen.

Kaffee regt deine Zellen zum Frühjahrsputz an

Doch eine neue Studie der Universität Graz hat nun sogar herausgefunden, dass Kaffee eine enorm positive Wirkung auf unseren Körper haben soll, indem er unsere Zellen zu einem kleinen Frühjahrsputz animiert.

Dieser Frühjahrsputz unserer Körperzellen nennt sich Autophagie. Bei der Autophagie werden alte oder beschädigte Zellteile abgebaut und diese dann neu und gesund wieder aufgebaut. Normalerweise wird dieser Effekt beim kontrollierten Fasten, also beim längerfristigen Verzicht auf Nahrung, beobachtet.

In der Studie konnte beobachtet werden, dass innerhalb von einer bis vier Stunden nach dem Konsum von Kaffee die Autophagie in allen untersuchten Organen (Leber, Skelett-Muskulatur und Herz) stark beschleunigt wurde.

Grund dafür könnten die Polyphenole sein, die im Kaffee enthalten sind.

Allerdings gibt es dabei einen kleinen Haken! Denn um die Vorzüge der Autophagie optimal nutzen zu können, solltest du deinen Kaffee schwarz, also ohne Milchprodukte, genießt. Egal ist wiederum, um du deinen Kaffee lieber mit oder ohne Koffein trinkst.

Milch hemmt die entgiftende Wirkung

Um in den Genuss der Autophagie zu kommen, solltest du also besser auf die Milch im Kaffee verzichten und ihn schwarz genießen. Schuld daran sind die Milchproteine, allen voran die Aminosäure Methionin.

Wenn du Milch in deinem Kaffee trinkst oder Milchprodukte (beispielsweise ein Käsebrötchen oder einen Joghurt) zu deinem Kaffee isst, unterdrücken diese Aminosäuren den positiven Effekt des Kaffees, indem sie den natürlichen Autophagie-Prozess, der sich auch ohne Kaffee durch einen längeren Verzicht auf Nahrungsmittel einstellt, hemmen.

Also wer braucht schon Cappuccino und Co., wenn schwarzer Kaffee doch viel gesünder und zudem auch noch günstiger und kalorienärmer ist. Also gleich drei Fliegen mit einer Klatsche!

Wie trinkst du deinen Kaffee am liebsten? Hast du leckere Vorschläge, wie du deinen schwarzen Kaffee noch besser machst? Dann schreibe uns doch einen Kommentar! Wir freuen uns drauf!

Markus Balbach says

Hallo, mit etwas (wenig) Milch schmeck er zwar besser, aber um den gesundheitlichen Vorteil nutzen zu können, sollte man wirklich in Erwägung ziehen, den Kaffee ohne Milch zu trinken. Mandelmilch ist sicher auch eine Idee, nur gibt es die meist nur in 1L Gebinden und wird – wenn man nicht täglich trinkt- zu schnell schlecht. Gibt es noch andere Alternativen?

Wie sieht es mit Kaffee schwarz + Sahne zum Kuchen aus? Wird hier auch der positive Effekt unterdrückt?

Vielen Dank für die Rückantwort. MfG

auch in Sahne findest Du leider die Aminosäure Methionin, die die positive Wirkung von schwarzem Kaffee hemmt.

Wenn es Dir primär um die entgiftende Wirkung geht, solltest Du Deine Kaffe tatsächlich schwarz oder mit pflanzlichen Milch-Alternativen genießen. Persönlich haben wir uns angewöhnt, unseren Kaffee schwarz zu trinken und eventuell mit etwas Zimt aufzupeppen.

Wir empfehlen Dir, das einfach Mal eine Zeit lang auszuprobieren, um zu sehen, wie sehr Du die Milch tatsächlich vermisst.

Dein Daytraining Team

Daniel Bietenhader says

Ich habe in letzter Zeit immer mal wieder Kokosmilch in den Kaffee getan; mir gefällt das nicht schlecht, und Kokosfett soll eher gesund sein.

schön, dass Du eine passende Alternative für Dich gefunden hast. Du kannst es auch mal direkt mit einem Teelöffel Kokosöl in Deinem Kaffee versuchen, das geht auch sehr gut.

der Artikel ist zwar nicht mehr so neu, aber er verliert ja nicht an Aktualität.

Ich habe mir angewöhnt, meinen Kaffee mit Hafermilch zu trinken. Das schmeckt mir am besten und fühlt sich bekömmlicher an als Milchkaffee.

Danke für den Artikel. Endlich mal positive Meldungen zu meinem morgendlichen Lieblingsgetränk, auf das ich nicht verzichten mag.

Ich trinke meinen Kaffee mit Hafer-Mandel-Milch bin umgestiegen von Hafermilch .. Schmeckt mir am besten …

Haben ihn früher mit Milch getrunken, mag ich inzwischen garnicht mehr….

Nach etwas Eingewöhnungszeit schmeckt mir mein Kaffee inzwischen am besten schwarz. Habe ihn eine Zeit in der Bulletproof Version und davor mit Milch getrunken, aber das schmeckt mir inzwischen alles nicht mehr wirklich.

Ich habe jetzt Reis- und Mandelmilch ausprobiert und fand den Kaffee und Espresso leider ungenießbar. Ohne Milch kann ich den Kaffee selbst nach vielen Anläufen einfach nicht genießen. Ich frage mich, ob der positive Effekt des Kaffees mit lactosefreier Milch aufrechterhalten würde. Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar!

vielen Dank für Deine Frage.

Leider ist lactosefreie Milch in diesem Fall keine bessere Alternative. Wenn Dir Dein Kaffee nur mit Milch schmeckt, ist das aber auch Okay. Nicht alles im Leben muss bis auf das letzte optimiert werden.

An den Fastentagen ernähre ich mich von 1 Apfel, einem Eiweißriegel ohne Schokoüberzug und ein paar Tassen fettfreier Gemüsebrühe. Ist das Okay als Zusammenstellung? Danke für Euer Echo.

Deine Frage wirkt nicht passend zum Artikel und ohne korrekten Bezug können wir Dir darauf auch keine Antwort geben. Ich hoffe, Du verstehst das.

Es gibt einen zweiten positiven Aspekt, der gegen Milch spricht: Milch ist eine Emulsion (Wasser & Fett). Und diese Emulsion legt sich an der Magenwand an und bekommt durch die Magensäure eine Art ledrige Konsitenz. Fazit: Nicht gut für die Zerlegungsarbeit des Magens…

als ich irgendwann den Eindruck bekam, dass die Kombination Kaffee + Milch meinen Magen belastet (was könnte dafür der Grund sein?), stieg ich auf Kaffee + Kakao + Zucker und später sogar auf Kaffe + Kakao + Honig um. Ich liebe dieses Getränk seither und trinke es nicht mehr auf andere Art. Was könnte man denn aus ernährungswissenschaftlicher Sicht darüber sagen (außer, dass es leider ziemlich süchtig macht)?

vielen Dank für Deinen Kommentar.

Kurz zu Deinen Fragen, die Probleme der Milch können auch mit einer Lactose Intoleranz zusammenhängen und müssen nicht unbedingt mit der Kombination von Kaffee und Milch zusammenhängen. Deine Alternative scheint sehr zuckerlastig, das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Grund, warum Dir das Ganze so gut schmeckt und “süchtig” macht. Ernährungstechnisch ist der hohe Zuckeranteil eher kontraproduktiv. Wir würden Dir weiterhin empfehlen Deinen Kaffee schwarz zu trinken.

Ernährung: Wie gesund ist Kaffee wirklich?

Ernährung Wie gesund ist Kaffee wirklich?

Quelle: pa/Bernd Mayer

I n Deutschland florieren die Coffeeshops. Starbucks hat seit Anfang des Jahres allein 15 Filialen eröffnet. Ein lohnendes Geschäft, denn schließlich steigt der Kaffeekonsum ungebremst. 160 Liter trinkt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Und das, obwohl Kaffee doch ungesund sein soll.

Aber sogar diese Weisheit gerät langsam ins Wanken: Immer mehr Studien belegen auch positive Wirkungen von Koffein und Co. Jüngst berichtete ein kanadisch-amerikanisches Forscherteam in der Fachzeitschrift „Arthritis & Rheumatism“, dass mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag das Risiko für Gicht deutlich mindern.

Kaffee ist also doch gesund, meistens

Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Kaffee ist beliebt, seine Auswirkungen auf die Gesundheit stets umstritten. Nun belegt eine Langzeitstudie die positiven Effekte: Kaffeetrinker sterben seltener an Herz-Kreislauf-Problemen - und offenbar arbeitet die Leber besser.

Quelle: N24/ Fanny Juschten

Die Wissenschaftler haben mehr als 45.000 Männer jenseits der 40 über mehrere Jahre hinweg beobachtet. Für Männer, die vier bis fünf Tassen täglich tranken, war das Risiko, an Gicht zu erkranken, 40 Prozent geringer. Bei mehr als sechs Tassen am Tag sank es sogar um knapp 60 Prozent. Dabei war allerdings das Koffein im Kaffee nicht für den Gesund-Effekt verantwortlich: Das Trinken von Tee, in dem unter dem Namen Tein ebenfalls Koffein enthalten ist, hatte keinen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko. Vielmehr, so vermuten die Mediziner, könnten im Kaffee enthaltene Antioxidantien für die positive Wirkung verantwortlich sein.

Chlorogensäure gegen Diabetes

Rohkaffee besteht zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten: hauptsächlich Vielfachzucker (Polysaccharide) und Einfachzucker. Beim Kaffeerösten werden die Kohlenhydrate stark verändert und abgebaut. Die wasserunlöslichen Polysaccharide, die die Zellwand der Kaffeebohne bilden, bleiben beim Aufguss als Kaffeesatz zurück. Auch viele Fettstoffe stecken im Kaffee. Der Gesamtgehalt liegt bei über zehn Prozent. Allerdings sind die Substanzen schwer wasserlöslich und gelangen kaum in den zubereiteten Kaffee. Für Kaffee typisch sind die Chlorogensäuren. Diese sind für Ernährungswissenschaftler besonders interessant, weil ihnen ein Schutzeffekt gegen Diabetes mellitus zugeschrieben wird. Nach Mate-Tee enthält Kaffee von allen Lebensmitteln davon die höchste Konzentration.

Fünf Prozent des Rohkaffees bestehen aus Mineralstoffen. Der größte Teil davon geht auch ins Getränk über. Allen voran Kalium, gefolgt von Kalzium, Magnesium und Phosphor. Schließlich enthält Kaffee auch noch stickstoffhaltige Stoffe – die sogenannten Alkaloide. Zu diesen gehört auch das Koffein, das im Wesentlichen für die anregende Wirkung von Kaffee verantwortlich ist. Je nach Sorte beträgt der Koffeingehalt bis zu zwei Prozent des Kaffees – eine Tasse enthält bis zu 80 Milligramm.

Für den Duft, der beim Öffnen der Kaffeepackung so angenehm die Nase kitzelt, sind Schwefelverbindungen verantwortlich. Allerdings verschwinden sie einige Tage nach dem Rösten. Sauerstoffausschluss, Kohlendioxidschutzbegasung oder kühle Aufbewahrung verlängern die Haltbarkeit des Kaffeearomas.

Auch Wasser ist für den Kaffeegeschmack wichtig – zu 98 Prozent besteht das Getränk daraus. Die Wasserqualität und die enthaltenen Salze und Mineralstoffe sind wichtige Geschmacksträger für das Aroma des fertigen Kaffees. Kenner empfehlen mineralreiches und sauerstoffhaltiges Wasser.

Koffein am besten erforscht

Wie funktioniert eigentlich die Wirkung von Kaffee?

Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Kaffee ist für viele aus dem Alltag nicht wegzudenken. Das Koffein hält uns wach. Aber warum eigentlich? Und was passiert nach zu viel Kaffeegenuss in unserem Körper?

Von typischen Kaffeeinhaltsstoffen ist Koffein am besten erforscht. Der Wacheffekt des Koffeins rührt daher, dass es das Gehirn anregt. Es wirkt durch eine Blockade bestimmter Nervenrezeptoren der Müdigkeit entgegen. Deshalb kann Kaffeegenuss den Schlaf stören. Koffein verbessert andererseits die geistigen Leistungen und die Wahrnehmung, die Reaktionszeit wird verkürzt. Er regt auch Herz, Stoffwechsel und Atmung an und führt zu einem leichten Anstieg des Blutdrucks. Koffeindosen ab etwa 300 Milligramm können Händezittern, Blutdruckanstieg und Druck in der Herzgegend hervorrufen.

Über die Langzeitwirkung von Kaffee auf die Gesundheit sind die Forscher noch uneinig. Derzeit überwiegen die positiven Meldungen. Epidemiologische Studien zeigen, dass Kaffeekonsum vor verschiedenen chronischen Erkrankungen schützen kann, zum Beispiel vor Diabetes, Parkinson oder Leberleiden. Eine aktuelle Studie mit über 125000 Teilnehmern kommt zu dem Schluss, dass Kaffee die Leber möglicherweise vor Schäden durch zu viel Alkohol schützen kann. Das Risiko für eine alkoholbedingte Leberzirrhose sinke bereits bei einer Tasse Kaffee am Tag um 20 Prozent, bei mehr als drei Tassen um 80 Prozent. Die Ursachen sind unklar.

Schlecht bei Bluthochdruck

Aber bei allen positiven Effekten hat der Kaffeekonsum auch negative Folgen. So sind Entzugserscheinungen möglich, falls man plötzlich aufhört, Kaffee oder Koffein zu sich zu nehmen. Über Kaffeekonsum während der Schwangerschaft gibt es gegensätzliche Ergebnisse. Manche Studien zeigen, dass sich das Risiko von Totgeburten durch Kaffeegenuss erhöht. Schwangeren und stillenden Müttern empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, maximal ein bis zwei Tassen Kaffee pro Tag zu sich zu nehmen. Die Hypothese, Kaffee könnte Kreislauferkrankungen fördern, konnte bisher weder zweifelsfrei bewiesen noch ausgeschlossen werden. Auch haben Mediziner in verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass sich Kaffee ungünstig bei Osteoporose auswirkt.

Schüler stirbt an Koffein-Überdosis

Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Ein 16-Jähriger ist im US-Bundesstaat South Carolina an einer Überdosis Koffein gestorben. Der Junge hatte kurz nacheinander einen Café latte, ein koffeinhaltiges Getränk und einen Energydrink getrunken.

An Bluthochdruck leidende oder ältere Menschen sind möglicherweise stärker von den negativen Wirkungen von Kaffee betroffen. Aufgrund dieser zwiespältigen Ergebnisse müssen wohl noch viele Studien gemacht werden, bis der Kaffee und seine Wirkung wissenschaftlich verstanden werden. Bis dahin bleibt nur der alte Apothekerrat: In Maßen genossen ist Kaffee erlaubt.

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Kaffee ist ungesund

Autor: Zentrum der Gesundheit , Letzte Änderung: 01.12.2017

Darum ist Kaffee ungesund

Gehören Sie zu den Kaffee-Trinkern? Oder vielleicht zählen Sie sich eher zu den Kaffee-Geniessern? Viele Menschen trinken gerne mal Kaffee, Cappucchino, Latte Macchiato oder Espresso und die meisten würden behaupten, sie trinken nicht so viel Kaffee, dass er ihnen schadet. Doch ab wann ist das überhaupt der Fall?

Kaffee wird häufig gegen Müdigkeit, zur Verdauungsförderung oder einfach in netter Gesellschaft getrunken. Aber wussten Sie, dass Kaffee - paradoxerweise - gerade Müdigkeit, Erschöpfung und Verstopfung verursachen kann?

Im folgenden Text haben wir einige interessante Abschnitte aus verschieden Büchern zitiert und in diesem Zusammenhang die Wirkungsweise von Kaffee erläutert. Vielleicht erkennen Sie Ihr Verhalten in der ein oder anderen Passage wieder und merken, dass Dinge wie Schlaf- oder Konzentrationsstörungen genau wie Müdigkeit und Unausgeglichenheit nur mit Ihrem (vielleicht auch nur geringem) Kaffee-Konsum zusammenhängen. Sie werden staunen, was die Experten zum Thema Kaffee sagen.

Stress durch Kaffee

Es ist hauptsächlich das Stresshormon Adrenalin, das bei Sportlern die entscheidenden Energiereserven freisetzt, um einen Wettkampf zu gewinnen, oder Ersthelfern bei schweren Unfällen die unmenschliche Fähigkeit verleiht, Autos anzuheben. Adrenalin ist auch die Quelle für unsere Kämpf-oder-Flieh-Reaktion, die unsere prähistorischen Vorfahren in die Lage versetzte, vor Säbelzahntigern und anderen Raubtieren zu fliehen.

Doch auch Kaffee versetzt den menschlichen Körper in diesen Kämpf-oder-Flieh-Zustand, indem das Koffein die Nebenniere zur Adrenalinproduktion anregt. Dies ist jedoch ziemlich unnütz, wenn man am Schreibtisch sitzt und sich lediglich mit dem PC rumschlägt, denn wenn der Adrenalin-Kick wieder abebbt, bekommt man Anzeichen wie Erschöpfung, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Reizbarkeit zu spüren. Dies ist der Moment, in welchem man aufsteht, zur Kaffeemaschine geht und den nächsten Koffein-Schub sucht.

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Stress-Hormon-Ausschüttung durch Kaffee

Die folgenden Quellen erklären sehr eindrücklich, was Kaffee in unserem Körper auslöst:

Koffein täuscht Stress vor

Koffein wirkt, indem es ein Hormon imitiert, das den Nebennieren signalisiert mehr Adrenalin auszustossen. Die Nebennieren denken dann, dass eine stressauslösende Situation vorliegt und von ihnen erwartet wird, zusätzliche adrenale Hormone zu produzieren.

Herbal Defense von Ralph T Golan ND, Seite 280

Kaffee täuscht dem Körper eine Bedrohung vor

Ihre Nebennieren müssen von einem Moment auf den anderen dieselben Stresshormone produzieren, die ausgeschüttet werden, wenn Sie eine Bedrohung oder Gefahr ausmachen. Ihre Muskeln spannen sich an, Ihr Blutzuckerspiegel steigt an, um zusätzliche Energie freizusetzen, Ihr Puls und Ihre Atmung beschleunigt sich und Ihre Aufmerksamkeit wird gesteigert, um die Gefahr in Ihrer Umgebung entweder bekämpfen zu können, oder ihr zumindest zu entkommen. Sie selbst sitzen vielleicht nur an einem Tisch, oder im Büro und trinken eine Tasse Kaffee. Ihr Körper aber weiss das nicht. Er bereitet sich auf einen Kampf vor.

The Memory Solution von Dr Julian Whitaker, Seite 261

Koffein im Kaffee reduziert den Serotoninspiegel

Koffein erhöht den Noradrenalinspiegel – ein das Nervensystem stimulierendes Hormon – und reduziert den beruhigend wirkenden Neurotransmitter Serotonin.

Koffein im Kaffeee steigert die Herzfrequenz

Koffein regt auch die Produktion von Norepinephrin – ein anderes Stresshormon – an, das direkt auf das Gehirn und das Nervensystem wirkt. Epinephrin und Norepinephrin sind verantwortlich für die Steigerung der Herzfrequenz und des Blutdrucks sowie für das Gefühl, sich in einer Notfallsituation zu befinden.

Caffeine Blues von Stephen Cherniske MS, Seite 57

Chronische Vergiftung durch Koffein

Wer seinen Körper konstant auf einem hohen Koffeinlevel hält, verweilt also permanent in einer körperlichen Stresssituation, erklärt Stephen Cherniske (Autor des Buches "Caffeine Blues"). Stephen Cherniske nennt diesen permanenten Alarmzustand des Körpers "Koffeinismus", welcher durch Erschöpfung, Angstzustände, Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Depressionen gekennzeichnet ist:

"Koffeinismus" ist ein Zustand von chronischer Vergiftung, der aus einem exzessiven Konsum von Koffein entsteht. Koffeinismus verbindet eine körperliche Abhängigkeit mit einer grossen Bandbreite sich auf die Psyche auswirkender Effekte, so vor allem Angstzustände, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Depression und Erschöpfung. [. ]

Kaffee trägt zur Entstehung von Kopfschmerzen und Depressionen bei

Die andere Art und Weise wie Koffein zur Entstehung von Depressionen beiträgt, liegt im Auftreten von Entzugserschienungen wie Kopfschmerzen, Depression und Erschöpfung. Drei Tatsachen sind bezüglich des Entzugs wichtig zu beachten. Erstens trägt jedes der genannten Symptome zum depressiven Effekt bei, oder verstärkt diesen noch. Zweitens: Entzugserscheinungen können selbst bei gemässigten Koffeinkonsumenten auftreten. Drittens: Die Entzugserscheinungen können sogar bereits nach einigen Stunden eintreten. Einige Menschen fühlen sich depressiv oder ängstlich, wenn sie einfach nur zu spät ihren morgendlichen Kaffee getrunken haben. Dieser Umstand stellt für die Betroffenen nicht nur eine wichtige Motivation dar, das Getränk zu sich zu nehmen – vielmehr erzeugt dieser Zustand eine oft nicht wahrgenommene Quelle für zusätzlichen Stress. [. ]

Spätestens jetzt sollten Sie erkennen, welch enormen negativen Auswirkungen der Koffein in Ihrem täglichen Kaffee auf ihre Lebensqualität hat. Koffeinismus ist eine graduelle und zunächst kaum wahrnehmbare Störung.

Kaffee als Droge

Als Folge eines lang anhaltenden "Koffeinismus" tritt der Körper in einen Zustand ein, der als "adrenale Erschöpfung" (Erschöpfung der Nebennieren) bezeichnet werden kann. Der Koffeinkonsum hat die Nebennieren also so sehr auf Trab gehalten, dass sie vollkommen ausgezehrt sind.

Auch Ralph T. Golan, ND, beschreibt diesen Zustand in seinem Buch "Herbal Defense":

Kaffee zwingt Ihre Nebennieren dazu, den Stoff auszuschütten, selbst dann, wenn sie kaum noch etwas ausschütten können. Daher müssen sie tiefer und tiefer "graben", was Sie zunehmend erschöpft. Über die Jahre benötigen Sie immer mehr Koffein, um den gleichen Effekt erzielen zu können. Einige Menschen erreichen den Punkt, an dem sie ein halbes Dutzend oder mehr Tassen Kaffee am Tag trinken, und sie dadurch trotzdem nicht mehr wach gehalten werden. Das ist bereits eine schwerwiegende Nebennierenerschöpfung.

Mit anderen Worten: Koffein wirkt sich auf den Körper wie jede andere Droge aus. Man beginnt damit, diese ein wenig zu konsumieren, bis der Körper eine Toleranzgrenze entwickelt hat. Anschliessend benötigt man mehr, um dasselbe Ergebnis zu erzielen. Schliesslich gelangt der Organismus an einen Punkt, an dem er nicht mehr ohne die Droge funktioniert – bekommt er sie nicht, verspürt er Entzugserscheinungen.

Bartrams Encyclopedia of Herbal Medicine von Thomas Bartram, Seite 83

Koffein ist die meist genutzte Droge der Welt. Studien zeigen auf, dass Abstinenz von der Droge Entzugserscheinungen wie Erschöpfung, Kopfschmerzen und Benommenheit bereits nach 24 Stunden auftreten lassen, und bis zu einer Woche andauern können.

"Ich bin nicht abhängig von Kaffee"

Viel Menschen glauben, dass sie nicht genug Kaffee trinken, um davon abhängig werden zu können. Doch meist sind gerade diese Menschen bereits süchtig nach Kaffee. Steven Cherniske schreibt beispielsweise:

Gewissenhafte Forschungen, die vom Institut für Psychiatrie und Verhaltenwissenschaften der John Hopkins Universität durchgeführt wurden, zeigten auf, dass bereits ein geringer Kaffeekonsum (ein Becher täglich) schnell zu Entzugserscheinungen führen kann.

Wenn Sie zu den Kaffee-Trinkern zählen, probieren Sie es doch einmal aus und verzichten Sie auf Ihren Kaffee und achten Sie darauf, ob Sie Kopfschmerzen, Erschöpfung oder eine erhöhte Reizbarkeit verspüren. Dies sind die bekanntesten Entzugserscheinungen.

Ob Sie koffeinabhängig sind, sei einfach zu erkennen, sagt Dr. Griffiths. Verzichten Sie für einige Tage auf Ihre tägliche Koffeinquelle – Kaffee, Tee, Softdrinks – und schauen Sie, ob sie sich ermattet, unmotiviert, griesgrämig oder depressiv fühlen und Kopfschmerzen bekommen. Kopfschmerzen und Depressionen sind die klassischen Signale für Koffeinentzug.

Food Your Miracle Medicine von Jean Carper, Seite 277

Wenn Ihr Körper seine Koffeinration nicht bekommt, kann er für ein bis zwei Wochen Entzugserscheinungen aufweisen, darunter Kopfschmerzen, Erschöpfung, intensives Verlangen nach Koffein, Verstopfung, Angstzustände und eine gewisse Dumpfheit, wo zuvor klare Gedanken vorherrschten.

Alternative Cures von Bill Gottlieb, Seite 137

Die Kaffee-Sucht durchbrechen

Der Vorteil ist, man kann die Kaffee-Sucht durchbrechen. Man muss es nur wollen!

Wenn eine Person, die an hohe Mengen Koffein gewöhnt ist, ihren Konsum limitiert, wird das Resultat Erschöpfung sein, die möglicherweise von Kopfschmerzen begleitet wird. Die Abhängigkeit von Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken zu reduzieren, ist daher sehr wichtig, um gesund zu bleiben und durch Erschöpfung ausgelöste Schwächephasen zu vermeiden.

Complete Encyclopedia Of Natural Healing von Gary Null PhD, Seite 104

Während der Koffeinentgiftung ist es wichtig, auf eine ausreichende Nährstoffeinnahme zu achten. Wenn wir offensichtlich abhängig vom Koffein sind oder schwanger werden, sollten wir sofort und vollständig mit dem Konsum aufhören. Mit dem Laster aufzuhören, indem man langsam die Dosierung reduziert oder gleich auf kalten Entzug geht, kann durch eine gute und gesunde Ernährung unterstützt werden.

Staying Healthy With Nutrition von Elson M Haas MD, Seite 942

Anstatt morgens routinemässig zu einer Tasse Kaffee zu greifen, können Sie Ihrem Körper auch etwas Gutes tun, indem Sie ein gesundes Frühstück in Form eines grünen Smoothies oder eines Kräutertees zu sich nehmen. Ein gesundes, basisches Frühstück – gefolgt von einem gesunden Mittagessen – wird Sie den ganzen Tag dynamisch und fit halten.

Ermattung ist ein normales Symptom, wenn Sie mit dem Koffein aufhören. Eine Möglichkeit, diesen Zustand zu verbessern sei es, "morgens nach dem Aufstehen für einige Minuten behutsam die Ohren und die Ohrläppchen zu massieren," sagt Dierauf.

Alternative Cures von Bill Gottlieb, Seite 138

Kaffee mit Schokolade, Kuchen oder Keksen

Kennen Sie das, wenn Sie eine Tasse Kaffee trinken, dass Sie einige Zeit danach - machmal auch schon während dem Trinken - Lust auf etwas Süsses bekommen? Hier ist die Erklärung dafür:

Das Koffein kann den Blutzuckerspiegel durcheinander bringen, und Sie so körperlich erschöpfen, dass Sie Heisshunger nach einem schnellen Snack entwickeln.

Food & Mood von Elizabeth Somer MA RD, Seite 57

Sowohl Koffein als auch Zucker geben Ihnen aber nur für einen kurzen Zeitraum das Gefühl gesteigerten Leistungsvermögens, welches schnell wieder verschwindet. Bei einigen Menschen wiederholt sich dieser Rhythmus – sinkende Energie gefolgt von einem weiteren Kaffee oder einem kleineren Snack – nahezu über den ganzen Tag. Dies führt dazu, dass sie sich erschöpft fühlen, und ab 15 Uhr nicht mehr in der Lage sind, sich zu konzentrieren, weil sie vom ständigen über den ganzen Tag sich wiederholenden energetischen Auf und Ab vollkommen ausgezehrt werden.

Active Wellness von Gayle Reichler MS RD CDN, Seite 12

Grundsätzlich wird unser Körper [durch Kaffee] im Ganzen beschleunigt, indem unsere so genannte "Basale Stoffwechselrate" erhöht wird, was zu einer gesteigerten Kalorienverbrennung führt. Koffein kann zunächst den Blutzuckerwert senken; das allerdings löst ein Hungergefühl in uns aus, oder einen Heisshunger nach Süssigkeiten. In Folge der adrenalen Stimulation steigt der Blutzuckerspiegel wieder.

The New Detox Diet von Elson M Haas MD, Seite 30

Koffein kann einen nachteiligen Effekt auf den Blutzucker haben. Wenn Koffein aufgenommen wird, wird das Nervensystem angeregt. Adrenalin wird freigesetzt, was die Leber dazu veranlasst, gespeicherten Blutzucker abzugeben. Dann wird schliesslich Insulin freigesetzt woraufhin der Blutzuckerspiegel unter den normalen Wert fällt.

Disease Prevention And Treatment von Life Extension Foundation, Seite 739

Wenn Sie am Nachmittag einen Energieschub brauchen, versuchen Sie einmal Ginseng-Tee.

Prescription Alternatives von Earl Mindell RPh PhD & Virginia Hopkins MA, Seite 388

Coffee and Cigarettes - Kaffee und andere Drogen

Viele leidenschaftlichen Kaffee-Trinker, rauchen auch gerne eine Zigarette zum Kaffee. Diese Kombination ist jedoch äusserst schlecht für unsere Nebennieren.

Koffein und Nikotin überanspruchen die Nebennieren. Wenn diese Substanzen, andere Stressauslöser und eine grundsätzlich schlechte Ernährung zusammenwirken, können die Nebennieren in einen sehr ernsten Zustand versetzt werden. So werden ihnen wichtige Vitamine entzogen wie die B-Vitamine und das Vitamin C.

Complete Encyclopedia Of Natural Healing von Gary Null PhD, Seite 233

Folgt man Leon Chaitow, N.D., D.O., kann Schwindelgefühl beim Aufstehen nachdem man gesessen oder gelegen, hat ein Anzeichen für Nebennierenerschöpfung sein. Die Person sollte Schritte unternehmen, um die Unversehrtheit der Nebenniere wieder herzustellen – diese sollten auf die Absetzung von Stimulantia (Koffein, Tabak, Alkohol) abzielen. Ausserdem sollte für ausreichende Ruhephasen und eine Normalisierung des Lebenswandels sowie für eine ausgewogene Ernährung gesorgt werden.

Alternative Medicine by Burton Goldberg, page 1014

Zusätzlich tendieren Menschen, die zuviel Koffein zu sich nehmen, dazu, mehr Tranquilizer oder Schlaftabletten zu brauchen, um entspannen oder schlafen zu können.

Staying Healthy With Nutrition von Elson M Haas MD, Seite 937

Energieverlust durch Kaffee

Paradoxerweise entzieht uns das als Wachmacher bekannte Getränk unsere Energie. Auf Dauer kann regelmässiger Kaffeekonsum unseren Körper auszehren und uns antriebslos und kaputt machen.

. auch wenn die meisten Menschen denken, dass Koffein sie gedankenschneller macht, zeigen Untersuchungen, dass tatsächlich das genaue Gegenteil der Fall ist.

The Memory Solution von Dr Julian Whitaker, Seite 261

Weil Koffein durch die Steigerung der ATP-Produktion – dem wichtigsten Baustein der Energieproduktion in Ihrem Körper – das Energielevel anhebt, sagen manche Experten, dass eine chronische Stimulierung des Systems den Körper langsam auszehrt. Dies ist vergleichbar mit einer exzessiven und übermässigen Bewirtschaftung von Ackerland, welche dasselbe irgendwann komplett unbrauchbar macht. Empfehlung: Wenn Sie ein Koffein-Junkie sind (mehr als drei Tassen Kaffe am Tag), und ohne ihre tägliche Dosis Kaffee nicht durch den Tag kommen, dann könnte Ihr Erschöpfungsgefühl durch den Kaffee noch verstärkt werden, und sie brauchen daher eine Ruhepause vom Koffein. Senken Sie langsam Ihren Koffeinkonsum gegen 0, um schwere Kopfschmerzen und eine übermässige Schläfrigkeit zu vermeiden.

Doctors Complete Guide Vitamins Minerals von Mary D Eades MD, Seite 324

Dem zunächst auftauchenden vom Koffein erzeugten High folgen leichte Entzugserschienungen von denen eines das Gefühl von Ermattung ist. Wenn Sie mehr Kaffee trinken, um das unausweichliche Tief zu verhindern, kann ein Teufelskreis entstehen. Die Erschöpfung, eine gereizte oder deprimierte Grundstimmung, sowie ein schlechteres Leistungsvermögen bei der Arbeit, die auf Entzugserscheinungen zurückzuführen sind, können bereits innerhalb weniger Stunden nach dem Konsum der letzten Tasse Kaffee auftreten und über eine Woche andauern. Die Koffeintoleranz variiert bei den Menschen deutlich. So wurde von Entzugserscheinungen bei Personen berichtet, die nur sehr wenig Kaffee tranken (ein bis zwei Tassen), während andere Menschen problemlos grössere Mengen vertragen.

Food & Mood von Elizabeth Somer MA RD, Seite 105

Koffein fügt Ihrem Körper nicht etwa zusätzliche Energie zu, sondern es sorgt dafür, dass Ihre Reserven schneller aufgebraucht werden. Ein kurzzeitiger Aufschwung findet also auf Kosten lang anhaltender Erschöpfung und anderer Probleme statt.

The Unofficial Guide to Beating Stress von Pat Goudey, Seite 136

Koffein liefert keine Energie, sondern sorgt nur für eine chemische Stimulierung. Die wahrgenommene "Energie" resultiert aus den Versuchen des Körpers, sich auf den durch die ausgeschütteten Stresshormone angestiegenen Blutzuckerspiegel einzustellen. In den meisten Fällen führt dieser selbst herbeigeführte notfallartige Zustand zu gut beschriebenen Nebenwirkungen, die man unter dem Label Koffeinismus zusammenfassen kann. Ironischerweise ist für diesen Koffeinismus chronische Erschöpfung charakterisierend. [. ]

Auf körperlicher Ebene benötigen wir eine beständige Energiequelle, um unsere Ziele zu erreichen. Es gibt nichts Frustierenderes, als motiviert zu sein, einen grossartigen Plan ausgearbeitet zu haben, dann aber einfach nicht ausreichend Energie aufbringen zu können, um ihn durchzuführen. Wenn ich meine Patienten nach den Gründen frage, warum sie Kaffee trinken, ist die häufigste Antwort: "Ich brauche die Energie." Die Ironie daran ist, dass Koffein einer der Hauptgründe für Erschöpfung ist. Es kann für einige Zeit funktionieren, mit Hilfe des Koffeins den Tag durchzustehen, aber auf kurz oder lang sorgt es dafür, dass Ihre Träume in immer weitere Ferne rücken. [. ]

Langsam kommt die Wahrheit über den Zusammenhang von Koffein und Energie ans Licht. Ärzte warnen zunehmend ihre Patienten vor den Nachteilen des Koffeins, und ein Artikel im U.S: News&World Report benannte Koffeinabhängigkeit als einen Hauptgrund für Erschöpfung. Die Menschen, die sich über diesen folgenschweren Einfluss des Koffeins auf das Leistungsvermögen und die mentale Stimmung bewusst werden, und Schritte unternehmen, ihr Leistungsvermögen auf natürliche Art und Weise zu verbessern, können eine sichtbare Verbesserung ihrer Lebensumstände erkennen.

Caffeine Blues von Stephen Cherniske MS, Seite 10, 43 und 119

Wahre Energiegewinnung ohne Kaffee

Wie können wir unserem Körper wirklich zu mehr Energie verhelfen - ohne ihn auszuzehren?

Viel zu viele Menschen konsumieren zuviel Koffein. Das liegt meines Erachtens daran, dass die Menschen ganz einfach zu wenig natürliche Energie besitzen. Anstatt ausreichend zu schlafen, genügend Nährstoffe zu sich zu nehmen und regelmässig Sport zu treiben, um so an die notwendige Energie zu kommen, vertrauen sie auf die Wirkung des Koffeins, die sie über den Tag helfen soll. Die kurzfristigen Auswirkungen dieser Abhängigkeit sind Nervosität, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und ein Absetzphänomen, das sich in Lethargie und psychischer Niedergeschlagenheit manifestiert. Die langwierigeren Effekte umfassen Dysfunktionen der Nebennieren und lassen schliesslich einen Körper zurück, der durch künstlich herbeigeführte Stimulierung vollkommen erschöpft wurde.

Brain Longevity von Dharma Singh Khalsa M.D. & Cameron Stauth, Seite 266

Krank durch Kaffee

Das schlimme am Kaffee ist, dass er nicht "nur" Stress verursacht und uns Energie raubt, sondern dass er zur Übersäuerung beiträgt und uns krank macht.

In Phase 1 des Verhältnisses von Koffein und Nebennieren werden Stresshormone in übermässiger Zahl ausgeschüttet. Dies beeinträchtigt das Immunsystem und erhöht das Risiko, an einer Vielzahl gesundheitlicher Leiden zu erkranken – insbesondere an Störungen des kardiovaskulären Systems. Koffein senkt zudem die Produktion von DHEA, einem Hormon, dass für die optimale Funktion Ihres Immun-, Kardiovaskulär- und des Nervensystems sowie des Fortpflanzungsapparates entscheidend wichtig ist. [. ]

Neueste Forschungsergebnisse enthüllen, dass Cortisol und DHEA – die beide in der Nebennierenrinde produziert werden – eine umgekehrt proportionale Beziehung zueinander haben. Wenn der Cortisolspiegel ansteigt, fallen die DHEA-Werte. Es könnte daher sein, dass Stress und Koffein einen so hohen Bedarf an Cortisol verursachen, dass die erschöpften Nebennieren schlicht und ergreifend die DHEA-Produktion nicht mehr auf einem optimalen Level aufrecht erhalten können. [. ]

Koffein ist eindeutig abgängig machend, dabei aber vollkommen frei erhältlich und sein Vorkommen in unseren Nahrungsmitteln und Getränken ist nicht selten nahezu "unsichtbar"! Fast täglich spreche ich Patienten, deren Symptome durch den Koffeinkonsum noch verstärkt werden. Diese Droge trägt ihren Teil zu Herzrasen, Panikattacken, Hypoglykämie, Gastritis, Erschöpfungszuständen, Schlaflosigkeit und PMS bei, um nur einige gesundheitlichen Probleme anzusprechen. Einige Menschen sind so empfindlich gegenüber Koffein, dass sie nicht bemerken, dass selbst ein Fruchtgetränk mit verstecktem Koffein ihre Symptome auslösen kann. [. ]

Gewohnheitsmässiger Koffeingebrauch führt unweigerlich zur 2. Phase, die auch als Nebenniereninsuffizienz oder Nebennierenerschöpfung bezeichnet werden kann. Dieser Zustand zeigt nicht nur leichte Ähnlichkeiten auf mit dem posttraumatischen Stress-Syndrom, das bei Soldaten zu beobachten ist, die aus dem Krieg heimkehren. Tatsächlich sind die Nebennieren durch die dauerhafte Beanspruchung und Stimulierung praktisch ausgezehrt.

Caffeine Blues von Stephen Cherniske MS, page 10, 68, 206 und 208

. Koffein überreizt die Nerven und Drüsen. Es entleert das adrenale System, beschädigt die Schilddrüse, und kann Herzrhythmusstörungen auslösen. Bei der weiblichen und der männlichen Menopause spielt das Koffein ebenfalls eine Rolle: Bei Frauen sind häufiger Brustzysten und -knoten vorzufinden, während Männer an koffeininduzierten Prostata-Problemen leiden.

Food Swings von Barnet Meltzer MD, Seite 56

Es ist bekannt, dass Koffein den Cholesterin-Spiegel anhebt, die B-Vitaminvorräte aufbraucht, den Magen und die Blase angreift, die Nebennieren schädigt und wahrscheinlich auch zu Brust- und Prostataproblemen führen kann.

Off The Shelf Natural Health How To Use Herbs And Nutrients To Stay Well von Mark Mayell, Seite 112

Insbesondere Kaffee reizt den Magen und ist möglicherweise für die Zystenbildung in der weiblichen Brust mitverantwortlich.

Manifesto For A New Medicine von James S Gordon MD, Seite 155

Koffein entzieht dem Körper die B-Vitamine, die Sie für die Funktion des Gehirns und des Nervensystems brauchen, sowie für die Umwandlung von Nahrung in Energie, sagt Michael Murray, N.D., ein naturheilkundlicher Arzt in Seattle und Autor des Buches Chronic Fatigue Syndrome: Gettin Well Naturally. Um die Angelegenheit noch schlimmer zu machen, verhindert Koffein zudem die Eisen-Absorption, sagt Dr. Murray, was zu Anämie führen kann; einem Leiden, das bewirkt, dass Sie zu wenig der für den Sauerstofftransport zuständigen Roten Blutkörperchen haben, was gleichzeitig wiederum einen Hauptauslöser der Erschöpfung darstellt.

The Complete Book Of Alternative Nutrition von Selene Y Craig, Seite 389

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Verstopfung durch Kaffee

Auch wenn Kaffee kurz nach dem Verzehr zunächst die Verdauung anregt und bei vielen Menschen eher zu Durchfall führt, verursacht er langfristig gesehen Verstopfung.

Dr. Hibbs erzählt von einem männlichen Patienten, der an vielen Auswirkungen übermässigen Stresses leidet, darunter Ermattung und Verstopfung. Der Patient war extrem auf den Kaffee angewiesen, um den Tag körperlich durchstehen zu können und hatte in der Folge eine chronische Nebennierenstörung ausgebildet. Dr. Hibbs brachte ihn vom Koffein und Zucker runter – beide Stimulantia ruinierten zuvor seinen Organismus. Angemessener Sport und eine Ernährungsumstellung folgten, und die Behandlung wurde durch Nahrungsergänzungen unterstützt, die Heilkräuter und Nährstoffe enthielten. Seine Darmprobleme waren relativ schnell kuriert und kehrten auch nach der Absetzung der Präparate einige Monate später nicht zurück.

Alternative Medicine von Burton Goldberg, Seite 688

Impotenz durch Kaffee?

Doch die Folgen von Kaffeekonsum gehen noch weiter:

Erschöpfung, die Entbindung eines Kindes, Verletzung oder Schädigung der Nieren und Nebennieren, auch der Missbrauch von Steroiden und der exzessive Konsum von Stimulantia – darunter auch Koffein – bis zur Störung der Nebennierenfunktion stellen alle eine Bedrohung für die sexuelle Leistungsfähigkeit bei Männern und Frauen dar. Muskeln können geschwächt und der Blutkreislauf sowie die Nervensensitivität beeinträchtigt werden. All dies sind wichtige Faktoren für die sexuelle Leistungsfähigkeit. Einige Sexualforscher sehen die Vagina als einen Muskel an.

Asian Health Secrets von Letha Hadady DAc, Seite 423

Wenn man all diese Zitate liest und sich mit dem Thema Kaffee auseinandersetzt, sollte man schon gar keine Lust mehr haben, Kaffee zu trinken. Wenn Sie zu den Kaffee-Trinkern gehören, überlegen Sie es sich gut, ob Sie Ihren Körper auszehren wollen, um einen kurzfristigen Energieschub zu bekommen, oder ob Sie dem Teufelskreis der Koffeinsucht den Kampf ansagen und Ihren Körper mit nachhaltigen Massnahmen zu mehr Energie und Wohlbefinden verhelfen wollen. Es liegt in Ihren Händen.

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Ist Milch gesund oder ungesund?

Ist Milch gesund oder ungesund? Ist Milch bei Paleo erlaubt, oder sollten wir darauf verzichten? Über kaum ein anderes Thema wird so stark diskutiert.

Einige lassen Milchprodukte komplett weg, andere beschränken sich auf Fette (so wie Ghee, Butter und fetten Quark), wieder andere setzen auf (Roh)Milchprodukte von Weidetieren.

In diesem Grundlagenartikel werden wir die wichtigen Aspekte und Fragen zum Thema Milch klären: Was steckt alles in Milch drin: Welche Bestandteile sind gesund, welche ungesund?

Was hat es mit der Laktoseproblematik auf sich, wie verhält es sich mit Allergien? Und wie sieht es mit den verschiedenen Produkten und Verarbeitungsformen bei Milch aus? Das sind nur einige der vielen Punkte, die Du in diesem Artikel erfährst.

Für wen ist Milch gesund – und wer sollte lieber verzichten?

Ist Milch Paleo?

Als erstes steht bei diesem Thema natürlich die grundsätzliche Frage im Raum: Ist Milch eigentlich Paleo?

Man geht davon aus, dass der Mensch vor ca. 12.000 Jahren begonnen hat, Milch auch nach dem Säuglingsalter zu vertragen.

Das liegt daran, dass sich die genetische Mutation durchgesetzt hat, auch im fortschreitenden Alter noch das Enzym Laktase zu produzieren, das uns hilft, den Milchzucker (Laktose) zu verdauen.

12.000 Jahre – das klingt zwar viel, ist aber im Vergleich zur gesamten Dauer der Menschheitsgeschichte ein sehr kurzer Zeitraum. Und genau hier knüpft ja der Paleo Gedanke an. Im Sinne von Paleo werden Lebensmittel verzehrt, auf die unser Körper bestmöglich ausgelegt ist.

Insofern ist die Antwort auf die eingangs gestellte Frage: Nein, eigentlich ist Milch nicht Paleo — eigentlich, denn: die Paleo-Idee beinhaltet auch den Gedanken der evolutionären Anpassung an die Ernährung. Das ist z.B. auch einer der Gründe, warum Getreide aus Paleosicht problematisch ist. Bei Milch gilt dieses klare Nein allerdings nicht, hier scheint die Anpassung unterschiedlich zu sein.

Problem 1: Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz war in den letzten Jahren fast schon ein Hype-Thema, wenn man sich die Anzahl laktosefreier Produkte im Supermarktregal anschaut. Die tatsächliche Verbreitung von Laktoseintoleranz unterscheidet sich regional sehr stark und bewegt sich zwischen 5% in Nordeuropa und 90% in manchen asiatischen und afrikanischen Ländern.

Das Phänomen als solches gibt es schon lange – aber erst durch den hohen Milchverzehr vieler Menschen kommen die Auswirkungen zu tragen.

Bei der Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Unverträglichkeit des Milchzuckers Laktose. Der Körper kann das Enzym Lactase, das zum Verdauen von Laktose benötigt wird, nicht (oder nicht mehr) in ausreichenden Mengen selbst herstellen. Wird die mit der Nahrung aufgenommene Laktose als Folge fehlender oder verminderter Produktion des Verdauungsenzyms Laktase nicht verdaut, spricht man von Laktoseintoleranz.

Es entstehen ähnliche Symptome wie bei der Milchallergie auch: Verdauungsprobleme, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und so weiter. Die Beschwerden treten etwa 15 Minuten bis zwei Stunden nach dem Verzehr des Milchprodukts auf.

Der Unterschied zur Milchallergie ist, dass die Laktoseintoleranz nicht vom Immunsystem ausgeht: Sie wird deshalb als „nicht immun vermittelt“ bezeichnet.

Der Begriff Laktoseintoleranz wird nur dann verwendet, wenn eine Symptomatik besteht. Treten keine Symptome auf, handelt es sich um eine Laktosemalabsorption. Viele bemerken ihre Laktoseintoleranz nicht, weil Symptome wie Müdigkeit, Magenbeschwerden und Schlappheit oft nicht der Ernährung zugeschrieben werden.

Um festzustellen, ob eine Laktoseunverträglichkeit besteht, sollten jegliche Milchprodukte für etwa 30 Tage vermieden werden. Interessant: Bei Kindern ist das Problem weit weniger ausgeprägt, denn bis zum Alter von etwa 2 produziert der Körper Laktase, das Laktose-Spaltungs-Enzym.

Menschen, die starke Probleme mit der Laktoseverdauung haben, sollten naheliegenderweise auf Milch verzichten. Wie viel Laktose man tatsächlich produziert und ob die Menge ausreicht, um den Milchzucker komplett zu verdauen, ist allerdings individuell sehr unterschiedlich. Schon geringe Symptomatiken können auf prinzipielle Probleme hindeuten.

Problem 2: Kuhmilchallergie

Eines der potentiellen Probleme mit Milch und definitiv ein Zeichen dafür, dass man sie nicht verträgt, ist die Kuhmilchallergie.

Generell werden bei einer Allergie vom Körper eigentlich unproblematische Stoffe als schädlich betrachtet. Dadurch ausgelöst aktiviert er sein Immunsystem. Dieses reagiert oft heftig und mit unterschiedlichen Folgen auf den allergieauslösenden Stoff. Im Falle einer Kuhmilchallergie sind das zumeist die Proteine in Milch (z.B. Casein und Whey). Diese Proteine sind auch als kreuzallergen zu Gluten bekannt – das heisst: wer auf das eine allergisch ist, reagiert auch auf das andere.

Die Symptomatik einer Kuhmilchallergie ist oft sehr unspezifisch. So können sich Krankheitsanzeichen beispielsweise an der Haut (extreme Trockenheit, unspezifische Hautausschläge, Nesselsucht), im Magen-Darm-Trakt (Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung) oder an den Atemwegen (häufiges Husten, Asthma, Bronchitis, chronischer Schnupfen und/oder Atemnot) zeigen.

Die Symptome können dabei in sehr unterschiedlicher Intensität und teilweise in Verbindung miteinander auftreten, was eine Diagnose auch für den Arzt zusätzlich erschwert.

Eine echte Kuhmilchallergie betrifft in den meisten Fällen eher Babys und Kleinkinder unter fünf Jahren. Diese Tatsache macht es oft schwer, eine Milchallergie schnell zu diagnostizieren, weil die unspezifischen Beschwerden häufig gar nicht als Symptome erkannt werden.

Verdauungsprobleme oder Spucken in den ersten Lebensmonaten sind ja zunächst einmal nichts Ungewöhnliches. Außerdem können sich Babys und kleinere Kinder noch nicht so gut artikulieren oder die Symptome beschreiben.

Eine Kuhmilchallergie klingt in 80 % der Fälle bis zum fünften oder sechsten Lebensjahr wieder ab, wenn eine sogenannte Eliminationsdiät (zum Beispiel Paleo-Ernährung) nach Erkennen der Allergie eingehalten wird. Dabei werden milchhaltige Lebensmittel und deren Bestandteile aus dem Ernährungsplan gestrichen.

Tritt eine Kuhmilchallergie im Erwachsenenalter auf, so sind die Heilungschancen eher gering. Es kann unter Umständen davon ausgegangen werden, dass die Kuhmilchallergie eines der Anzeichen dafür ist, dass der Körper allgemein auf die verhältnismäßig neue „Zivilisationsnahrung“ evolutionsbiologisch noch nicht eingestellt ist.

Problem 3: Casein & Autoimmunerkrankungen

Casein ist das Hauptprotein in Milch und Milchprodukten. Weil es von unserem Körper als fremd wahrgenommen wird, ist es einer der Faktoren, die zu Milchallergie beitragen können.

Darüber hinaus steht es auch im Verdacht, enzündungsfördernd zu sein — und ist damit für alle, die eine Autoimmunerkrankung haben, hochproblematisch und sollte unbedingt gemieden werden.

Nach neueren Studien kann hierbei allerdings zwischen zwei verschiedenen Sorten unterschieden werden: dem A1- und dem A2-Beta-Casein.

In gewisser Menge sind beide in jeder Form von Milchprodukten enthalten. A1 kommt jedoch vor allem in Kuhmilch vor, während etwa Milch von Ziege oder Schaf hauptsächlich A2-Casein enthält.

Während die gesundheitlichen Probleme, insbesondere Entzündungen, wesentlich mit A1-Casein in Verbindung gebracht werden, scheint A2-Milch nach neueren Erkenntnissen besser für Menschen geeignet zu sein, die Probleme mit Milch haben.

Das bedeutet, dass Ziegen- oder Schafsmilch für Allergiker oder Autoimmunkranke als Ersatz für Kuhmilch in Frage kommen könnte.

Problem 4: Milch und Insulinspiegel

Trinken wir Milch, wird durch enthaltene Wachstumshormone, Milchzucker und Proteine der Insulinspiegel im Blut schubweise erhöht — und zwar überproportional zum enthaltenen Zucker- und Proteinanteil.

Begünstigt wird dieser Schub zusätzlich durch die in der Milch enthaltenen Wachstumshormone, über die du im nächsten Abschnitt mehr erfährst.

Dies führt zum Einen zu kurzfristig starken Schwankungen im Insulinspiegel. Langfristig kann ein erhöhter Insulinspiegel zudem die Entwicklung einer Insulinresistenz (der Vorstufe zu Diabetes Typ 2) begünstigen. >>Mehr zum Thema Zucker und Insulinspiegel.

Milch & Wachstumshormone: gut oder schlecht?

Milch enthält Wachstumshormone (eines davon ist das sogenannte IGF-1). Sie sind eigentlich für die Kälber, werden aber auch in unserem Körper hormonell wirksam. Sie fördern beispielsweise die Insulinausschüttung. Insulin ist ein aufbauendes Hormon, das den Körper veranlasst, Speicher anzulegen – ob in Fett- oder Energieform entscheidet der körpereigene Energieumsatz.

Während sich z.B. Kraftsportler, die Masse aufbauen wollen, über diese Tatsache freuen mögen, ist es für diejenigen, die Abnehmen möchten, nicht von Vorteil.

Darüber hinaus stehen die Wachstumshormone im Verdacht, beispielsweise das Risiko für Brust- und Prostatakrebs zu erhöhen und Akne zu fördern.

Hier muss allerdings angemerkt werden, dass Milch zugleich Stoffe enthält, die krebsvorbeugend wirken – inwieweit sich diese Effekte gegenseitig möglicherweise aufheben, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.

Der Calcium-Mythos

Im Zusammenhang mit Milch taucht immer wieder das Thema Calcium auf: Milch ist reich an Calcium und sei deshalb wichtig in unserer Ernährung, damit wir den täglichen Bedarf decken können.

Und tatsächlich: Milch enthält vergleichsweise viel Calcium. Doch der Schluß, dass sie deswegen unentbehrlich sei, ist falsch.

Denn das Calcium in Milch ist für uns schwerer zu verwerten als Calcium aus anderen Quellen. Zum Vergleich: Während wir 65% des Calcium aus grünem Gemüse wie Kohl oder Brokkoli nutzen können, liegt dieser Wert bei Milch lediglich bei 32% — also der Hälfte.

Hinzu kommt, dass wir für die Verwertung von Calcium auch auf Vitamin D und Vitamin K angewiesen sind. Der Vitamin D-Gehalt von Milch ist abhängig von der Jahreszeit – also davon, wie viel Sonne die Kuh abbekommt. Vitamin K hingegen ist nur in Weidemilch zu finden, und wiederum in grünem Gemüse, was zur besseren Verwertbarkeit des Gemüse-Calciums beiträgt.

Ziehen wir zusätzlich noch in Betrachtung, welche potentiellen Probleme der Milchkonsum mit sich bringen kann und welche anderen gesunden Stoffe auf der anderen Seite in Gemüse enthalten sind, wird klar: Der Calcium-Mythos ist definitiv kein Grund, Milch zu trinken.

Welche Milch ist am”gesündesten”?

Wir haben oben einige potentielle Probleme angeführt, die im Zusammenhang mit Milch stehen bzw. stehen können. Risikogruppen, die an Autoimmunerkrankungen, Allergien oder Insulinsensitivität leiden raten wir deshalb vom Milchkonsum dringend ab.

Für diejenigen, die zu keiner der „Problemgruppen“ gehören und die Milchprodukte vertragen, kann der Verzehr trotzdem unter bestimmten Umständen Sinn ergeben: Beispielsweise für diejenigen, die Gewicht zulegen bzw. Muskelmasse aufbauen wollen oder ihren Proteinbedarf nicht nur aus Fleischprodukten stillen wollen.

In diesem Fall wollen wir Dir einige Hinweise und Tipps an die Hand geben, damit Du auf die richtigen Produkte setzt:

  • Achte auf jeden Fall darauf, dass die Milchprodukte von grasgefütterten Weidetieren stammen. Sie sind nicht nur vitaminreicher als Milch von Kühen, die mit Gen-Soja gefüttert wurden, sondern haben ein besseres Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren. Sie enthalten zudem konjugierte Linolsäure, die für die Gesundheit förderlich sein können und bspw. der Krebsentstehung entgegenwirken kann.
  • wie bereits oben erwähnt, kannst Du Milchprodukte von Ziegen und Schafen als Alternative in Betracht ziehen, weil sie hauptsächlich A2-Beta-Casein und weniger vom problematischeren A1-Casein enthalten. Zudem ist deren Laktose-Gehalt geringer.
  • fermentierte Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Kefir haben mehrere Vorteile: Sie enthalten u.a. gute Bakterien, die unsere Darmflora unterstützen. Außerdem wird durch den Fermentierungsprozess ein Großteil der Laktose abgebaut, was sich positiv auf unsere Insulinantwort auswirkt.
  • auch das Tierwohl sollte für uns Paleolaner immer ein wichtiger Aspekt sein: Und dass Tiere, die – vielleicht sogar beim Bauer nebenan – weiden dürfen und mit Gras/Silage gefüttert werden, artgerechter gehalten werden als diejenigen, die von der Hightech-Milchindustrie mit Sojaschrot und Antibiotika gemästet werden, liegt auf der Hand

Fazit: Ist Milch gesund oder ungesund?

Milch – ein komplexes Thema mit vielen Facetten, bei dem selbst die Wissenschaft unterschiedliche Argumente liefert. Wir tun uns schwer damit, jetzt pauschal zu sagen, ob Milch gesund oder ungesund ist.

Paleo-Dogmatiker werden zurecht darauf hinweisen, dass wir Milch erst seit 12 000 Jahren konsumieren und die Probleme wie Laktoseintoleranz oder Allergien darauf hinweisen, dass wir mit unserem Steinzeitorganismus einfach nicht für Milch gemacht sind.

Als Pragmatiker sehen wir aber auch, dass es viele gibt, für die Milchprodukte unproblematisch sind und man die Vorteile wie Masseaufbau, Darmflora, Proteine und Omega-3-Fettsäuren nutzen kann.

Deshalb empfehlen wir allen, die mit Paleo anfangen, am Anfang auf jeden Fall einen Monat komplett auf Milchprodukte zu verzichten. Wer nicht zu einer Risikogruppe gehört, der kann dann aber versuchsweise Milchprodukte wieder einführen und ausprobieren, wie er darauf reagiert — in jedem Fall aber mit qualitativ hochwertigen Produkten.

Wir sind gespannt auf eure Meinungen zu diesem kontroversen Thema!

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Geschrieben von Michaela

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67 Kommentare

wie sieht´s denn eigentlich mit Sahne aus? Die zählt doch eigentlich zu den Fetten, oder?

Zum anderen gibt es ja auch noch Ziegen- und Schafsmilch, oder sind die nicht Paleo?

Lieben Dank für Eure Antwort.

auch Sahne ist ein Milchprodukt. Einige vertragen sie gut – andere nicht. Lass doch auch Sahne (und alle anderen Milcherzeugnisse) mal für 30 Tage weg und schau wie es dir nach der Wiedereinführung damit geht. Ziegen- und Schafsmilch werden tatsächlich von vielen besser vertragen als Kuhmilch. Aber auch hier würden wir dir raten: erst mal weglassen und dann kontrolliert und einzeln wieder ausprobieren.

ich finde den Beitrag über Milch sehr interessant und stelle fest, dass es immer noch Menschen gibt, die das Märchen von der gesunden Milch glauben.

In diesem Zusammenhang würde ich gerne wissen, ob Büffelmozzarella aus “A1 oder A” -Milch hergestellt wird.

der Beigriff Weidemilch ist übrigens nicht geschützt. Von daher sollte man sich nicht blind auf Begriffe wie Weidehaltung, Weidetiere usw. verlassen. Auf der sicheren Seite ist man i.d.R. mit (Bio-)Heumilch oder Bio-Milch (EG-Öko).

Denk für den Hinweis lieber Marcel! :)

Ich bin der Meinung, dass Laktoseintoleranz, genau wie zum Beispiel Übergewicht im Allgemeinen ein Problem oder Phänomen der Neuzeit ist. Durch die übertriebene gesunde Lebensweise und auch übertriebene Hygiene sind manche Menschen einfach anfälliger für Krankheiten und Allergien.

Meine Eltern hatten eine Landwirtschaft, Milch wurde und wird noch immer täglich komsumiert. Auch spielten und arbeiteten wir täglich im Dreck und waren nie krank. Das Wort bzw. die Krankheit Laktoseintoleranz, kannte ich bis vor ca. 5 Jahren noch gar nicht, ich wusste nicht das man gegen Milch allergisch sein kann. Uns wurde gesagt, das tägliche Glas Milch macht dich groß und stark und das tat es auch.

Meine Gedanke bezüglich der Milch ist auch folgender: Wir werden ja mit Muttermilch groß gezogen, also warum sollte dann Milch ungesund sein?

Leider verbraucht unser Körper u. a. Calcium, um die Milch überhaupt verarbeiten zu können. Spinat wurde auch jahrelang als gesund angepriesen, bis man feststellte, dass ein Rechenfehler die Ursache war. Und wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die außer Muttermilch jahrelang Milch trinken (sollen). Das sollte einem zu Denken geben.

wie steht ihr denn zu Stutenmilch? Sie wird ja empfohlen bei Stoffwechselproblemen, unregelmäßigem Stuhlgang, Hautproblemen, zu hohem Cholesterinspiegel, bei Gelenksteifigkeit, Beschwerden bei Krebserkrankung und bei Menopausebeschwerden.

Und rein theoretisch ist sie der menschlichen Muttermilch ja ähnlich – bezogen auf die hohen Albumin- und Globulinwerte sowie des hohen Mineralstoffgehalts und des Gehalts an hochwertigen ungesättigten Fettsäuren.

Ist das eine bessere Alternative als Kuhmilch?

Es gibt einen guten Artikel bei Julia Tulipan zu den durchaus vorhandenen Vorteilen von Rohmilch.

Ich selber habe den Milchkonsum drastisch eingeschränkt, mag aber nicht auf gelegentlichen Käse und Sahnegenuss verzichten.

Andererseits sollte man sich, wenn die Milch sooo giftig ist, schon auch mal fragen, warum sie z.B. bei diversen Vergiftungen eingesetzt wird und warum Lackierer bis heute Extra-Portionen von Milch erhalten, um Schadstoffe zu binden und aus dem Körper zu befördern.

Hallo Angelika, danke für deine Hinweise und den Input! LG, Anja

Sie wird sicher nicht bei Vergiftungen oder Lackierern eingesetzt weil sie so gesund(heitsfördernd) ist, sondern weil sie schlichtweg eine Emulsion aus viel Wasser und etwas Fett ist. Dadurch können fettlösliche Schadstoffe von der Milch aufgenommen werden. Das hat aber 1. gar nichts mit irgendwelchen gesunden Inhaltsstoffen zu tun und wurde 2. auch schon häufiger als falsche Maßnahme bemängelt.

Hormone, Impfungen und genmanipuliertes Essen usw, wird alles von der Milch absorbiert. Alle Milch Produkte enthalten Parasiten bzw. Parasiteneier. Ist also der beste weg auf dauer nen Körper und Darm zu verschleimen/verstopfen. Also wer regelmäßig Milchprodukte zu sich nimmt brauch sich nicht zu wundern wenn er irgentwann ne Parasitenkolonie im Darm hat.

Wer sich sein eigenes Grab schaufeln möchte, der muss halt weiter Milchprodukte verzehren wie es die meisten in unserer Gesellschaft tun.

Ps: Die Parasiten werden sich freuen, deswegen auch die “Unverträglichkeit”.

Wer mehr darüber wissen möchte der sollte sich dieses youtube video anschauen.

Entschuldige bitte, aber wer hat dir denn diese Horrorgeschichten erzählt? Verstopft den Darm? Parasiten bzw. Parasiteneier? Man soll bitte nicht alles glauben was die Pseudowissenschaftler im Internet verbreiten…

Ich bin knapp 40, trainiere seit 20 Jahren und trinke seit 20 Jahren täglich mindestens 1 Liter Milch, dazu noch Hüttenkäse, Topfen, Griechischer Joghurt. Ich bin kerngesund, mache 5 mal die Woche Crossfit und KDK.

Milch ist gesund und macht dich stark!

Hallo, im Artikel wird nicht darauf eingegangen, dass es einen massiven Unterschied gibt zwischen pasteurisierter und Rohmilch.. ich empfehle bei westonaprice.org nachzulesen (Suchfunktion benutzen – raw milk), es gibt dort einige gut belegte Artikel über die Wirkung von Roh- vs. pasteurisierter Milch.

Mein Körper kommt prima mit frischer Rohmilch zurecht,reagiert aber ziemlich stark auf Supermarktmilch.

Hormone, Impfungen und genmanipuliertes Essen usw, wird alles von der Milch absorbiert. Alle Milch Produkte enthalten Parasiten bzw. Parasiteneier. Ist also der beste weg auf dauer nen Körper und Darm zu verschleimen/verstopfen. Also wer regelmäßig Milchprodukte zu sich nimmt brauch sich nicht zu wundern wenn er irgentwann ne Parasitenkolonie im Darm hat.

Wer sich sein eigenes Grab schaufeln möchte, der muss halt weiter Milchprodukte verzehren wie es die meisten in unserer Gesellschaft tun.

Ps: Die Parasiten werden sich freuen, deswegen auch die “Unverträglichkeit”.

Mich interessiert wie viel von den Hormonen in der Milch über das Verdauungssystem in den menschlichen Körper gelangen. Ich bin Ex-Milcherzeuger und erinnere mich, dass viele meiner Kühe mal Vaginalausfluss hatten. Der Tierarzt führte das auf die Luzerne zurück, da Leguminosen Phytohormone enthalten. Der Biobetrieb nebenan füttert viel Luzerne. Kann es sein, dass die Milch dann mit weiblichen Hormonen angereichert ist? Und wirken diese dann gegen meine Männlichkeit?

Gute Frage – vorstellbar ist die Situation. Zudem ist es sicherlich auch von der Verdauung abhängig, in wie fern “Unerwünschtes” in unseren Körperkreislauf eintreten und den Stoffwechsel beeinflussen kann.

Liebe Grüße, Anja

Ich lese immer wieder, dass der Mensch erst seit 12000 Jahren Milch trinkt. Worauf stützt sich diese Behauptung? Warm Milch nicht Paleo sein sollte, erschließt sich mir sowieso nicht. Der Steinzeitmesch war sicherlich ein Vollverwerter der Tiere, die er erlegt hat und alleine aufgrund seiner durch das Nomadendasein begründeten Lebensweise hat er sicherlich alles gegessen und getrunken, was Energie brachte. Ich denke nicht, dass sie nach Erlegen eines Tieren mit Milch gedacht haben “also ich esse ja fast alles, aber das weiße flüssige Zeug, dass kipp ich mal lieber weg”. Ich denke, die haben alles gegessen und getrunken von dem sie wußten, das sie davon nicht tot umfallen.

Danke für deine Hinweise, Christian! Wie im Artikel erwähnt, raten wir dazu auf die Qualität bei Milchprodukten zu achten. LG, Anja

macht es einen Unterschied (Lactose, also Zucker-anteil-mässig), ob die Milch direkt von der Kuh kommt?

Ernähre mich Paleo/ketogen und habe hier, wo ich hergezogen bin, die Möglichkeit Milch direkt frisch vom Bauern zu zapfen/kaufen.

Ich vertrage Milchprodukte gut – mir geht’s um den Kohlenhydrat/Zucker-Anteil…oder genau gleich wie bei gekaufter (pasteurisierter) Milch?

Danke im Vorraus. LG

Gute Frage – ich denke, dass man davon ausgehen kann, dass sich der Laktosegehalt wenig unterscheidet. Gegebenenfalls ist der Laktosegehalt in frischer Milch etwas geringer, da der Fettanteil oft auch höher ist (und damit der wässrige Teil etwas niedriger – in dem die Laktose ja gelöst ist).

Hallo Ihr Lieben,

ein sehr guter Beitrag um das Hickhack über die Milch zu entdröseln. Ich bin auch der Ansicht, dass Milch einer fremden Spezies nicht zwangsläufig für unsere Spezies gesund sein muss. Wer braucht schon Kuh-Hormone und unsere Vorfahren tranken ganz sicher keine Milch. Wenn die versucht hätten, einer jungen Wisentmutter die Milch zu klauen, die für´s Wisent-Kälbchen gedacht war, dann hätten die vor einem größeren Problem gestanden ;))

Der Link, der zu den “umfassendsten Studien über Milch der letzten Jahre” führt, funktioniert leider nicht. Könnt Ihr das korrigieren? Die Quellen interessieren mich, und vermutlich viele andere Leser doch sehr. VG

Hallo Herbert, danke für dein Feedback! Im Artikel findest du nun einige Quellen zu den jeweiligen Aussagen verlinkt. LG, Anja

Servus an alle und ein dickes Lob an die Seite und die vielen Tipps! Ich möchte auf Paleo versuchsweise umsteigen, da low-carb, vegan, atkins usw. alle nicht bei mir funktioniert haben. Ich möchte abnehmen und trainiere 2-3 Mal die Woche für ca 30-45 Minuten, aber es passiert nichts. Mich würde interessieren, ob es eine Möglichkeit gibt, Kräuterquark für Paleo herzustellen. Ich liebe Kartoffeln mit Quark und es ist mein absolutes Lieblingsessen, welches bestimmt 5-6 Mal im Monat auf dem Speiseplan steht. Ich würde es extrem vermissen. Hat jemand eine Idee? Danke im Voraus :)

danke für das Lob!

Probiere Quark gerne einmal für einen Monat wegzulassen :) Danach kannst du ihn ja wieder einführen, wenn du ihn wirklich zu sehr vermisst.

LG und viel Spaß mit Paleo,

Ich bin ganz neu hier und habe eine Frage an euch.

Ich liebe Milch und Joghurt/Quark. Ich lese immer, dass man auf fermentierte Produkte und auf Weidehaltung achten soll. Habt ihr für mich ein paar Produktempfehlungen, gerade für fermentierten/probiotiotischen Joghurt? Wäre nett, wenn ihr mir helfen würdet :)

Hallo, ich habe nun ein Rezept gefunden , mit Zuchini Schiffchen , Tomaten und Schafskäse

Warum denn nun Schafskäse 😜

Ich habe mir einen Milchkefirpilz besorgt und setze meinen Kefir selber an (der gekaufte wird nicht aus dem Pilz gewonnen sondern aus Fermenten und ist längst nicht so lecker). Kefir ist sehr bekömmlich, da er so gut wie keine Laktose enthält und ersetzt bei mir Joghurt & Quark. Käse esse ich dennoch weiterhin. Ich hab da zum Glück keine Probleme.

stimmt – selbstgemachter Kefir ist oft vorteilhafter als gekaufter und wie ich finde: auch leckerer.

Das ist das Einzige, worauf ich weiterhin bestehen werden: Meinen Milch-Kaffee mit einem kleinen Schuss Bio-Ziegenmilch drin! Auf den verzichten? NO WAY! Da lasse ich nicht mit mir “verhandeln” :)) Auch ab und an Rohmilchkäse und Bioquark bleiben weiterhin auf meinem Speiseplan. Allerdings halte ich mich mit denen stärker zurück…

Da gebe ich dir recht. Ich nehme auch deutlich weniger Milchprodukte zu mir, wie früher. Aber Quark und noch seltener mal griechischer Joghurt müssen einfach sein, zumal ich meinen Eiweissbedarf nicht nur aus Fleisch, Fisch und Eiern decken will. Auch Kokosmilchjoghurt oder Kefir sind nicht wirklich Alternativen zumal der Eiweissgehalt dabei zugunsten von Fett auf der Strecke bleibt.

Ich habe aber auch bei einem 30 Tage-Verzicht von Milchprodukten keine positiven Veränderungen und bei der Wiederaufnahme keine negativen Veränderungen bemerkt. Ist also wohl für mich auch ganz o.k.

Hallo Evie und Angelika,

ich denke, ihr seid gut an die Sache herangegangen: Milchprodukte für 30 Tage meiden und dann langsam wieder einführen um zu testen ob man sie verträgt.

ich frühstücke halt sehr gerne Bioquark. Mich macht der richtig lange satt und ich esse gerne Quark und Joghurt zum Nachtisch, als Ersatz für Süßes. Bin leider eine unverbesserliche Naschkatze. Ohne Milchprodukte (mit einem TL Honig) und jetzt die Paleo-Brote hätte ich es NIE und NIMMER geschafft, endlich von den Süßigkeiten loszukommen und meine Naschsucht zu besiegen. Seit ich erst auf Atkins dann auf Paleo umgestiegen bin, nasche ich nicht mehr aus Stress oder Frust.

Ich weiß, ich habe mich vor längerer Zeit mal sehr niedergeschlagen hier gemeldet.

Aber: Ich bin dabei geblieben, habe mich quasi nur an die gröbsten Grundlagen von Paleo gehalten (weil ich einfach eine miserable Köchin bin) und wisst ihr was?

ich habe bisher schon 11kg abgenommen. Ausserdem werden meine Zähne besser (auch wenn sie vorher nicht schlecht waren) meine Haut wird besser (einmal im Monat schlägt sie trotzdem noch aus) und auch sonst fühle ich mich unglaublich gut!

Heute habe ich Mandelmilch entdeckt, es steht Bio drauf, ohne Zucker. Habe zugegriffen und gerade zum “Abendbrot” ein las davon getrunken. Ich wusste nicht, dass Mandelmilch so lecker ist! Es kommt meinem großen Bedürfnis, etwas milchiges zu essen / trinken sehr entgegen.

Trotzdem muss ich eingestehen, dass mir Käse noch fehlt. Aber nun, man kann nicht alles haben.

Ich danke euch nochmal von Herzen, ich bleibe dabei, Paleo ist meins! Ich will auch endlich vollwertige Gerichte kochen, bis Weihnachten will ich das draufhaben. ;)

Danke, danke, danke!

schön, dass dein Durchhalten mit so tollen Erfolgen belohnt wurde! :) Viel Erfolg weiterhin!

Laut Artikel übrigens:

“Es gibt also gute Gründe, Milchprodukte nicht völlig zu verbannen, sondern in Maßen mit einzubinden.”

Wenn du Käse so sehr magst und ihn auch verträgst, kannst du doch hin und wieder welchen essen :)

Hallo Christiane,dein Beitrag ist zwar schon älter aber eine Frage in der Hoffnung auf Beantwortung: Wo gab es die Mandelmilch? LG

Hallo, ich habe eine Frage zum Thema Milchprodukte. Ich vertrage keine Kuhmilch und habe mir Soja als Alternative gesucht. Nur beim Käse ist es schwierig. Da nehme ich Ziegen-oder Schafskäse. Ist das auch nicht erlaubt oder geht es rein um Kuhmilch?

bei Ziegen- und Schafsmilch gibt es die im Artikel genannten Probleme auch fast alle, aber solange du sicher bist, nicht laktoseintolerant zu sein, kannst du hochqualitative Käseprodukte (mindestens Bio-Produkte, am besten weidegefüttert) ohne Probleme in deinen Ernährungsplan einbauen!

Hallo zusammen ich lese zur Zeit sehr viel auf dieser seeeehhr spannender Homepage. Meine Frage wo kaufe ich ungesüßte Mandelmilch bei uns in Zürich noch nicht gefunden evtl. in einem Bioladen? Danke….

leider kenne ich mich in Zürich nicht aus, aber du könnetst deine Mandelmilch auch selber herstellen :)

Ansonsten kannst du sie auch online bestellen (z.B. amazon).

Hi Topolina, in der Migros gibt es neu von Alnatura einen ungesüssten Mandel-Drink.:))

Hallo Mauli, danke für den Tipp die werde ich doch gleich mal kaufen :-)

Bei Migros gibt es die Mandelmilch neu ungesüsst.

Bei Migros bekommst du Mandelmilch ohne Zucker neu… :-)

Ich habe erst vor ein paar Tagen mit meinen ersten 30 Tagen paleo angefangen und tue mir momentan wirklich noch sehr schwer rauszufinden was nun paleo ist und was nicht. Leider gibt es online und auch in verschiedenen Büchern immer wieder Widersprüche… Wie sieht es zum Beispiel mit Butterschmalz aus? Ghee habe ich ausprobiert, die schmeckt mir aber einfach leider nicht… Und Speck bzw Speckwürfel? Ich finde nur welchen mit Zucker blöderweise

das Wissen, was genau Paleo konform ist, wirst du sicher mit der Zeit erlernen. Ein paar Lebensmittel sind in der Grauzone. Speckwürfel würde ich dir nicht empfehlen, solang die nicht von Tieren aus artgerechter Haltung stammen. Butterschmalz kannst du gerne ausprobieren, ich sehe darin tendenziell keine schädlichen Auswirkungen. Allerdings, wenn du auf alle Milchprodukte komplett verzichten willst, dann schau dir doch mal folgende Öle und Fette zum Kochen an: http://www.paleo360.de/gesunde-ernaehrung/gesunde-speiseoele-fette/

wenn Du in facebook bist, komm doch in die Gruppe “Paleo-Ernährung”. Da wird Dir geholfen. Nein. ganz im Ernst. Ist eine Super-Community.

Grüße der Münchner

Zum Glück habe ich bislang keinerlei Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Vertrage auch sehr gut Mich.

Paleo steigert sich nach und nach in meiner Ernährungsform die derzeit ungefähr 70:30 Logi/LowCarb und Paleo ist.

Folglich nutze ich auch zunehmend Milchalternativen wie Nuss- und Mandelmilch und Kokosmilch die ich sehr gern mag. Momentan reift grad mein erster selbstgemachter Joghurt aus Mandel- und Kokosmilch. Weiß also noch nicht, ob er gut geworden ist und wie er schmeckt.

Milch ist somit definitiv noch ein fester Bestandteil bei mir in Form von Joghurt, besonders aber Quark, Sahne und Käse auf den ich auch nur sehr schwer verzichten kann. Allerdings achte ich auf gute Hofherkunft und Bio möglichst Demeter.

Zumindest noch, ist für mich die Vorstellung ohne Quark, Käse und Schafskäse zu leben kaum vorstellbar, während ich Getreide und Zucker sehr erfolgreich bannen konnte, ohne das mir deshalb was fehlen würde.

Darf ich nach der Bildquelle fragen? Was bzw welcher Stall wird dort gezeigt?

ich ernähre mich Paleo, allerdings esse ich täglich Magerquark und Jughurt, was mir vom Arzt verschrieben wurde, da ich Cortison in Form von Tabletten einnehmen muss. Gibt es für Quark und Jughurt eine Alternative wenn man als Langzeitmedikation Cortison einnehmen muss und Osteoporose vorbeugen muss/will?

Danke und liebe Grüße

hab hier noch nichts zur sehr interessanten China-Studie gefunden (keinerlei tierische Produkte):

“So empfiehlt die amerikanische Ärztekommission PCRM (The Physicians’ Committee for Responsible Medicine) die rein pflanzliche vegane Ernährung als die gesündeste Ernährungsweise und begründet dies auch logisch nachvollziehbar: “Vegane Ernährung, die keine tierlichen Produkte enthält, ist sogar gesünder als vegetarische Ernährung. Vegane Ernährung enthält kein Cholesterin und sogar weniger Fett, gesättigte Fettsäuren und Kalorien als vegetarische Ernährung, weil sie keine Milchprodukte und Eier enthält. Die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass die gesundheitlichen Vorteile zunehmen, wenn die Menge der Nahrung aus tierlichen Quellen in der Ernährung verringert wird, was die vegane Ernährung zur gesündesten insgesamt macht.” Professor Dr. T. Colin Campbell von der Cornell Universität fasst diesen Sachverhalt so zusammen: “Die überwiegende Mehrheit aller Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Formen von degenerativen Erkrankungen können mit der Durchführung einer pflanzlichen Ernährung einfach verhindert werden.” Auch die Aussage des renommierten deutschen Ernährungswissenschaftlers, Prof. Dr. Claus Leitzmann, ist eindeutig: “Studien mit vegan lebenden Menschen, die weltweit, aber auch von uns durchgeführt wurden, zeigen, dass Veganerlnnen im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht, Blutdruck, Blutfett- und Cholesterinwerte, Nierenfunktion sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen häufiger im Normalbereich.”

Was sagen denn die Paleo-Experten zur China-Studie?

ich fand die China Studie früher (als ich mich noch vegetarisch/vegan ernährte) als sehr überzeugend. Wenn man sich allerdings gründlich einliest, kommt man drauf, dass die erläuterten Daten gar nicht eindeutig Campbells These bzgl. tierischer Produkte untermauern. Die Ex-Veganerin Denise Minger hat das hier zimelich gut & ausführlich zusammengefasst: http://rawfoodsos.com/2010/08/03/the-china-study-a-formal-analysis-and-response/

Was Paleoanhänger zu deinem Beitrag sagen bezüglich der angeblich besten Ernährnung VEGAN ! Ganz einfach : Ich kann mich auch schwanger nach Paleo ernähren und ebenso meine Kinder versorgen. Aber Vegan ist in der Schwangerschaft und bei Kindern definitiv nicht angebracht und es wird sogar davor gewarnt. Komisch oder (ich hoffe man hört den Sarkasmus raus). Also liebe Veganer es ist schon merkwürdig, dass Ihr Zusatzmittelchen benötigt um nicht an Mangelerscheinungen zu leiden und die Paleoaner nicht. Wie erklärt Ihr also das :-) LG

Noch etwas, da ich hier einige Kommentare lese: Wikipedia ist nicht immer eine verlässliche Quelle.

Tja, ich gehöre wohl zu den wenigen hier, die dennoch MIlchprodukte zu sich nehmen in Form von Kefir (selbstgemacht), Butter, Joghurt, Quark. Sonst würde ich nicht auf meinen Fettgehalt etc. kommen. Kokosöl ist teuer und ich esse es lieber mal pur, oder wenn ich Paleo-Eierkuchen mache. Bei pikanten Gerichten schmecke ich das Kokosöl durch. Nicht so mein Fall.

Die konventionelle Milch ist definitv nicht zu empfehlen, aber ich halte sie für besser, als Getreide & Co.

Ja, ich denke auch, wenn schon Milchprodukte dann als Rohmilch, Rohmilchkäse, Rohmilchbutter, Rohmilchquark, Schweden- oder Buttermilch (aber nicht aus dem Supermarkt, sollte schon Demeter sein) oder halt wirklich guter Naturjoghurt (möglichst selbstgemacht).

ich habe mal ein Frage zu Hüttenkäse, sprich Körnigen Frischkäse. Ich liebe körnigen Fischkäse. Wie auch immer, er ist sicher nich Paleo. Aber er soll nicht die negativen Eigenschaften wie Milch haben, . Z.B. Durch Milch (-produkte) wird Insulinspiegel gesteigert und die Fettverbrennung gestoppt, aber anscheinend durch krönigen Frischkäse nicht.

Kann jemand dazu was sagen?

Noch ein Nachtrag aus wikepedia:

“Pasteurisierter (Mager-)Milch werden Milchsäurebakterien, Calciumchlorid und unter 0,2 % Lab zugegeben und anschließend für 12 h (bei 22 °C) bis 4 h (bei 30 °C) dickgelegt. Ersteres Verfahren wird als Kaltsäuerung, zweites als Warmsäuerung bezeichnet. Die Milchsäurebakterien (z. B. Lactobacillus lactis ssp. lactis oder ssp. cremoris) bewirken durch eine Absenkung des pH auf ca. 4,7 in Verbindung mit dem Lab, dass sich eine Gallerte bildet. Diese Gallerte wird anschließend mit einer Käseharfe in kleine Würfel geschnitten und bei 50–55 °C für etwa 1 h gebrannt. Unter Brennen versteht man in der Fachsprache, dass sich aufgrund steigender hydrophober Wechselwirkungen das Caseinnetzwerk in Gallertwürfeln zusammenzieht und die in der Gallerte eingeschlossene Flüssigkeit – das Serum – aus der Gallerte freigesetzt wird. Der Gallertwürfel verfestigt sich dadurch und die Trockenmasse wird erhöht. Die Erwärmung auf Brenntemperatur muss langsam erfolgen, damit sich die Gallertwürfel nicht lediglich äußerlich verfestigen (d. h. innerhalb der äußeren Schicht der Gallertwürfel vernetzen sich die Caseinkomplexe zu rasch und bilden eine Haut um die Gallertwürfel – in der Fachsprache coating genannt) und damit einen weiteren Wasseraustritt verhindern. Nach dem Brennen und ausreichendem Serumaustritt werden die entstandenen Gallertkörner noch mehrmals gewaschen und so Säuren, Salze und Milchzucker aus dem Korn entfernt. In einem abschließenden Schritt werden die Körner mit einer Soße vermischt. Die Sauce besteht aus fermentierter Sahne und Salz und dient der Aromatisierung der Körner.”

Das macht einiges klar. Körniger Frischkäse hat viel Casein und kein Milchzucker. Letzteres bestätigt meine Vermutung, dass Hüttenkäse den Insulinspiegel nicht in die Höhe treibt.

Wenn man Casein verträgt, ist Hüttenkäse/Körniger Frischkäse eigentlich ein sau gutes Lebensmittel, auch wenn es nicht Paleo ist.

Noch ein Nachtrag zu Casein ;) :

“Durch die Erhitzung, Säurezugabe oder verstärkt durch Zugabe des Enzyms Pepsin findet ein Teilabbau des Caseins statt, was Käse und Quark leichter verdaulich macht als Rohmilch.

Casein kann bei Menschen als Allergen wirken und sehr heftige, sogar lebensbedrohliche Reaktionen auslösen. Eine Allergie auf Casein ist recht selten zu beobachten. Diese ist nicht mit einer Laktoseintoleranz zu verwechseln, bei der es sich um eine enzymbedingte Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker handelt.

Die Verdauung von Casein geht sehr langsam vonstatten. Sie kann bis zu acht Stunden betragen. Diesen Vorteil machen sich Sportler (insbesondere Bodybuilder) zu eigen, um (beispielsweise über Nacht) eine Aminosäureversorgung über mehrere Stunden zu erreichen.

Weiterhin scheint es, dass manche Menschen Casein (ebenso wie auch Gluten, d. h. Getreide-Klebereiweiß) nicht vollständig verdauen können, und dass die in diesem Fall zurückbleibenden unverdauten Peptide, auch Exorphine genannt, auf das Gehirn und Nervensystem dieser Menschen eine Opioid-artige Wirkung entfalten.”

Sprich für Sportler sehr gut, wenn man es verträgt.

Hallo, ihr erwähnt mit keinem Wort die laktosefreien Produkte. Wie sieht es damit aus? Als laktoseintolerante Person kann man aber zum Beispiel ohne Probleme Produkte aus Ziege oder Schaf zu sich nehmen. Wäre das dann erlaubt? Ich habe gerade meine ersten 31 Tage Paleo hinter mir und fühle mich auch super. Ich versuche jetzt ein wenig auszulotsen wie ich das auf Dauer weier machen kann. Was mir am meisen fehlt ist Kaffee mit Milch (sorry Mandelmilch im Kaffe ist grauenhaft!) oder einfach mal ein Feta im Salat zur Abwechslung.

Könnt ihr mir auch nochmal erklären warum Kürbis und Kumara erlaubt sind? Laut Nährwerttabellen haben die alle den gleichen KH Anteil wie Kartoffeln.

Hallo Steffi, bei laktosefreien Produkten handelt es sich um hochgradig verarbeitete Lebensmittel, deshalb sind sie nicht Paleo-konform. Wie streng man auf individueller Basis mit den Paleo-Empfehlungen umgeht, muss persönlich entschieden werden. Wer gerne den Feta im Salat hat, sollte sich nicht zwingen, ihn immer wegzulassen, solange er keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen hat. Und die Milch im Kaffee ist auch kein Muss. Hast du mal Bulletproof-Coffee probiert? Vielleicht ist diese Variante für dich geeignet. Sehr lecker schmeckt auch Kaffee mit Kokosmilch und bei Bedarf etwas Honig. Oder du probierst ihn schwarz und süßt ihn nur ein wenig? Vielleicht findest du noch eine Variante, die dir schmeckt, sodass die Milch gar nicht mehr notwendig ist.

Zu den Kohlenhydraten: Bei Paleo geht es nicht um den Kohlenhydratanteil eines Nahrungsmittels, sondern um die gesundheitlichen Effekte. Kürbis enthält zwar viel Stärke (was nicht schlecht ist, aber vor allem beim Wunsch des Gewichtsverlustes relevant wird), ist jedoch sehr reich an vielen Nährstoffen. Selbes gilt für Süßkartoffeln. Warum weiße Kartoffeln oft in der Kritik stehen, kannst du hier nachlesen: http://www.paleo360.de/gesunde-ernaehrung/kartoffeln-und-paleo/

Ich hoffe, das alles hilft dir weiter. Viele Grüße

“Milchprodukte sind hoch allergieauslösend, da Proteine wie z.B. Casein von unserem Körper nicht aufgenommen werden können.”

Meine Frage dazu: Die ganzen Kraftsportler schwören auf Casein abends (Magerquark etc.) … wenn ihr hier schreibt, dass der Körper das gar nicht aufnehmen kann, warum tun sie das dann?

vielen Dank für deinen Kommentar, ich habe den Satz leicht korrigiert, da Casein zwar sehr schlecht von unserem Körper aufgenommen wird, allerdings doch in kleinen Mengen.

Das Problem mit Casein ist, dass es für den menschlichen Körper sehr schwer zu verdauen ist. Das liegt an dem hohen Anteil der Aminosäure Prolin, womit unsere Verdauungsenzyme so ihre Probleme haben. Das hat zur Folge, dass die Verdauung sehr lange dauert und dadurch über einen längeren Zeitraum immer wieder ein bisschen was in den Körper gelangt. Ein Teil kann allerdings gar nicht aufgenommen werden und wird einfach wieder ausgeschieden. Diese lange Verdauungszeit nutzen Kraftsportler aus, um möglichst lange mit Protein versorgt zu sein (zum Beispiel Nachts, wenn sie keine Nahrung zuführen können). Ein Teil wird also aufgenommen und das ist für Kraftsportler sicherlich besser als gar nichts.

Danke für die ausführliche Antwort! :)

immer wieder hört man, dass gerade Lebensmittel, die länger verdaut werden müssen, gut sind. Vorteile wie z.B. Insulinspiegel schießt nicht in die Höhe, macht länger satt usw. .

Wenn Casein länger verdaut wird, ist es doch auch von vorteil, dann hat der Körper mehr davon. Z.B. über Nacht ist der Körper dann mit Eiweiß versorgt.

Natürlich, wenn man davon ausgeht, dass man Casein vertragen kann.

noch ein Nachtrag. Wenn man Milch nicht vertragen kann, heißt es lange nicht, dass man Casein nicht verträgt. Vielleicht hat man Laktoseunverträglichkeit, sprich man verträgt kein Milchzucker.

Also wäre Körniger Frischkäse für eine gute Versorgung von Casein perfekt, da dem Körnigen Frischkäse durch die Herstellung so gut wie der Milchzucker entzogen wird :)

Ich wollte erwähnen das ich auf Grund eurer Aussage, Studien zu dem Thema Casein gesucht habe. Ich habe nirgends eine Studie gefunden die eure Behauptung stützt. Persönlich kann ich auch nur von guten Erfahrungen mit Casein berichten. Bitte sagt mir doch wo die Studien zu eure Behauptung sind.

danke für deinen Kommentar. Hör dir doch mal den Podcast von Robb Wolf an, dort ist es ganz gut erklärt.

Habe gehört, dass Kaffee mit Milch oder Kaffeerahm sehr ungesund sein soll? Kann ihn so fast nicht trinke

9 Antworten

Mir hat eine Freundin, die Krankenschwester ist, vor etlichen Jahren mal gesagt, dass mit Milch das Koffein besser entwickelt wird. Deshalb würden alle Hardcore-Kaffeetrinker, die gleich ein paar Kannen pro Tag trinken prinzipiell Schwarzer-Kaffee-Trinker. Weil man das sonst nicht aushalten kann. Weiß nicht ob das stimmt, wie geht es Euch damit oder Euren Bekannten?

Ob das so stimmt weiß ich auch nicht.

Aber ich bin "Hardcore" Kaffeetrinker und habe nur relativ kurze Zeit Kaffee mit Milch getrunken. Seit Jahren trinke ich ihn schwarz.

Vielleicht ist an der Theorie doch etwas dran.

Trinke den Kaffee so, wie er Dir schmeckt und wie Du ihn am besten verträgst und mach Dir keine Gedanken, ob es gesund ist oder nicht.

M.W. ist Kaffee mit Milch für den Magen verträglicher als ohne - aber Verträglichkeit kann nicht mit gesund gleichgesetzt werden. :-)

Kam erst kürzlich im TV, daß Kaffee mit Milch zumindest für den Magen verträglicher ist.

Ich trinke den Kaffee seit 50 Jahren mit Milch, kann also nicht ganz so ungesund sein!

Echt? Ich habe um ehrlich zu sein genau das Gegenteil gehört. Angeblich wegen irgendwelchen Enzymen in der Milch oder so. Auf jeden Fall ne gute Frage!

Trank mit 20 um Mitternacht Espresso. Zum Entsetzen aller. Kannst den schlafen ?, klar konnte ich. Aber nicht nach Kaffee mit Milch.

Folgere: Milch steigert Koffeinwirkung. Gesund oder ungesund, das ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Kaffee mit Milch oder Rahm ist meiner Meinung und Erfahrung nach besser verträglich.

Nach den neusten wissenschaftlichen Studien, soll schwarzer Espresso der gesünder Kaffee sein. Durch zugabe von Mich oder Sahne wird das nicht besser, aber it Sahne soll es "gesünder" sein als mit Milch.

Noch eine Anmerkung: Tags die du zu deiner Frage eingeben musst sind Stichworte, die sich auf deine Frage beziehen; es ist nicht das deutsche Wort "Tag" damit gemeint :-)

Häste halt einen eingegeben habe ich jetzt gemacht!

Ich musste bei den bisher gegebenen Antworten herzhaft lachen.

Kaffee ist doch so oder so kein gesundes Getränk. Coffein ist ein Rauschmittel, so oder so.

Putzig, wie man da über Details feilschen kann.

und coffeinfreier kaffee?? :-)

Da stellt sich die Frage nicht, jaguar. :-)

du meine güte, was ist schon WIRKLICH gesund.

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