четверг, 18 января 2018 г.

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Kaffee ohne Kaffeemaschine zubereiten

Wenn du deine Tasse Kaffee am Morgen brauchst, um richtig aufzuwachen, kann die Entdeckung, dass deine Kaffeemaschine kaputt ist ein Alptraum sein. Aber keine Angst, es gibt einige Wege wie du deinen Kaffee auch ohne eine Kaffeemaschine zubereiten kannst. Hier sind einige verschiedene Techniken die du ausprobieren kannst.

Zutaten Bearbeiten

Zubereitung von einer Tasse Kaffee

Vorgehensweise Bearbeiten

Methode 1 von 5:

Schritt Eins: Benutze einen Sieb Bearbeiten

Methode 2 von 5:

Methode Zwei: Benutze einen Filter Bearbeiten

Methode 3 von 5:

Methode Drei: Benutze einen Kochtopf Bearbeiten

Methode 4 von 5:

Methode Vier: Benutze eine Pressstempelkanne (Cafetière, French Press) Bearbeiten

Methode 5 von 5:

Methode Fünf: Instantkaffee Bearbeiten

Kaffee von Hand brühen

Was beim Aufbrühen von Hand wichtig ist

Der Offenburger Kaffeeröster Jens Arnold ist ein Fan davon, Kaffee ohne Maschine von Hand aufzubrühen. "So kommt der Geschmack der Bohne unverfälscht in die Tasse", ist seine Überzeugung. Er verrät, auf was es beim Brühen ankommt und wie eine gute Tasse Kaffee schmecken muss.

Herr Arnold, was macht für Sie eine gute Tasse Kaffee aus?

Jens Arnold: Ein guter Kaffee schmeckt nicht bitter – auch nicht, wenn er nicht mehr ganz heiß ist. Ein guter Kaffee hat so viel Geschmack, dass man auf Milch und Zucker verzichten kann.

Jens Arnold: Beim Aufbrühen von Hand hat man drei Möglichkeiten zur Wahl: den klassischen Porzellanfilter wie zu Großmutters Zeiten, die Stempelkanne – auch French Press oder Bodum-Kanne genannt – und die Karlsbader Kaffeemaschine.

Jens Arnold in seiner Kaffeerösterei (Bild: Arnolds Kaffeemanufaktur)

Wie machen Sie Ihren Kaffee am liebsten?

Jens Arnold: Für mich ist die Karlsbader Kaffeemaschine das Nonplusultra bei der Kaffeezubereitung. Der Filter ist einfach aus Porzellan, Filterpapier ist keines nötig. Papier hat nämlich den Nachteil, Kaffeeöle zurückzuhalten. Dabei ist gerade Fett ein wichtiger Geschmacks- und Aromaträger. Im Kaffee schlummern bis zu 800 Aromen!

Was ist grundsätzlich beim Aufbrühen von Hand wichtig?

Jens Arnold: Die Wassertemperatur! Sie sollte zwischen 92 und 96 Grad Celsius betragen. Die Faustregel lautet: Das Wasser sprudelnd kochen und dann eine Minute stehen lassen. Wird Kaffee mit weniger heißem Wasser aufgebrüht, entwickelt er Bitterstoffe, auch bei zu heißem Wasser büßt er geschmacklich ein. Mein Tipp: Die Kanne erst einmal mit einem Teil des sprudelnd kochenden Wassers vorwärmen. Bis sich die Kanne von außen deutlich warm anfühlt, ist auch das restliche Wasser zum Aufbrühen ausreichend abgekühlt.

Jens Arnold: Beim Aufgießen ist wichtig, nicht das ganze Wasser auf einmal zuzugeben. Zunächst nur ein bisschen Wasser aufgießen. So wird das Pulver gleichmäßig durchfeuchtet und kann schon einmal quellen. Die Bohnen verlieren beim Rösten 17 Prozent Wasser und nehmen deswegen gern Feuchtigkeit auf.

Jens Arnold: Beim Brühen von Hand muss der Kaffee immer grober gemahlen sein als für die Maschine – etwa um einen Mahlgrad. Das bedeutet, dass man das Pulver in einer Rösterei kaufen muss oder selber mahlen. Von der Menge her rechne ich pro Tasse etwa einen Messlöffel Kaffeepulver.

Das Wichtigste in Kürze

Wassertemperatur: 92 bis 96 Grad

relativ grob gemahlenes Pulver, am besten frisch mahlen

Pulver erst anfeuchten und halbe Minute quellen lassen

lieber Porzellan- als Plastikfilter

Arabica-Sorten sind besonders geeignet

Filter und Kanne gründlich reinigen

Kaffeepulver höchsten vier Wochen aufheben – aber nicht im Kühlschrank!

Wie lange kann man Kaffeepulver aufheben?

Jens Arnold: Der gemahlene Kaffee sollte innerhalb von vier Wochen aufgebraucht werden. Und nicht im Kühlschrank aufbewahren! Dort nimmt er leicht Feuchtigkeit und Gerüche an. Am besten, das Pulver in der Originalverpackung in eine luftdichte Dose verpacken und trocken im Schrank lagern. Ganze Bohnen können dagegen bis zu einem Jahr aufgehoben werden.

Jens Arnold: Wer die Mühe nicht scheut, Kaffee von Hand aufzubrühen, sollte überlegen, auch noch die Bohnen selbst zu mahlen. Das kann dann portionsweise geschehen. Ich rate dringend zu Maschinen mit Kegel- und Scheibenmahlwerk, damit die Körnung gleichmäßig wird. Bei Schlagmessern, die die Bohnen quasi häckseln, sind immer grobe und feine Anteile nebeneinander zu finden.

Ist bei der Zubereitung sonst noch etwas wichtig?

Jens Arnold: Kaffeefilter und Zubehör sollten immer sehr gründlich gespült werden, am besten sogar in der Spülmaschine. Denn Rückstände lassen den Kaffee beim nächsten Brühen bitter werden.

Welche Kaffeesorten eignen sich am besten zum Aufbrühen?

Jens Arnold: Ich rate zu sortenreinen Kaffees. Ich würde zum Brühen eher Hochlandkaffee, also Arabica-Sorten, verwenden. Sie ergeben einen runden, harmonischen Kaffee, ohne Ecken und Kanten – trotz der Säure. Ich kann nur dazu ermutigen, verschiedene Kaffees auszuprobieren und für sich die richtige Mischung zu finden.

Die drei Zubereitungsarten im Vergleich: Porzellanfilter, Stempelkanne oder Karlsbader Kaffeemaschine

1. Der Klassiker: Aufbrühen mit dem Handfilter

Wer daran denkt, Kaffee von Hand aufzubrühen, hat den klassischen Porzellanfilter von Melitta vor Augen. Der tut's auch heute noch. Filter aus Porzellan sind besser als Plastik. Denn Plastik nimmt Geschmack an, der beim Spülen nicht ganz verschwindet. Tipp: Der Filter sollte über drei Löcher im Boden verfügen, damit der Kaffee gut ablaufen kann und sich nicht staut.

Ganz wichtig: Zunächst etwas Wasser spiralförmig von innen nach außen anfeuchten und etwa eine halbe Minute warten, bis das Pulver aufgequollen ist. Erst dann richtig aufgießen. Ein Kaffeelöffel Pulver reicht für eine große Tasse Kaffee.

Vorteil: Der klassische Porzellanfilter mit Filterpapier ist unkompliziert, kann überall deponiert werden – auch in der Miniküche am Arbeitsplatz. Per Papierfilter ist der Kaffeesatz später mit einem Handgriff entsorgt. Wer gerne nur eine Tasse Kaffee am Nachmittag trinkt, kann den Kaffee direkt in die Tasse filtern. So bleibt er länger heiß.

Nachteil: Papierfilter halten Kaffeeöle zurück, der Kaffee büßt geschmacklich ein bisschen ein. Das Porzellan lässt den Kaffee schneller kalt werden. Eine Alternative ist der Goldfilter, also ein Dauerfilter, wie er auch in Filtermaschinen zu finden ist. Es gibt ihn nämlich auch separat zu kaufen. Er macht Papierfilter überflüssig. Allerdings müssen Dauerfilter immer gründlich gespült werden.

2. Kaffee aufbrühen ohne Filter: Stempelkanne oder French Press

Bei der Stempelkanne (French Press oder Bodum-Kanne) das Pulver einfach in die Kanne geben, dann das Wasser aufgießen. Das Pulver nach drei Minuten mit dem Stempel auf den Kannenboden drücken. Anschließend sofort einschenken oder aber den Kaffee in eine Thermoskanne umfüllen. Wenn der Kaffee zu lange in der French Press bleibt, wird er allmählich bitter.

Vorteil: Die French Press ist unkompliziert, da ist alles Nötige zum Brühen in die Kanne integriert, Filterpapier ist überflüssig. Der Kaffeesatz kann einfach in den Ausguss geschüttet werden.

Nachteil: Der Stempel sollte nach jedem Mal auseinandergeschraubt und gereinigt werden. Neigt der Ausguss der Spüle zum Verstopfen, lässt sich der Kaffeesatz nicht so unkompliziert entsorgen. Dann bleibt nur, das nasse Pulver per Küchenkrepp in den Abfall wandern zu lassen.

3. Aufbrühen ohne Filterpapier: Karlsbader Kaffeemaschine

Der Name ist irreführend. Denn bei der Karlsbader Kaffeemaschine – auch als Bayreuther Kaffeemaschine im Handel erhältlich – geht nichts automatisch. Hier kommt man beim Aufbrühen sogar ohne Filterpapier aus. Der eigentliche Filter besteht aus einem filigranen Flechtwerk aus Porzellan. Deswegen sollte das Pulver etwas grober gemahlen sein, sonst setzt sich der Filter zu. Und es muss unbedingt anquellen: Also erst einmal mit ein wenig Wasser angießen und ein bisschen "einwirken" lassen, bevor richtig aufgebrüht wird.

Vorteil: Geschmacklich verspricht die Karlsbader Kaffeekanne die besten Ergebnisse. Und sie macht optisch etwas her. Wer Wert auf Stil legt, ist mit ihr gut bedient.

Nachteil: Die Karlsbader Kaffeemaschine ist mit etwa 60 bis 90 Euro – je nach Größe – vergleichsweise teuer. Mit Glück lässt sie sich bei eBay aber günstiger ersteigern.

Das Sahnehäubchen: Kaffee von Hand mahlen

Wer Spaß am stilvollen und entschleunigten Zubereiten von Kaffee hat, kann sich überlegen, die Bohnen selbst zu mahlen. Allerdings wird von Kaffeemühlen mit Schlagmessern abgeraten, weil sie die Bohnen nicht gleichmäßig zerkleinern, sondern eher grob häckseln. Empfehlenswert sind dagegen Kaffeemühlen mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk.

Elektrisch oder mit der Handmühle? Wer nur kleine Mengen Kaffee aufbrüht, ist übrigens mit einer Handmühle bestens bedient. Auch sie sollte aber über ein Scheibenmahlwerk verfügen. Zu viel Aufwand? Ich habe bei meiner Mühle mitgezählt: Für eine Tasse Kaffee muss ich 40 Runden mit der Kurbel drehen. Das dauert keine halbe Minute und ich bin längst fertig, ehe das Wasser kocht. Das Kurbeln geht relativ leicht und man hat doppelten Genuss: Erst duftet das frisch gemahlene Kaffeepulver, bevor dann der Duft von frisch gebrühtem Kaffee durch die Wohnung zieht.

Stylisch: Diese Mühle verfügt über ein Keramikmahlwerk. Damit werden die Bohnen schön gleichmäßig gemahlen.

Gut durchdacht: Im Deckel sind Kaffeebohnen gut aufhoben, die Unterlage ist rutschfest. Man muss sich die Mühle also nicht unbedingt zwischen die Knie klemmen.

Ganze Bohnen, schonend geröstet: Der Honduras Hochland Arabica ist säurearm, bekömmlich, bio und fair gehandelt.

Was ist ein sortenreiner Kaffee?

Sortenrein meint bei Kaffee, dass die Bohnen jeweils nur aus einem Land kommen und nicht mit Kaffeesorten anderer Länder vermischt werden. Es ist ein bisschen wie beim Wein: Kenner können die Merkmale einzelner Anbauregionen schmecken. Denn das Klima, der Boden, die Anbauhöhe, das Wasser und viele andere Merkmale machen sich da bemerkbar und prägen das Aroma.

Natürlich kommt es auch auf die Kunst der Kaffeeröster an. Wie beim Wein eben: Die besten Trauben nützen nichts, wenn der Kellermeister sein Handwerk nicht versteht. Je nachdem, wie langsam und schonend die Bohnen geröstet werden, kann das Ergebnis ganz verschieden sein. Da sind Erfahrung und Fingerspitzen-Gefühl gefragt. Gute Kaffeeröster wissen genau, wie sie mit jeder einzelnen Sorte umgehen. Also auch da lohnt ein Vergleich verschiedener Anbieter.

Typische Herkunftsländer von Kaffee sind Äthiopien, Australien, Brasilien, Burundi, Costa Rica, Cuba, Domenikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Hawai, Honduras, Indien, Indonesien, Jamaica, Jemen, Kenia, Kolumbien, Malawi, Mexiko, Nicaragua, Panama, Papua Neu Guinea, Peru, Tansania.

Auch die Beschreibung der jeweiligen Sorten erinnern an Wein: Da ist von dezenter Säure, nussigem Geschmack, samtig-weichem Charakter die Rede. Aber wie gesagt: Das sind schon die höheren Weihen. Mir reicht, wenn mir eine Tasse Kaffee einfach gut schmeckt.

Illustrationen: Heimo Cörlin/Pixabay

Kaffee aufbrühen ohne filter

Mode, Technik u.v.m.
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Kaffee kochen: So wird Filterkaffee zum perfekten Genuss

25.04.2013, 11:08 Uhr | pc (CF)

Wer den perfekten Filterkaffee kochen kann, braucht weder Vollautomaten noch Kaffeepads. Nicht zu Unrecht gehört der klassische Filter in Deutschland nach wie vor zu den beliebtesten Möglichkeiten, das Heißgetränk zuzubereiten. Mit diesen Tipps müssen Sie keine Abstriche beim Genuss machen.

Filterkaffee kochen: Welche Bohnen sind die richtigen?

Wer den vollen Kaffeegenuss wünscht, sollte auch beim Filterkaffee auf ganze Bohnen setzen und diese nach Bedarf frisch mahlen. Achten Sie beim Kauf der Bohnen auf Hinweise wie "mild geröstet", "nach klassischem Verfahren" oder "schonend". Diese Sorten sind laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks in der Regel von höherer Qualität.

Mahlen Sie die Bohnen am besten direkt, bevor Sie den Kaffee kochen wollen, per Hand und wählen Sie einen Mahlgrad von 0,3 bis 0,5 Millimeter für einen perfekten Filterkaffee. Grundsätzlich gilt: je gröber der Mahlgrad, desto dünner der Kaffee. Sind die Bohnen hingegen zu fein gemahlen, wird der Kaffee zu stark.

Wie viel Kaffeepulver und welchen Filter

Bei der Zubereitung sollten Sie sich weniger an Löffelmengen oder andere Maßeinheiten halten, die sich nach dem Volumen richten. Weil unterschiedliche Kaffeesorten eine unterschiedliche Dichte aufweisen, kann ein Löffel Kaffeepulver manchmal schwerer und manchmal leichter sein. Der Deutsche Kaffeeverband empfiehlt, pro Tasse Filterkaffee etwa sieben Gramm zu verwenden. Am besten verwenden Sie hierfür eine recht genaue digitale Küchenwaage.

Beim Filter gibt es verschiedene Modelle zur Auswahl. Der klassische Papierfilter hat den Vorteil, dass dieser die sogenannten Kaffeefette herausfiltert, die beispielsweise den Cholesterinspiegel erhöhen können. Der Nachteil: Das Papier saugt auch Aromaöle auf, sodass der Genuss etwas geschmälert wird. Wer keine gesundheitlichen Probleme hat, kann daher auch einen Metallfilter verwenden, um den perfekten Filterkaffee zuzubereiten.

Kaffee kochen – ohne kochendes Wasser

Anschließend müssen Sie das Pulver im Filter aufbrühen – und nicht, wie es im Volksmund heißt: Einen "Kaffee kochen". Wer keine Maschine, sondern einen Filteraufsatz aus Porzellan oder Kunststoffe verwendet, sollte deshalb für den Aufguss auf keinen Fall siedendes Wasser verwenden. Lassen Sie es einen kurzen Moment abkühlen. Ideal ist eine Temperatur zwischen 90 und 96 Grad Celsius.

Gießen Sie zunächst einen kleinen Schwall über das Pulver und warten dann etwa zehn Sekunden ab, ehe Sie nach und nach immer wieder kleinere Mengen nachgießen. Den perfekten Filterkaffee genießen Sie am besten frisch, um das volle Aroma ausschöpfen zu können. Es empfiehlt sich daher, lieber häufiger kleinere Mengen zuzubereiten, als eine große Menge Kaffee auf Vorrat zu kochen.

Kaffee ohne filter?

hallo möchte mir heute Kaffee kochen habe aber weder filter noch Maschine da ich nicht viel Kaffee trinke . Aber ich habe gehört das man das Kaffeepulver wie Tee in die Tasse geben und ziehen lassen bis sich das Pulver am Boden der Tasse absetzt doch wie schmeckt ES? wie macht man es genau

6 Antworten

Ein Löffel Kaffee in die Tasse, halb mit kochendem Wasser auffüllen. Zugedeckt ein, zwei Minuten setzen lassen. Nachgiessen, einmal rühren. Wennd er Satz untern ist, ist der Kaffee trinkbar.

Zwei Maßlöffel gemahlenen Kaffee in eine grosse Tasse geben. Zwei Zentimeter, nicht kochendes, Wasser dazu geben. 10 Minuten setzen lassen, dann langsam heisses Wasser auffüllen. Fertig! Der Vorteil: Voll entfaltetes Aroma. Man braucht nicht mal umzurühren.

Naja, Pulver in die Tasse, heißes Wasser drauf und etwas warten. Ist halt Kaffee nach Cowboy-Art. Schmeckt etwas herber als normaler Filterkaffee, muss man mögen, ich finde es nicht schlecht.

Alternative zum Filter: ein größeres Teesieb (auch Durchschlag genannt) und Küchenrolle.

Einfach die Küchenrolle 2-3 Blatt abreissen, in das Sieb legen , Pulver drauf und orsichtig mit heiße, Wasser überprühen.

Wasser kochen, Pulver rein, vom Feuer, rühren und absetzen lassen. Kaffeepulver setzt sich unten ab, wenn man nicht wieder aufwühlt, kann man gut von oben her abgießen oder abtrinken. Falls du ein paar Krümel mittrinkst: macht schön.

Finde es schmeckt sogar besser als Filterkaffee.

PS: türkischer und griechischer Kaffee wird auch aufgekocht, sogar mehrmals über der Flamme aufschäumen lassen. Dann absetzen lassen.

Gibt das Sprichwort: Wer ist stärker, Tee oder Kaffee? Tee - Tee muss ziehen, Kaffee darf sich setzen!

moin, es kommt darauf an welchen kaffee du benutzt. hast du auch keinen tefilter zur ahnd, der tut es sonst auch!

ne aber kann ja einen kaufen , welcher kaffee eignet sich

das kommt auf deinen geschmack an - ich sleber bin ein reiner teetrinker, daher kann ich dir zu kaffee keinen wirklichen rat geben.

Kaffee aufbrühen ohne filter

Nicht immer ist eine Kaffeemaschine genau dann zur Hand, wenn man sich eine leckere Tasse Kaffee zubereiten möchte. Doch wie könnt ihr auch ohne Maschine Kaffee kochen? Wir verraten es euch!

Kaffee kochen ohne Kaffeemaschine: so geht´s

Ohne die morgendliche Tasse Kaffee ist der Start in den Tag nur halb so schön. Viele vertrauen hierbei der Kaffeemaschine oder dem Profi Kaffeevollautomat – euer Kaffee könnt ihr jedoch auch ganz ohne dieses Geräte zubereiten.

Kaffee machen mit Filter

Der gute alte Filterkaffee ist ein Klassiker, der wohl niemals aus der Mode kommen wird. Kein Wunder, schmeckt dieser doch besonders bekömmlich und lässt sich sehr leicht zubereiten.

Hierfür benötigt ihr nämlich lediglich einen Keramikfilter, den ihr in jedem gut sortierten Kaufhaus erhalten könnt.

  • pro Tasse (Fassungsvermögen 125 ml) verwendet ihr 1 gehäuften Kaffeelöffel gemahlenes Pulver
  • dieses gebt ihr in einen handelsüblichen Papierfilter
  • dieser wiederum wird nun in den Keramikfilter eingesetzt
  • nun könnt ihr Wasser aufkochen und dieses kurz abkühlen lassen
  • ein Teil des Wassers wird jetzt in den Filter gegossen, bis das Kaffeepulver gleichmäßig bedeckt ist
  • lasst ihr dieses nun etwa 30 Sekunden lang aufquellen
  • anschließend könnt ihr langsam das restliche Wasser nachgießen
  • ist das Wasser komplett durchgelaufen, könnt ihr euren Kaffee in aller Ruhe genießen

Wie gelingt das Kaffee ohne Filter kochen?

Solltet eure Papierfilter einmal aus sein, könnt ihr ersatzweise auch festes Küchenpapier nehmen. Dieses sollte allerdings doppelt gefaltet sein! Darüber hinaus eignet sich alles, das aus feiner Baumwolle gefertigt ist – wie beispielsweise ein feines Bettlaken.

Kaffee ohne Filter: weitere Möglichkeiten

Alternativ dazu könnt ihr auch ein bis zwei gemahlene Kaffeebohnen in einen großen Becher geben.

  1. gießt ihr nun den Becher mit sprudelnd kochendem Wasser auf
  2. nach Wunsch könnt ihr noch Milch und Zucker hinzufügen
  3. rührt ihr den Kaffee nun gut um
  4. lasst ihr diesen anschließend solange stehen, bis sich das Pulver gesetzt hat

Wichtig beim Kaffeetrinken ist es, den Bodensatz währenddessen nicht aufzuwirbeln. Ansonsten wird das Geschmackserlebnis etwas eingetrübt.

Kaffee kochen ohne Maschine: der Espressokocher

Auch diese Zubereitungsart ohne Kaffeemaschine ist hierzulande sehr beliebt. Kein Wunder, könnt ihr mit diesem praktischen Herdkännchen doch schnell einen Espresso kochen, der ganz nach Belieben mit Milch und Zucker versetzt werden kann.

  • füllt ihr hierfür den unteren Teil der Kanne zu drei Viertel mit Wasser
  • nun gebt ihr das Kaffeepulver bis zum Rand des Einsatz in die Kanne
  • streicht ihr dieses nun glatt – ohne es dabei fest zu drücken
  • nun könnt ihr beide Teile aufeinander schrauben und das Kännchen auf die heiße Herdplatte stellen
  • sobald Dampfgeräusche zu hören sind, ist euer Espresso fertig

Wichtig ist hierbei jedoch, den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Denn das Wasser kann schnell überkochen – und der Kaffee ist somit ungenießbar.

Kaffee kochen ohne Kaffeemaschine mit der Pressstempel-Kanne

Wer seinen Kaffee kräftig und aromatisch liebt, der verwendet beim Kaffee kochen gerne eine Pressstempel-Kanne, die auch unter dem Namen Cafetiere oder French Press bekannt ist.

  • hierbei werden Brühen- und Aroma-Extraktion miteinander kombiniert
  • eine Cafetiere besteht neben einer Glaskanne aus einem Deckel (wie im Foto)
  • dieser ist mit einem feinmaschigem, beweglichen Filter aus Metall verbunden

Mit der Cafetiere könnt ihr Kaffee ohne Kaffeefilter kochen

  1. Gebt ihr zunächst gemahlene Kaffeebohnen in die Kanne: Pro Tasse Wasser sollte hierbei ein gut gehäufter Kaffeelöffel verwendet werden.
  2. Nun könnt ihr kochendes Wasser über das Pulver gießen. Setzt ihr danach den Deckel auf die Glaskanne und schieben den Filter so weit nach unten, bis dieser auf der Oberfläche des Kaffees aufliegt.
  3. Nun sollte der Kaffee mindestens fünf Minuten lang ziehen – solange, bis der Großteil der Bohnen sich abgesetzt hat.
  4. In diesem Schritt könnt ihr den Filter mithilfe des Stabs nun so weit wie möglich nach unten drücken.
  5. Anschließend könnt ihr euren Kaffee genießen.

Nach dem Kaffeegenuss bleibt ein Bodensatz in der Kanne zurück. Werft ihr diesen am besten schnell in den Müll und spült ihr die Kanne und das Metallsieb sorgfältig aus.

  • durch das Sieb wird das Wasser von dem Kaffee getrennt
  • auf diese Weise wird die Extraktion von Aromastoffen gestoppt
  • der Geschmack hierbei ist sehr kräftig
  • dies liegt daran, dass die Öle des Kaffees hierbei nicht heraus gefiltert werden
  • allerdings kühlt der Kaffee in der gläsernen Kanne sehr schnell aus
  • daher sollte dieser zügig genossen werden

Zudem solltet ihr bei dieser Zubereitungsart nicht allzu sensibel auf Cholesterin reagieren. Dies liegt daran, dass der Kaffee die Lipide Kawheol und Cafestol enthält. Diese wiederum führen zu einem kurzfristigen Anstieg des Cholesterinspiegels.

Dunkle Röstungen sind übrigens am besten für dieses Kaffee kochen ohne Maschine geeignet. Der Kaffee sollte zudem in jedem Fall grob gemahlen sein!

Kaffee kochen ohne Kaffeemaschine: der Ibrik

Diese Zubereitungsart ist besonders traditionell. Kein Wunder, bereiteten doch schon die Türken im 16. Jahrhundert ihren Kaffee auf diese Weise zu.

Diesem Volk haben wir übrigens auch das köstliche Getränk zu verdanken. Denn von Metropolen wie Istanbul sowie arabischen Städten wie Bagdad oder Damaskus trat die geröstete Bohne ihren weltweiten Siegeszug an. Dies ging einher mit der Zubereitungsart: eben mit dem erwähnten Ibrik.

  • auch heute noch bereitet ca. ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung ihren Kaffee auf diese Weise zu
  • dies gilt vor allem für den Orient, die Türkei, Griechenland, den Balkan sowie den persischen Raum
  • auch in China und in Indien ist diese Zubereitungsart übrigens weit verbreitet

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die kleine Kanne unter sehr vielen Nahmen bekannt ist. Hierzulande wird vor allem die Bezeichnung Ibrik verwendet, aber auch Briki oder Cezve sind gebräuchlich.

  1. die Kanne ist in der Regel mit einem innen verzinnten Holzstil versehen
  2. dieser ist lang und weist nach oben
  3. die Kanne selbst besteht auflen aus Messing oder Kupfer

Am besten verwendet ihr hierfür ca. 15 g sehr fein gemahlenen Arabica-Kaffee und vermischen diesen mit Wasser. Stellt ihr nun die Kanne auf den Herd und kocht das Gemisch auf.

  • nehmt ihr die Kanne von der Herdplatte, sobald der Kaffee schaumig nach oben steigt
  • ihr könnt den Kaffee ganz nach Belieben gleich ausschenken oder zwei oder dreimal aufkochen

In der Regel wird der Kaffee mit Zucker versetzt, so dass er sehr stark und sehr süß schmeckt. Wichtig ist vor allem der richtige Mahlgrad: Dieser sollte staubfein sein. Optimal sind daher Arabica-Sorten, je nach Belieben können sowohl dunkle als auch helle Röstungen verwendet werden.

Aus unserer persönlichen Erfahrung heraus ist diese Methode des Kaffee Kochen die Richtige, wenn es um Genuss und Stärke geht. Solltet ihr immer auf der Flucht sein oder habt ihr vielleicht ein sehr anstrengendes Lebensrhythmus, dann empfehlen wir euch den Kaffee von einem Profi Kaffeevollautomat zu trinken. Dann habt ihr Aroma und Stärke wie ihr wollt, und vor allem – Schnelligkeit.

Viel Spaß beim originalen Kaffee kochen! Setzt eure Kreativität um und genießt eures Wochenende bei einer gemütlichen Fika! Bis demnächst!

About the author Carmen

Als Entrepreneur sorge ich mit meinem Team zusammen dafür, dass viele Mitarbeiter auf Arbeit ihre Kaffeepause genießen. Als Kaffeefreak mache ich mehrere Kaffeepause am Tag und schreibe gern in unserem Kaffeeblog. Wenn Inspiration nicht da ist, esse ich Kaffeebohne. Für mich ist das Kaffeetrinken mit Menschen Verwöhnung pur und ich genieße es so oft wie möglich.

Kaffeemaschinen: 13 Arten seinen Kaffee zu brühen

Kaffeemaschinen: 13 Arten seinen Kaffee zu brühen

Filterkaffee, Espressomaschine, Karlsbader Kanne oder Cafetière - wie das Wasser durch den Kaffee läuft, entscheidet über den späteren Geschmack. Wir stellen 13 Varianten des Kaffeekochens vor.

Eigentlich ist Kaffee kochen einfach: Für einen Kaffee muss das Kaffeemehl mit Wasser in Berührung kommen. Ende. Doch wie das Wasser zum Kaffee kommt, wie lange die beiden zusammenbleiben und anschließend wieder getrennt werden, darin liegt das Geheimnis des Geschmacks. Es gibt 13 verschiedene Methoden, einen Kaffee aufzubrühen. Die dafür notwendigen Maschinen stellen wie Ihnen auf den nächsten Seiten vor.

Filterkaffeemaschine ICM 40T von Delonghi

Die Langweilige: Filterkaffeemaschine

"Mal schnell einen Kaffee kochen", so etwas gab es vor der Erfindung der Filterkaffeemaschine eigentlich nicht. Als in den späten Fünfzigern zur Maschine dann noch der vakuumverpackte, gemahlene Kaffee in die Supermärkte kam, war die Automatisierung des Kaffeekochens nicht mehr aufzuhalten. Die Filterkaffeemaschine imitiert das schwallweise Aufbrühen des Kaffeemehls mit der Hand. Das Wasser gelangt in einen Durchlauferhitzer und wird auf 92 bis 94 Grad Celsius erhitzt. Durch den Druck der Dampfblasen schießt das heiße Wasser in einem Steigrohr hoch, das über der Filtertüte endet. Daher das Blubbern und Zischen beim Brühen.

Die Dauer des Brühvorgangs lässt sich bei manchen Maschinen regulieren. Jeder Hersteller pflegt dafür seine eigene fantasievolle Bezeichnung: Aromaschalter, Heißbrühsystem, Flavour-System und einige mehr. Wie sie auch heißen, sie regeln die Kontaktzeit von Wasser und Kaffeemehl. Ein sogenannter Aromaschalter mit den Einstellungen "Schwach", "Kräftig" und "Stark" reguliert die Durchflusszeit des Wassers. Je länger das Wasser die Aromastoffe aus dem Kaffeepulver herauslösen kann, desto stärker wird der Kaffee. Fließt der Kaffee in eine von unten beheizte Glaskanne, ist das empfindliche Aroma nach spätestens zehn Minuten Stunde ruiniert. Der Kaffee wird bitter. Systeme mit Thermoskannen halten nicht nur den Kaffee ohne zusätzliche Energie warm, sondern auch das Aroma sehr viel länger.

Meist milder Kaffee mit feiner Säure.

Alle, die mehrere Tassen auf einmal benötigen und diese ohne großen Zeitaufwand zubereiten wollen. Was vor allem auch für die Reinigung der Maschine gilt.

Welcher Kaffee geeignet ist:

100%-Arabica-Sorten. Das Filterpapier und der Filterwinkel sind auf diese feine Kaffeesorte abgestimmt.

Von unten nach oben: Mit Druck brühen

Druckbrühsysteme verbinden eine Kaffeemaschine mit einer Espressomaschine. Sie versuchen, Filterkaffee wie einen Espresso zuzubereiten. Was dabei herauskommt ist kein Espresso, sondern ein kräftiger Kaffee ähnlich einem Mokka. Die Bedienung ist für eine Filterkaffeemaschine ungewöhnlich. Das Wasser wird unten in die Maschine eingefüllt, das Kaffeemehl in einen Filter im Deckel der Kanne. Wie bei einer Espressomaschine wird das Wasser stark erhitzt und dann als Wasserdampf mit Druck durch das Kaffeemehl gepresst.

Durch die kurze Kontaktzeit von Wasser und Kaffee werden die Bitterstoffe nicht gelöst und bleiben im Filter zurück. Druckbrühsysteme zum Beispiel von Krups sind bereits seit vielen Jahren auf dem Markt, haben sich jedoch nie durchsetzen können.

Kräftiges Aroma, einem Mokka ähnlich

Alle, die starken Kaffee mögen.

Welcher Kaffee geeignet ist:

Als Filterkaffeemaschine eigentlich 100% Arabica. Wer den Mokka-Geschmack betonen möchte, kann es auch gern mit einer Mischung aus Arabica und Robusta probieren.

Eine typische Stempelkanne, auch Cafetière genannt

Die Unaussprechliche: Pressstempel-Kanne

Dem kräftigen vollaromatischen Geschmack des mit ihr zubereiteten Kaffees wird der Name Pressstempelkanne irgendwie nicht gerecht. Eher schon ihre anderen Bezeichnungen wie Cafetière, Bistrokanne oder French-Press-Can. Ihre französischen Namen kommen nicht von ungefähr. Die Presskanne wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich erfunden.

Die Technik kombiniert Brühen und Aromaextraktion. Das Kaffeemehl wird in der Kanne mit heißem, jedoch nicht mehr kochendem Wasser übergossen. Erst in einem Schwall das Kaffeemehl anfeuchten und 20 Sekunden Quellen lassen. Anschließend das Wasser bis fingerbreit unter dem Rand auffüllen. Gut vier Minuten ziehen lassen. Dann den Stempel mit dem Sieb aufsetzen und langsam nach unten drücken. Das Sieb trennt das Wasser vom Kaffee und stoppt so die Extraktion von Aromastoffen. Der Geschmack ist sehr kräftigt, da die Öle des Kaffees nicht herausgefiltert werden. Nachteil: der Kaffee kühlt in der Glaskanne sehr schnell aus.

Kräftiges Aroma mit großem Volumen

Alle, die das volle Aroma eines Kaffees schätzen und nicht "Cholesterinsensibel" sind. Da die Pressstempel-Methode ohne Filter arbeitet, enthält der Kaffee auch die Lipide Cafestol und Kawheol, die zu einem kurzzeitigen Anstieg des Cholesterinswertes führen können.

Welcher Kaffee geeignet ist:

Hier heißt es ausprobieren. Dunkle Röstungen harmonieren gut mit dem Brühverfahren der Cafetière. Auf jeden Fall sollte der Kaffee grob gemahlen sein. Wer regelmäßig die Cafetière verwendet, sollte sich nach einem kleinen Kaffeeröster umschauen und verschiedenen Mischungen testen.

Die Espressokanne für den Mokka zwischendurch

Die Täuscherin: Espressokanne

Anders als der Name vermuten lässt, kann die Espressokanne keinen wirklichen Espresso zubereiten. Der "Percolator" nutzt lediglich das Dampfprinzip der Espressoherstellung, ohne jedoch den notwendigen Druck für einen echten Espresso zu erreichen. Der Percolator besteht aus zwei Teilen. In den unteren Teil kommt das Wasser und das Sieb für das Kaffeemehl, die eigentliche Kanne für den Kaffee wird mit einem Gewinde auf den unteren Teil geschraubt. Nun wird der Percolator auf eine Herdplatte geschoben und das Wasser zum kochen gebracht. Durch ein Steigrohr wird das verdampfende Wasser mit Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Es kühlt leicht ab und verflüssigt sich wieder mit den gelösten Aromastoffen in der Kanne.

In der Praxis ist die Zubereitung knifflig. Wird die Kanne zu früh von der Hitzequelle gezogen, reicht unter Umständen der Druck nicht mehr aus, um das gesamte Wasser durch das Kaffeemehl zu schicken. Bleibt die Kanne zu lang auf dem Herd, kocht der Kaffee blitzschnell über. Da der Percolator ohnehin nicht viel Wasser fasst, reichen ein paar Sekunden Überkochen aus, um gleich erneut einen Kaffee aufsetzen zu müssen. Die meisten günstigen Espressokannen sind aus Aluminium. Bei häufigem Gebrauch können sich aus dem Metall gesundheitsschädliche Stoffe lösen. Zwar haben die Hersteller in den vergangenen Jahren die Materialqualität verbessert, wer jedoch sicher gehen will, gibt ein wenig mehr Geld für einen Edelstahl-Percolator aus.

Espresso ähnlich: klein, stark, schwarz. Jedoch ohne Crema und die Konsistenz eines Espresso.

Für alle, die einen aromatischen, starken kleinen Kaffee schätzen und dabei nur mit einer weiteren Person teilen müssen. Für mehr reicht das Fassungsvermögen eines Percolators nicht.

Welcher Kaffee geeignet ist:

Obwohl der Percolator keinen echten Espresso herstellt, eigenen sich Espresso-Mischungen sehr gut. Hier ruhig verschiedene Blends probieren, auch solche, die Arabica- und Robusta-Sorten mischen, was bei Espresso häufig angeboten wird. Das Kaffeemehl sollte sehr fein gemahlen sein.

Nichts für Kinder - die Cona-Kanne sieht toll aus, ist aber Reinigungsintensiv

Das Experiment: Cona-Kanne

Wie kann es anders sein: Die einzige Kaffeemaschine, die mehr nach Chemie-Experiment als nach der genussvollen Zubereitung aussieht, wurde in Deutschland erfunden: die Glaskolbenkaffeemaschine, heute gemeinhin auch Cona-Kanne genannt, nach dem bekanntesten Hersteller der heutigen Glaskolbenkannen.

Erfunden als Glaskolbenmaschine 1830 in Deutschland und mit den Jahren häufig nachgebaut und mehrfach patentiert. Die Original Cona-Kannen sind kleine Schmuckstücke für die Küche. Sie erinnern ein wenig an "die gute alte Zeit", in der Kaffeezubereitung noch eine kleine Zeremonie war. Plastik-Varianten mit eingebauter Heizplatte von anderen Herstellern haben sich nicht durchgesetzt.

Und so funktioniert sie: Zwei Glaskolben werden übereinander gesetzt und mit einer Gummidichtung nach außen luftdicht verschlossen. In den unteren kommt das Wasser, in den oberen das Kaffeemehl. Hier darf es etwas mehr sein als die üblichen sechs Gramm pro Tasse. Cona-Fans schwören auf zehn Gramm. Aus dem oberen Kolben ragt ein gläsernes Steigrohr nach unten. Das Wasser wird nun erhitzt. Bei Cona-Kannen wird hierfür der Spiritusbrenner entzündet. Es würde aber auch vollauf eine Herdplatte genügen. Das kochende Wasser dehnt sich aus, der Druck presst das sprudelnde Wasser durch das Steigrohr in den oberen Kolben und vermischt sich dort mit dem Kaffeemehl. Ist das Wasser verkocht, wird die Hitzequelle ausgeschaltet. Der untere Kolben kühlt ab, es entsteht ein Unterdruck, der den Kaffee durch einen Filter nach unten saugt. Fertig. Es geht die Geschichte, dass Ludwig van Beethoven nur so seinen "Coffe" zubereitet haben soll.

Kräftiger Kaffee mit vollem Aroma

Für wen geeignet: Für Individualisten, die nicht einfach Kaffee kochen, sondern die Zubereitung zelebrieren wollen. Glaskolben-Maschinen sind nicht für den Alltagsgebrauch gebaut. Die Kolben sind zerbrechlich, die Konstruktion insgesamt empfindlich und die Reinigung aufwändig. Und sauber sollte sie sein, sonst sehen die eleganten Maschinen schnell unansehnlich aus.

Welcher Kaffee geeignet ist:

Der Klassiker: Orginal Melitta Porzellanfilter 102

Alles Handarbeit: Porzellan-Kaffeefilter

Die um 1960 geborenen können sich vielleicht noch daran erinnern, wenn sie als Kinder bei Oma zum "Kaffee" waren. Der Wasserkessel pfiff, wurde vom Herd genommen und der Inhalt in einen Melitta-Porzellan-Filter gegossen, der auf einer großen Kaffeekanne stand. Das manuelle Aufbrühen erzeugt einen sehr aromatischen Kaffee und ist auch heute noch die Methode, mit der Kaffeetester die Qualität der Ware beurteilen. Man muss es nur richtig machen: Das Wasser darf nicht mehr kochen, ansonsten verflüchtigen sich die Aromastoffe und die bitteren und sauren Komponenten treten in den Vordergrund. Ideal ist eine Temperatur von 86 bis 89 Grad Celsius. Das Kaffeemehl nun mit einem kleinen Schwall Wasser anfeuchten und es 20 Sekunden quellen lassen. Auf diese Weise werden die gerösteten Öle, Fette und Bitterstoffe gelöst. Nun das Wasser in kleinen Mengen alle zehn Sekunden schwallweise nachgießen. Der Vorgang sollte vier bis sechs Minuten dauern. Unter vier Minuten entfalten sich die Aromen nicht, über sechs Minuten verflüchtigen sie sich bereits.

Klarer Kaffee ohne Öle

Für alle, die es gern altmodisch mögen und sich Trends widersetzen.

Welcher Kaffee geeignet ist:

Die Papierfilter und die Form des Filterhalters sind auf 100-Prozent-Arabica-Sorten abgestimmten, der in Deutschland am meisten verkaufen Kaffeesorte. Nun ist Arabica ungefähr so genau wie "Auto". Es gibt zahlreiche Varianten von den üblichen Blends der Großröster bis hin zu den vielen Spezialröstungen kleinerer Anbieter. Da bleibt nur eines: durchprobieren.

Die Karlsbader filtert mit einem Porzellansieb. Dafür muss der Kaffe sehr grob gemahlen sein

Für Puristen: Karlsbader Kanne

Seit etwa 100 Jahren auf dem deutschen Markt und noch immer in der Produktion: die Karlsbader Kanne. Bei Profi-Kaffeeverkostungen werden mit ihr häufig die Test-Kaffee zubereitet. Vielleicht nicht unbedingt, weil mit ihr der beste Filterkaffee aufgebrüht werden kann, sondern weil sie aufgrund ihres geschmacksneutralen Porzellanfilters ein stets unverfälschtes Aroma hervorbringt. Die Filter halten nur den Kaffeesatz zurück, ansonsten fließen alle Aromen und Lipide in die Kaffeekanne.

Der verwendete Kaffee sollte daher gerade bei der Karlsbader hochwertig sei. Die Karlsbader Kanne besteht aus vier Teilen: einer Kaffeekanne, dem Brühaufsatz mit zwei grobmaschigen Porzellanfiltern und einem Deckel. In den oberen Teil kommt der Kaffee, der mit heißem Wasser langsam aufgebrüht wird. Die untere Kanne sollte gut vorgewärmt sein, da der Kaffee nur langsam in die Kanne läuft und sehr schnell abkühlt. Damit die weitmaschigen Filter nicht verstopfen muss der Kaffee sehr grob gemahlen sein. Er sollte die Konsistenz von Grieskörnern haben. Da es solche Mahlgrade im Supermarkt nicht gibt, heißt es selbst mahlen oder einen Kaffeeröster mit entsprechendem Angebot suchen.

Kräftiger unverfälschter Geschmack mit großem Volumen

Sicher nur für eine Minderheit von Kaffeeliebhabern, die gern unterschiedliche, stets hochwertige Röstungen probieren. Der Aufwand ist verglichen mit anderen Brüharten hoch, genau genommen seiht man den Kaffee mit der Karlsbader. Ohne gröbstes Kaffeemehl ist die Kanne nicht verwendbar und für die Reinigung wird eben nicht nur der Kaffeefilter in den Biomüll geschmissen, sondern muss der gesamte Filtersatz unter fließendem Wasser gut gereinigt werden.

Welcher Kaffee geeignet ist:

Alle Arabica-Sorten. Je hochwertige desto besser. Am besten von hand sehr grob gemahlen.

Die Wendefähigkeit der Napoletana verraten die beiden Henkel

Bitte wenden Sie jetzt: Napoletana

Das Prinzip der Wendekanne ist einfach und daher genial. Sie besteht nur aus zwei Teilen: einem Wassertopf und einer Kaffeekanne mit Metallfilter. Beide werden miteinander verschraubt. Kocht das Wasser im unteren teil, wird die Kanne gewendet, sprich auf den Kopf gestellt. Das Wasser läuft nun durch den Filterbehälter und extrahiert den Kaffee in die Kanne. Fertig ist der Kaffee. Es gibt unterschiedliche Erklärungen, warum die Wendekanne ausgerechnet Napoletana genannt wird. Die einen sagen, sie soll in Neapel erfunden worden sein, die anderen sagen, sie sei in Frankreich erfunden, werde aber fast nur noch in Neapel verwendet. So oder so: Sie ist auf jeden Fall noch überall in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Wer häufiger aus der Napoletana seinen Kaffee trinken möchte, sollte Modelle aus Edelstahl wählen.

Nur etwas für Gelegenheitstrinker und Zwei-Personenhaushalte. Wie beider Espressokanne ist auch hier die Kaffeemenge sehr begrenzt. Zudem kühlt der Kaffee schnell aus, er sollte also zügig getrunken werden.

Welcher Kaffee geeignet ist:

Je hochwertige desto besser. Der Mahlgrad sollte mittelfein sein.

Ein moderner Ibrik aus Edelstahl. Die Zubereitungsart ist jedoch Hunderte Jahre alt

Die Zeitmaschine: Ibrik

Ursprünglicher geht Kaffeezubereitung nicht. Der Türkische Mokka kommt sozusagen direkt aus der Urzeit des Kaffees, als die geröstete Bohne aus Arabien im 16. Jahrhundert in Metropolen wie Bagdad, Istanbul und Damaskus ihren Siegeszug antrat. Mit Bohne wurde zugleich ihre Zubereitung exportiert. Und noch heute kochen mit der kleinen Kanne etwa ein Drittel der Weltbevölkerung ihren Kaffee: im Orient, in der Türkei, in Griechenland, im persische Raum bis nach Südrussland hinein. Selbst in Teilen von China und Indien ist diese Art der Kaffeezubereitung verbreitet.

Daher trägt die kleine Kanne, die höchstens vier Tassen fasst, auch viele Namen. Die Türken nennen sie Cezve, die Griechen Ibrik oder Briki. Meist ist die Kanne mit dem langen nach oben weisenden Holzstil innen verzinnt und besteht außen aus Kupfer oder Messing. Das Wasser wird mit ungefähr 15 Gramm äußerst fein gemahlenem Arabica sowie Zucker vermischt und aufgekocht. Beginnt der Kaffee schaumig nach oben zu steigen, wird die Kanne vom Feuer genommen. Je nach Land wird nun entweder gleich ausgeschenkt oder ein zweites oder gar drittes Mal aufgekocht. Getrunken wird schlürfend, um möglichst wenig von dem Kaffeesatz mitzunehmen.

Sehr stark, sehr süß, sehr exotisch

Für alle, die Kaffeekochen gern zelebrieren. Der Geschmack ist einzigartig und die Rezepte vielfältig. So wird in Ägypten der Mokka auch gern mit Kardamom gewürzt. Richtig zubereitet ist der türkische Mokka wie ein kleiner Nachtisch.

Welcher Kaffee geeignet ist:

Alle Arabica-Sorten. Der Mahlgrad sollte staubfein sein. Je nach Vorliebe können sowohl helle als auch dunkle Röstungen verwendet werden.

Revolutionäre: Kaffee aus Pads und Disks

Wahrscheinlich war den Ingenieuren von Philipps und den Experten vom Kaffeeröster Douwe Egberts vor knapp zehn Jahren nicht klar, dass sie Mitbegründer eines neuen Trends der Kaffeezubereitung sein würden. Die Tasse Kaffee auf Knopfdruck. Genau abgemessen, ohne Bitterstoffe, dafür mit leichter Crema. Gemacht für sie steigende Zahl an Singlehaushalten und Kleinfamilien mit einem Kind in denen beide Eltern arbeiten. Verkauft als Lifestyle-Produkt und nicht als schnöde Kaffeemaschine. Statt losem Kaffee vorportionierte Pads. Sieben Gramm pro Pad. Eine übliche Menge für eine gute Tasse. Und ein Geniestreich für den Kaffeeröster. Der Padkaffee war pro Gramm bis zu vier Mal so teuer wie loser Kaffee. Und für Philips: Die Pads passten nur in die Senseo-Maschine.

Den Kunden war es egal. Pad-Kaffee und Senseo trafen bei der Einführung 2002 genau ihren Nerv. Über fünf Millionen Senseos wurden allein in Deutschland verkauft. Das Funktionsprinzip ist simple: Mit der Senso wird stets nur Tassenweise aufgebrüht. Pro Tasse wird ein Pad in die Maschine eingelegt. Auf Knopfdruck wird eine genau abgemessene Wassermenge auf 90 Grad erhitzt und mit einem Druck von einem Bar 40 Sekunden lang durch das Kaffeepad gepresst. Im Prinzip wie ein Espresso gezaubert wird, allerdings mit nicht so heißem Wasser und viel weniger Druck. Doch wie beim Espresso bleiben auch beim Senseo-Kaffee die Bitterstoffe und Gerbsäuren im Filter zurück. Der Kaffee ist dadurch sehr bekömmlich. Pad Maschinen gibt es mittlerweile auch von anderen Anbietern: Das Tassimo-System von Bosch, Krups bietet die Nescafe Dolce Gusto an und DeLonghi das Latissima-Sytem.

Geschmack: Alle Geschmäcker, die die Pads so hergeben: von Ok bis Herrje!

Singles und Zweipersonenhaushalte mit mäßigem Kaffeedurst

Welcher Kaffee geeignet ist:

Nur der, den es auch in Pads gibt.

Kleine Kapseln für großes Geld: Nespresso. Der Geschmack ist meist ausgezeichnet

Abgekapselt: Nespresso

Nespresso - die höchste Entwicklung der Kaffeekultur, ohne sich mit Kaffee beschäftigen zu müssen. Maschine auf, Patrone rein, Knopf drücken und fertig ist der Espresso, Cappuccino oder die Latte Macchiato. Und die Sachen schmecken auch noch. Man könnte meinen, der Kaffee in den kleinen Aluminium-Portionsdosen sei eine typische Lifestyle-Erfindung der vergangenen Jahre. Weit gefehlt. Das System ist fast 40 Jahre alt. Es wurde 1970 von Nestlé erfunden, verschwand dann in der Schublade, wurde 1986 in der Schweiz auf den Markt gebracht und floppte dort.

Erst Anfang der Neunziger begann der Aufschwung mit einer neuen Marketing Strategie. Nestlé verkaufte das System nun als hochwertiges Lifestyle-Produkt. Der verkapselte Kaffee wird sprachlich in eine Linie mit erstklassigen "Grand Crus"-Weinen gestellt. So wird etwa Kaffee aus einem Anbaugebiet, so genannter "Single Origin" als "Special Club Grand-Crus" bezeichnet. Kaffee als Luxus und verknapptes Gut: die Nespresso-Kapseln gibt es nur in eleganten Nespresso-Geschäften und Online als Nespresso-Mitglied. Und Luxus ist der Kaffee in der Tat. Ein Pfund Nespresso-Kaffee würde etwa 25 Euro kosten. Den ansonsten preissensiblen Kaffeekunden war das gleich. Nespresso wächst seit 2000 mit rund 30 Prozent jährlich.

Etwa drei Milliarden Kapseln vertrinken die Nespressomaschinen-Besitzer pro Jahr. 3000 Tonnen Aluminium verbraucht allein Nestlè für die Kapseln. Kein Luxus für die Umwelt. Hier will die Konkurrenz ansetzen und kompatible Kapseln aus biologisch abbaubarer Maisstärke anbieten. In Frankreich, dem größten Nespresso-Abnehmer, sind die Alternativen bereits im Markt – im normalen Supermarkt.

Alle Geschmäcker, die die Kapseln so hergeben. Die Güte des Kaffees ist stets hoch.

Singles sowie Zweipersonenhaushalte mit mäßigem Kaffeedurst, überdurchschnittlichem Einkommen und unterdurchschnittlichem Umweltbewusstsein

Welcher Kaffee geeignet ist:

Nur der, den es auch in Kapseln gibt.

Edel und Stark: Eine auf Hochglanz polierte Espressomaschine von ECM

Mutter der Kaffeekultur: Die Espressomaschine

Wer einen perfekten Espresso zubereiten möchte, muss Geduld mitbringen. Eine teure Espressomaschine allein macht es jedenfalls nicht. Obwohl ein hochwertiges Gerät schon die halbe Miete ist, kommt es auf den Kaffee an, den Mahlgrad, das Wasser und die eigene Erfahrung. Nicht jeder Kaffee passt zu jeder Maschine. Hier heißt es mitunter lange probieren, bis eine zur Maschine passende Espressosorte gefunden ist Für einen "richtigen" Espresso muss es auf jeden Fall eine sogenannte Siebträger-Maschine sein.

In das Sieb kommen sechs bis acht Gramm sehr dunkel geröstetes Espressomehl. Es wird mit einem Tamper fest im Sieb angedrückt, das anschließend in der Maschine verriegelt wird. Im Boiler der Maschine wird das Wasser auf etwa 94 Grad erhitzt. Mit einem Druck von acht bis zehn bar wird das Wasser nun etwa 30 Sekunden lang durch das sehr feine Kaffeemehl gepresst. Die Aromastoffe im Kaffee werden gelöst, der Experte spricht von Extraktion, und der hohe Druck verbindet die Kaffeeöle und das Wasser zu einer Emulsion. Der Espresso sollte bereits nach wenigen Sekunden in schaumiger Konsistenz aus der Maschine laufen. Nur dann ist er gelungen.

Die Preisspanne von Espressomaschinen reichen je nach Ausführung von 100 Euro bis knapp 2000 Euro. Grundsätzlich wird nach Einkreissystemen, Zweikreissystemen und Thermoblock-Maschinen unterschieden. Im Einkreissystem erzeugt ein einziger Boiler Brühwasser und Wasserdampf zum Aufschäumen der Milch. Im Zweikreissystem erledigen diese Arbeit zwei Kessel. Thermoblock-Maschinen verwenden statt Kessel einen Durchlauferhitzer. Vorteil: Sie sind bereits nach drei Minuten startbereit, Kesselsysteme benötigen 15 Minuten bis zum ersten Espresso.

20 dicke Tropfen Kaffee. Ein Traum mit Crema – wenn er richtig zubereitet ist. Ferner ist Espresso die Basis für so beliebte Getränke wie Cappuccino, Cafè latte und Latte Macchiato

Für alle mit dem festen Willen zur Einarbeitung.

Welcher Kaffee geeignet ist:

Hier heißt es mitunter lange testen bis eine Kaffeesorte gefunden ist, die bei einem bestimmten Mahlgrad zur eigenen Espressomaschine passt. Kaffeemarken, die man als Hobby-Barista kennen sollte sind unter anderem: Diemme, Schreyögg, Illycaffè, Mocambo Mauro, Izzo, Costadoro, Nannini, Mokaflor und Lavazza

Presto Knopfo: Die Vollautomatik

Der Kaffee-Vollautomat: Oben alle paar Tage ganze Bohnen und Wasser einfüllen, unten auf Knopfdruck den Cappuccino zapfen oder einen Espresso oder einen Latte Macchiato oder einfach nur eine heiße Milch. Den Kaffeesatz kippt der Automat auch gleich mit weg und die besseren Modelle reinigen sich nach dem Kaffeekochen selbst.

Die Nachfrage nach den Luxus-Kaffeemaschinen ist in den vergangenen beiden Jahren in Deutschland rasant gestiegen. Ungeachtet der für eine Küchengerät hohen Preise von 1500 Euro und mehr. Der Wunsch, Zuhause einen Macchiato oder Cappuccino wie im Café um die Ecke zu trinken ist groß. Jeder größere Elektronikmarkt bestückt mittlerweile mindestens eine Regalreihe mit Kaffeeautomaten und Zubehör wie Wasserfilter und Reinigungssets.

Obwohl er "Kaffee"-Automat heißt, funktioniert er wie eine Espressomaschine. Die ganzen Bohnen werden in der Maschine gemahlen, das Mehl fällt dann in der gewählten Portion in ein Sieb, wird dort angepresst und von heißem Wasser durchströmt. Aus einem zweiten Behälter wird zugleich Milch gezogen, aufgeschäumt und im richtigen Mischungsverhältnis zusammen mit dem Kaffee in den Becher oder das Glas gefüllt. Anschließend entleert die Maschine den Kaffeesatz automatisch in einen Auffangbehälter.

Das Angebot reicht von Einsteigermaschinen von 300 Euro bis zu 1800 Euro für Spitzenprodukte. Teurer heißt in diesem Fall tatsächlich meist besser. Die Maschinen halten länger, können mehr und das in der Regel schmackhafter. Wie viel Geld investiert werden sollte, hängt von der Anzahl der täglich aufgebrühten Tassen und der Sorte ab. Im Beratungsgespräch ergibt sich dann schnell das passende Modell.

Von der Maschine abhängig

Für Liebhaber von Kaffeespezialitäten mit gehobenen Einkommen.

Welcher Kaffee geeignet ist:

Wie bei einer Espressomaschine heißt auch beim Vollautomaten ausprobieren. Sich am besten nicht nur im Supermarkt verproviantieren, sondern auch bei den Kaffee-Onlineshops stöbern. Viele Shops bieten Probierpakete aus unterschiedlichen Marken an.

Filterkaffee perfekt zubereiten

Von wegen Latte Macchiato, Cappuccino und Café au Lait: Kenner trinken jetzt wieder Filterkaffee. Womit lässt er sich am besten zubereiten: Kaffeemaschine, Handfilter, Stempelkanne oder mit einer modernen Aeropress-Maschine, bei der Kaffeepulver mit Luft durch den Filter gepresst wird? Für Markt vergleichen der Hamburger Kaffeeröster Erik Brockholz und vier Markt Zuschauer die vier Filterverfahren.

Welcher Filterkaffee schmeckt am besten?

Markt vergleicht vier Methoden zur Herstellung von Filterkaffee: Handfilter, Stempelkanne, Aeropress und Kaffeemaschine.

Der mit einem Handfilter aus Keramik zubereitete Kaffee schmecke dünn und bitter, sagen die Tester.

Kaffeeröster Erik Brockholz empfiehlt, weiße Filtertüten zu benutzen: Sie geben weniger Papiergeschmack an den Kaffee ab.

Den Kaffee aus der Filtermaschine finden die Tester flach und bitter. Ein Grund ist die niedrige Temperatur des Wasser: Sie beträgt …

… 72 Grad statt der empfohlenen 94 Grad. Tipp des Kaffeerösters: Erst heißes Wasser durch den Filter laufen lassen, um den Papiergeschmack zu reduzieren.

In der Stempelkanne hat der gemahlene Kaffee .

. relativ lange Kontakt mit dem Wasser. Das sorgt nach Ansicht der Tester für einen kräftigen, ausgewogenen Geschmack und einen aromatischen Duft.

Tipp des Kaffeerösters: Etwas gröber gemahlenen Kaffee verwenden. Nach dem Aufgießen 40 Sekunden warten, dann langsam den Stempel nach unten drücken. In der Glaskanne kühlt der Kaffee schnell ab. Also schnell trinken oder in eine Thermoskanne umfüllen.

Der Aeropress wurde 2005 in den USA entwickelt. Die Zubereitung ist ähnlich wie mit einer Stempelkanne: Gemahlenen Kaffee einfüllen .

. heißes Wasser aufgießen und .

. kräftig drücken. Dadurch lösen sich viele Aromen, aber nur wenige Bitterstoffe. Der Filterkaffee aus der Aeropress landet im Vergleich auf Platz eins. Die Tester mögen das milde, fruchtige Aroma.

Fazit: Filterkaffee aus der Aeropress schmeckt am besten

Der mit der Aeropress für rund 30 Euro gefilterte Kaffee schmeckt den Testern am besten, weil der gemahlene Kaffee recht lange Kontakt mit dem Wasser hat und der Luftdruck viele Aromen und nur wenige Bitterstoffe löst. Auch den Kaffee aus der Stempelkanne finden die Tester lecker. Dünn und bitter schmeckt ihnen der Kaffee aus dem Handfilter und der Filtermaschine.

Welcher Kaffee schmeckt am besten?

Schmeckt teurer Kaffee aus der Rösterei besser als günstiger Kaffee vom Supermarkt oder Discounter? Markt vergleicht vier Sorten und gibt Tipps für die Zubereitung. mehr

Filterkaffee: Warnung vor Acrylamid

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 14.09.2015 | 20:15 Uhr

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Kaffee kochen - Wege der Kaffeezubereitung

Kaffeezubereitung für jeden Geschmack

Wenn wir Ihnen nun einige Methoden zur Kaffeezubereitung vorstellen, so möchten wir keine davon als die einzig wahre und richtige herausstellen. Es ist einfach Geschmacksache, wie Sie Ihren Kaffee aufbrühen. Der eine Kaffeetrinker bevorzugt ein etwas milderes Aroma, der andere sucht unter Umständen eine kräftige, vollmundige Würze.

Unabhängig davon, wie Sie Ihren Kaffee zubereiten: ganz wichtig ist die Auswahl eines magenfreundlichen Kaffees, der –durch seine Langzeitröstung- keine Gerb- und Bitterstoffe mehr enthält.

Handfilter und klassische Filter-Kaffeemaschine

Wichtige Regel beim Kaffee kochen: Der Kaffee sollte -nach Möglichkeit- frisch gemahlen sein. Nur so ist sichergestellt, daß das volle Aroma in der Tasse ankommt. Pro Tasse rechnen wir 7-8 g Mehl, das entspricht einem gestrichen gefüllten Kaffeelot. Die ideale Brühtemperatur liegt bei etwa 92 bis 94 Grad Celsius. Nach dem ersten Aufkochen soll das Wasser kurz ziehen, bis noch einige kleine Luftblasen am Kesselboden zurückbleiben.

Generell gilt: Je höher der Druck umso schneller läuft das Wasser durch das Kaffeemehl. Damit sich alle Geschmacksstoffe entfalten können, sollte der Mahlgrad des Kaffees bei ansteigendem Druck immer feiner werden.

Der relativ feingemahlene Kaffee wird in einem Papierfilter langsam mit einmal aufgekochtem Wasser übergossen. Mahlgrad und Temperatur haben großen Einfluß auf den Geschmack des Kaffees.

Nur einmal aufgekochtes Wasser hat eine ausreichende Temperatur. Damit ist gewährleistet, daß alle Geschmacksstoffe im Kaffee ausgewaschen werden und in die Tasse gelangen. Ausreichend fein gemahlener Kaffee verhindert, daß das Wasser das Kaffeemehl zu schnell passiert. Je länger Kaffeemehl und Wasser in Kontakt sind, umso reichhaltiger ist später der Geschmack. Papierfilter halten einen großen Teil der im Kaffee befindlichen Fette und Öle zurück. Fett ist bekanntlich ein Geschmacksträger und ist u.a. für ein volles, sattes Gefühl im Mund verantwortlich. Filter-Kaffee wird im Vergleich mit anderen Brühmethoden also immer etwas milder erscheinen.

Preßstempelkannen/French Press

Ähnlich wie die vorhergehende Methode funktionieren die sogenannten Preßstempelkannen. Bei der Kaffeezubereitung wird ein Stempel mit Metallsieb in Richtung Kannenboden gedrückt. Das sehr grob gemahlene Kaffeemehl wird so vom fertigen Getränk getrennt und verbleibt im unteren Teil der Kanne. Hierbei gelangen ebenfalls die im Kaffee vorhandenen Fette und Öle in die Tasse.

Espressokocher

Im Süden Europas gehören sie zu jeder Küchenausstattung - Espressokocher. Es sind meist traditionelle Kannenformen aus Aluminium oder Edelstahl. Hier und da findet man auch schöne Kombinationen aus Metall und Porzellan. Wie funktioniert´s? – Ganz einfach: Im unteren Teil der Kanne wird Wasser erhitzt. Das Wasser steigt nach wenigen Minuten nach oben, trifft auf das feingemahlene Kaffeepulver in einem Sieb im mittleren Teil und landet schließlich als fertiger Kaffee in der oben aufgeschraubten Kanne. Geschmacklich durchaus mit einem Espresso vergleichbar, fehlt die berühmte Crema. Der Druck im Espressokocher ist einfach geringer als in einer „richtigen“ Maschine. Der geringere Druck ist auch für den etwas milderen Geschmack verantwortlich. Bei Interesse finden Sie hier weitere Informationen zur Espressokocher Zubereitung.

Vollautomat und Siebträgermaschinen

Immer öfter findet man die Vollautomaten in unseren Haushalten. Mit der Kombination aus Kaffeemühle und Brühautomat können Sie die verschiedensten Kaffeespezialitäten zubereiten: Vom „normalen“ Kaffee bis zum Espresso ist alles möglich. Hat die Maschine einen Milchaufschäumer, so steht dem ungetrübten Cappuccino-Genuß nichts mehr im Wege. Das Wasser wird mit einem Druck von bis zu 18 bar durch feinst gemahlenes Kaffeemehl gedrückt. Die richtige Verbindung von Druck und Hitze löst perfekt alle Duft- und Aromastoffe aus dem Kaffee.

Das Geschmackserlebnis wird nur noch von einem Espresso aus einer Siebträgermaschine übertroffen. Die beheizte Vollmetall-Brühgruppe einer Siebträgermaschine presst das Wasser nämlich mit noch höherem Druck durch das Kaffeemehl.

Aufguß ohne Filter

Kaffee kochen ohne Filter? Das funktioniert wie folgt: man gibt grob gemahlenen Kaffee direkt in die Kanne oder Tasse und übergießt ihn mit einmal aufgekochtem Wasser – eine ausgezeichnete Methode, wenn Sie einen sehr vollmundigen Kaffeegeschmack bevorzugen. Etwa drei bis fünf Minuten ziehen lassen. Danach können Sie den fertigen Kaffee durch ein feines Sieb geben, so halten sie den Kaffeesatz zurück. Durch den Wegfall des Filterpapiers gelangt das gesamte Kaffeeöl in die Tasse. Sie bemerken dies einmal an der leichten Fettspur auf der Oberfläche ihres Getränks - und natürlich am Geschmack.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Kaffee sehr fein zu mahlen (wie beispielsweise für eine Siebträger-Espressomaschine), in eine Tasse zu geben und dann einfach mit heißem Wasser zu übergießen. Dann noch warten, bis sich das gesamte Kaffeemehl auf dem Tassenboden abgesetzt hat und einen wunderbar aromatischen Kaffee genießen.

Türkischer Mokka

In einem hohen, schlanken Messing- oder Kupferkännchen werden puderfeines Kaffeemehl, Zucker und Wasser kurz dreimal aufgekocht. Die traditionelle, leichte Würzung mit Kardamon ist sicher nicht jedermanns Sache, man sollte sie aber auf jeden Fall mal ausprobiert haben – eine wahrhaft exotische Art der Kaffeezubereitung.

Die perfekte Filterkaffee-Brühtechnik

In den letzten Jahren ist die Zubereitung von Filterkaffee immer stärker in das Blickfeld der professionellen Barista gerückt. Die intensive Beschäftigung mit Möglichkeiten, ein Optimum an Aromen und Geschmackträgern aus einer Bohne freizusetzen, um den wahren Charakter eines Kaffees zu entfalten, hat immer deutlicher gemacht, dass Filterkaffee, besonders der Handaufguss, dafür ein enormes Potential aufweist. Voraussetzung für eine „perfekte Tasse Kaffee“ sind neben einem guten und gut gerösteten, möglichst frischen Kaffee das richtige Zubehör und die Beachtung einiger wesentlichen Aspekte der Brühtechnik.

In der Barista-Szene gibt es eine umfangreiche Diskussion darüber, bei welchem Equipment mit welcher Aufgusstechnik das jeweils beste Ergebnis erzielt werden kann. Als Extrakt hieraus haben wir einen Leitfaden für die Zubereitung eines Filterkaffees per Handaufguss zusammengestellt, den Sie jederzeit variieren und auf dieses Weise neue Erfahrungen sammeln können.

Die Zubereitung von Filterkaffee (Handaufguss)

Verwenden Sie bitte einen möglichst frisch gerösteten und idealer Weise unmittelbar vor dem Aufgießen gemahlenen Kaffee. Je nach Alter des Rohkaffees, Verpackung und Lagerung nach dem Rösten kann mit einem 2 – 3 Monate alten Kaffee ein durchaus respektables Ergebnis erzielt werden, auch wenn die Abbauprozesse des Kaffees schon wenige Tage nach dem Rösten einsetzen. Unsere Faustregel lautet: Mit einem etwas älteren Kaffee und einer guten Zubereitungstechnik lässt sich ein besseres Ergebnis erzielen als mit einem frischen Kaffee und einer schlechten Technik!

Den Kaffee mittelgrob mahlen, damit das später aufgegossene Wasser nicht zu schnell, aber stetig aus dem Filter fließen kann.

In Deutschland keine vorgegebenen Standard-Partikelgrößen für gemahlenen Kaffee. Deshalb ist es schwierig, Begriffe wie „grob“, „mittelgrob“ oder „fein“ zu definieren. Letzten Endes hilft nur, sich an das alte Sprichwort „probieren geht über studieren“ zu halten, soll heißen: Wählen Sie nacheinander verschiedene Mahlgrade für Testaufgüsse und entscheiden Sie selbst, wann Ihnen der Kaffee dünn (= zu grobe Mahlung, zu schnelle Durchlaufgeschwindigkeit), zu intensiv und bitter (= zu feine Mahlung, zu langsame Durchlaufgeschwindigkeit) oder für Ihren Geschmack ideal ist (= für Sie idealer Mahlgrad und ideale Durchlaufgeschwindigkeit).

Verhältnis Kaffeepulver-Wasser:

Als ideales Kaffeepulver-Wasser-Verhältnis gilt derzeit:

Das Wasser und das Kaffeepulver sollten möglichst genau abgemessen bzw. abgewogen werden.

Als ideales Kaffeepulver-Wasser-Verhältnis gilt derzeit:

7,7 g 125 ml (Standardmaßeinheit)

Das Wasser und das Kaffeepulver sollten möglichst genau abgemessen bzw. abgewogen werden.

Als ideales Kaffeepulver-Wasser-Verhältnis gilt derzeit:Kaffeepulver Wasser7,7 g 125 ml (Standardmaßeinheit)12 g 195 ml24 g 390 ml36 g 585 ml48 g 780 ml60 g 975 mlDas Wasser und das Kaffeepulver sollten möglichst genau abgemessen bzw. abgewogen werden.

Wassertemperatur:

Die ideale Wassertemperatur zu Beginn des Aufgusses liegt zwischen 92 – 96 Grad Celsius.

Wir selbst bevorzugen beim Filteraufguss eine Temperatur von 96 Grad, da sich durch die Wartezeiten zwischen den einzelnen Aufgüssen das Wasser zunehmend im Wasserkessel abkühlt. Die Abkühlung wird allerdings dadurch abgemildert, dass sich das Kaffeepulver durch den ersten Aufguss deutlich erwärmt, und dies um so mehr, wenn der Kaffee bei Raumtemperatur denn im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Ausspülen des Papierfilters

Wichtig ist es, vor dem Befüllen des Filters mit dem Kaffeepulver den Papierfilter kurz mit (am besten warmem oder heißem) Wasser auszuspülen. Dadurch geht der bei vielen Papierfilter-Produkten teilweise starke Papiergeschmack, den Sie später im Kaffee wiederfinden weitgehend verloren.

Befüllen des Filters

Achten Sie beim Befüllen des Filters darauf, dass das Kaffeepulver eine gleichförmige, plane Oberfläche hat. Das ist wichtig für ein möglichst gleichförmiges Durchdringen aller Kaffeepulverpartikel mit gleich viel Wasser.

Befeuchten des Kaffeepulvers

Befeuchten Sie leicht, aber gleichförmig das Kaffeepulver in von innen nach außen gehenden kreisförmigen Bewegungen. Je frischer der Kaffee ist, desto mehr wird er sich „wie ein Brotteig“ wölben. Ursache hierfür ist das im Kaffee noch mehr oder weniger stark enthaltene CO2, das durch den Aufguss frei gesetzt wird und zahlreiche Bläschen bildet. Je frischer der Kaffee, desto mehr CO2 wird frei gesetzt, und desto stärker „geht das Kaffeemehl auf“.

Aufgießen des Wassers

Gießen Sie das Wasser von innen beginnend langsam in kreisförmiger Bewegung auf das befeuchtete Kaffeepulver auf, ohne dass Sie das Filterpapier direkt begießen. Beenden Sie das Aufgießen, wenn das Wasser ca. 1 cm über dem Kaffeepulver steht.

Rühren Sie nun das Kaffeepulver vorsichtig mit einem Löffel um, ohne den Papierfilter zu berühren. Das Umrühren bewirkt eine gleichmäßigere Durchdringung aller Partikel, was zu einer insgesamt höheren Extraktion führt. Ziehen Sie auch das am Papierfilter haftende Kaffeepulver nach unten, damit auch dieses gut vom Wasser durchdrungen wird.

Gießen Sie nun fortlaufend das gesamte Wasser auf. Gießen Sie das Wasser aber nie höher auf, als Sie es beim ersten Aufguss getan haben!

Wenn das Wasser vollständig durch den Filter gelaufen ist, sollte die Oberfläche des Kaffeepulvers eben sein; auf dem Papierfilter sollte rundherum über dem Kaffeepulver nur ein dünner Pulver-Film zu sehen sein. Beides sind gute Zeichen für eine möglichst gleichmäßige Extraktion aller Pulver-Partikel.

Setzen Sie den Filter ab und genießen Ihren Kaffee.

Handfilter: die alternativlose Anleitung zur Kaffeezubereitung

Diese Zubereitungsart ist der echte Klassiker: Kaffee mit dem Handfilter

Wie bei Klassikern üblich, erleben sie immer wieder eine Renaissance. Aber der Handfilter ist kein verstaubtes Relikt, er ist eine praktische Sache und liefert hervorragende Ergebnisse. Ich nutze ihn täglich. In diesem Artikel bekommt ihr eine Anleitung zur Zubereitung von Kaffee mit dem Handfilter, Tipps zur Dosierung sowie Mahlgrad und ich kann schon jetzt verraten, der Handfilter ist besser als jede Kaffeemaschine, zumindest bei Kaffeemengen unter einem Liter.

Vielen Kaffeefreunden entwickelt der Kaffee aus der French Press einen zu starken Körper und es befinden sich im Kaffee einige Partikel und ein kleiner Bodensatz – der kommt gerade bei meiner Oma überhaupt nicht gut an! Hier kommt der Vorteil der Handfiltration ins Spiel – denn es wird filtriert.

Das Ergebnis einer gelungenen Handfiltration ist klarer. Keine Kaffeepartikel, kein Bodensatz. Dafür findet allerdings eine Filtration (nicht überraschend bei einem Filter) statt. Aber der handfiltrierte Kaffee behält auch bis zum Abkühlen seinen klaren Geschmack. Wo keine Partikel rumschweben extrahiert auch nichts mehr. Der Papierfilter kommt mit dem Kaffeesatz in den Biomüll, den Porzellanfilter abspülen und fertig.

Für welchen Handfilter sollte ich mich entschieden?

Ich nutze den Hario Kaffeefilter aus Porzellan. Den gibt es in zwei Größen. Den 01 Filter (der ist wirklich nur für eine Tasse geeignet) und den 02 Filter für 1-4 Tassen oder eine große. Ich benutze jeweils die dazugehörigen Filter (für 01 und für 02). Die sind recht teuer aber ich bin von der Qualität überzeugt. Als Alternative kann man sicher auch einen Melitta Filter benutzen aber bei denen gefallen mir die Filtertüten nicht und die Marke erinnert mich einfach zu sehr an den Geschmack von schlechtem Kaffee.

Bedienungsanleitung eines Handfilters

1. Frischen Bohnenkaffee mahlen. Auf die Dosierung kommt es natürlich auch beim Handfilter an! 8-12 g bei 120 ml Wasser. Wer eine anständige 0,5l Tasse hat, sollte es mit einem anderen Verhältnis versuchen. Am besten nicht einfach hochrechnen! Bei einem halben Liter 30 bis 38 Gramm. Einfach testen! Je mehr Kaffeepulver ihr eingebt, desto länger läuft der Kaffee durch – die Kontaktzeit ist also länger und der Kaffee kann überextrahieren. Der Kaffee sollte mittelfein gemahlen sein. Feiner als bei der French Press und gröber als Espresso.

2. Die Filtertüte an der Naht knicken und in den Filter einlegen.

Herzhaft mit Wasser benetzen, schwenken und auskippen. Das schwämmt Partikel aus und bewirkt, dass sich der Filter an das Porzellan ansaugt.

3. Wasser nach dem Aufkochen ein paar Sekunden stehen lassen. Kaffeepulver rein. Kurz im Filter schütteln, damit sich eine ebene Oberfläche bildet. Jetzt langsam den Kaffee gleichmäßig benetzen bis er komplett feucht ist – aber er soll noch nicht im Wasser schwimmen. So lässt du ihn einen kleinen Moment ziehen. Er soll schön gleichmäßig durchweichen. Ca. 30 Sekunden. Diesen Prozess bezeichnet man als “blooming” aber aufquellen passt auch ziemlich gut.

4. Jetzt langsam in kreisenden Bewegungen das restliche Wasser aufgießen, bis es kurz vor dem Rand des Filters ankommt. Jetzt aufhören. Falls noch Wasser übrig bleibt warten, bis das Wasser des ersten Durchgangs komplett durchgelaufen ist. Jetzt noch einmal nachgießen. Hat sich das Kaffeemehl an den Rändern festgesetzt, löse es mit einem gezielten Strahl aus dem Wasserkocher.

Expertentipps zum Handfilter

  • Am besten gleich in die Tasse! Den Porzellanfilter einfach auf die Tasse stellen. Vorher mit der Tasse das Wasser abmessen und aufkochen. So hast du heißeren Kaffee und ein Teil weniger für den Abwasch. Das Abmessen mit der zu befüllenden Tasse erlaubt dir angstfrei aufzugießen, weil nicht die Gefahr des Überlaufens besteht.
  • Immer den Filter durchnässen – so werden mögliche Partikel entfernt. Außerdem fügt sich der Filter so schön an die Ablaufrillen im Porzellan an.
  • Gib kein unnötiges Geld aus! Ein anständiger Porzellanfilter und gute Filtertüten reichen völlig aus, gegebenenfalls noch eine Kaffeekanne, solltest du Kaffee für mehrere Personen zubereiten. Niemand braucht einen extra Wasserkocher! Ich ahne schon dafür bekomme ich von einigen Kaffeeliebhabern Ärger. Aber „gleichmäßiger und dosierbarer Aufguss“ klappt auch aus jedem konventionellen Wasserkocher – vom Kaffeeentzug bekomme ich jedenfalls keinen Tatter.Wer ihn wegen des netten Designs doch kaufen möchte, bitte. Ich kaufe mir für die 84,69€ lieber Kaffee. Ok – noch mal dazu – ja, wir leben im Kapitalismus und es ist natürlich für die Industrie blöde, dass eine der besten Arten Kaffee zuzubereiten günstig ist – hmmm was mache ich als internationales Unternehmen da!? Einen überteuerten Wasserkocher, cool – noch drei Wochen warten und schon fangen alle an zu erzählen, der sei unerlässlich! Mein Kaffeekocher ist nicht gerade Hipster-tauglich, dafür aber mit blauen LEDs – ich bin halt ein Kind der 90er Jahre.

Häufige Fragen zum Handfilter:

Das Wasser läuft zu langsam durch?

Ich habe alles gemacht wie in der Beschreibung aber der Kaffee schmeckt trotzdem nicht!

Warum kann ich dann nicht gleich eine Filtermaschine benutzen?

24 Kommentare

herzlichen Dank für Deine exzellenten Anleitungen zu den verschiedenen Brühverfahren.

Ich war auf Deinen Blog gestoßen, als ich mich zu “Aeropress” informieren wollte.

Echte klasse Deine Info!

Die Aeropress finde ich “verfahrenstechnisch” zwar interessant aber ebenso wie Du “zu Tode hässlich”.

Mit sowas will ich bei einem Genußmittel nicht hantieren.

Mal sehen, ob es mal sowas aus Glas geben wird.

Darf ich Dich zum Handfiltern noch was fragen?

Ich möchte mir bald einen Porzellanfilter anschaffen.

Melitta schreibt auf

Über die Höhe scheint sich also die Porenart zu verändern.

Daraus würde folgen, dass man, wenn man eine einzige Tasse in einem “1×4” aufbrüht ein anderes Ergebnis erzielt als in einer “1×2”.

Sind die Aromazonen reines Marketingblabla oder denkst Du da ist was dran?

Hintergrund der Frage:

Grundsätzlich würde es mich reizen, nur eine oder wenige Filterhalter und Filtertütengrößen zu verwenden.

Wärmetechnisch müsste man bei einem großen Filterhalter beim Aufbrühen nur einer einzigen Tasse sogar Vorteile gegenüber dem “passenden” Filterhalter haben.

Mehr Porzellan speichert mehr Wärme beim Vorwärmen.

ich habe die Melitta Filter selber noch nicht getestet. Für mich hört sich das tatsächlich sehr nach „Marketingblabla” an. Meine Erfahrung mit anderen Handfiltern ist, dass damit besonders gut unterschiedliche Mengen zubereitet werden können. Auf jeden Fall besser als in der Frech Press. Die Aeropress nutze ich im Alltag nicht mehr so oft. Gekauft habe ich mir gerade noch einen Drip Pot:

Den teste ich erst seit drei Tagen bin aber schwer begeistert – der kann auf jeden Fall mit dem Handfilter mithalten. Zu einem ausführlichen Test komme ich erst später. Aber mit einem Porzellanfilter wirst sicher auch sehr glücklich – ist eine sehr tolle Sache!

Ich werde auch mal die Poren testen 😉 glaube aber nicht das was dabei raus kommt.

Viele Grüße aus Berlin,

12 September, 2015

Hab mir gerade den Hario V60 gegönnt und super leckeren Kaffe aus einer mini-Rösterei… Ich entdecke Kaffee! Sehr lecker und man schläft ja sogar gut… 🙂

Viele Grüße aus Kiel

13 October, 2015

Es gibt eine interessante Alternative, die wir früher immer verwendet haben: ein Goldfilter. Das ist ein Filter-Einsatz mit einer feinporigen Folie aus Metall mit einer Goldbeschichtung. Boden, Oberrand und 2 Steege aus schwarzem Kunststoff verleihen Stabilität. Dieser Filtertüten-Ersatz ist nahezu unbegrenzt wiederverwendbar. Das war auch der Grund, weshalb wir ihn damals gekauft hatten. Auskippen, kurz auswaschen und fertig

Gold, weil es in gegensatz zu den Papiertuten garantiert geruchs- und geschmacksneutral ist – auch über längere Zeit. Natürlich will das Filter pfleglich behandelt werden, will sagen man darf nicht übermäßig ‘hamfisted’ sein. Einzige Einschränkung! Der Kaffee darf nicht allzu fein gemahlen sein, dann gibt es u.U doch ein wenig Kaffeesatz in den Tassen.

So’n Teil kostet nicht die Welt (20 bis 25 €) und ist auf Dauer billiger als die vielen Filtertüten. Also einfach mal ausprobieren; viel Vergnügen!

13 October, 2015

danke für den Hinweis und den schönen Kommentar. Ich habe so einen Goldfilter jetzt auf meine Testliste geschrieben. Wie mach ihr jetzt euren Kaffee?

Gerade die klassischen Melitta Filter habe meiner Erfahrung nach einen Eigengeschmack den sie abgeben. Die von Hario sind besser – aber auch teurer.

Grüße aus Berlin,

13 October, 2015

schön, daß man auch einen eingefleischten Kaffee Experten wie Dir noch mal etwas Neues erzählen kann.

Zu Deiner Frage, wie wir unseren Kaffee trinken, siehe auch mein diesbezügliches Mail. Aber zunächst habe ich als Niederländer eine aus Indonesien stammende Art des Kaffee Brühens wieder aufgegriffen: der ‘Koppie Tubruk’. Das Geheimnis werde ich auf Deiner Seite mit den verschiedenen Zubereitungweisen verraten .

27 October, 2015

Guter Filterkaffee ist auch heute noch keine Selbstverständlichkeit und war jahrzehntelang verpönt. Morgens rasch die Plastik Kaffeemaschine angeworfen, mit dem tollen Me.Filterkaffe oder den von Frau Jacob*, hat zwar nicht besonders gemundet, aber galt als Wachmacher bevor man das Haus verließ.

Meine letzte Filter Kaffemaschine hieß Philips-Gourmet mit Heißbrühverfahren und die war schon um Klassen besser als die allermeisten anderen Maschinen. Irgendwann und irgendwie hat mir dann auch nicht mehr der zubereitete Kaffee geschmeckt.

“Handfilter”, wie altmodisch und doch zeitaufreibend, war mein Gedanke.

Bin dann in Berlin, Wedding glaube Lindower Str. hingefahren und hab mir für 20,- Euro einen japanischen (wird schon stimmen 🙂 ) Porzellan Handfilter zugelegt.

Wie dosiert man das Ganze nun, ohne das man jedes mal andere Ergebnisse bekommt: Kaffee sollte immer heiß verköstigt werden, auch nach der zweiten Tasse muss er für mich noch so sein wie die erste Tasse.

Also doch Wasserkocher anwerfen. Vorher gefiltertes Wasser benutzen. Dann das Wasser umgießen in einem Messbecher Glas von WMF. Damit das Wasser nicht zu sehr abkühlt, einfach einen kleinen Porzellanteller oben drauf legen.

Wie bleibt der Kaffee nun konstant für zwei Gläser heiß genug, denn ohne Wärmeplatte kühlt der Kaffee mir doch zu schnell ab und jede Tasse einzeln brühen ist mir dann doch zu viel an Aufwand.

Diverse elektrische Heizkochplatten sind einfach zu groß für so eine kleine Kaffeekanne.

Lösung für mich war eine kleine Reisekochplatte der Marke “Rommelsbacher”, die exakt so groß bzw. klein wie meine Kaffeekanne ist..

Den Regler nur auf Stufe 1 stellen, reicht vollkommen um den Kaffe konstant auf Temperatur zu halten, ohne dass er verbrennt. Einen separaten Ein/Aus Netzstecker kann man davor schalten, weil das kleine Temperaturrad doch zu klein ist und man es doch schnell mal vergessen kann.

Und ja, mit frischem gemahlenen Kaffeebohnen ist der fertig zubereitete Filterkaffee ein Genuß ohne Reue.

Der Preis dafür ist einerseits, dass man excellenten Kaffee (er darf ruhig etwas teurer sein) genießen kann, allerdings ist der Aufwand gegenüber einer Maschine doch schon gewöhnungsbedürftig in dieser Zeit wo viele eigentlich keine Zeit mehr haben.

Dafür kann man sich sein Geschmacksaroma individuell gestalten.

29 December, 2015

Ich bin auch zufällig auf die Seite gestoßen, da ich mich über den French Press infomieren wollte.

Seit wir vor zwei Jahren aus Kostengründen einen Handfilter angeschafft haben, benutze ich nichts anderes mehr. Die Kaffeemaschine von meinen Mitbewohnern wird links liegengelassen, und selbst wenn dort schon frischer Kaffee drin ist, brühe ich mir lieber selbst einen mit dem Handfilter auf.

Weil ich meinen Kaffee so trinken kann wie ich es bevorzuge. Ich mag sehr kräftigen Kaffeegeschmack mit wenig Säure, vertrage aber nicht soviel Koffein. In der Maschine wird der entweder wässrig oder haut mich gleich vom Stuhl.

Mit dem Handfilter kann ich eine Tasse, geschmacklich genau abstimmen und das in einer Zeit in der der Kaffee aus einer Senseo Maschine gelaufen ist. Denn man kann ständig variieren und so nach einer Weile seinen perfekten Kaffee erreichen.

Ein besseres Ergebnis erreicht man mMn nur mit einer teuren Siebträgermaschine

danke für deinen Kommentar.

Ich finde am Handfilter auch toll, dass der Geschmack des Kaffees schnell angepasst werden kann. Und besseren schwarzen Kaffee macht auch kein Siebträger.

26 September, 2016

ich finde Deine Seite sehr gut gemacht und sehr informativ!

Ich filtere meinen Kaffee schon seit ca 10 Jahren mit der Hand und mit einem Porzellanfilter. Was ich noch etwas anders mache, als von Dir beschrieben:

Ich setze den mit Filtertüte bestückten Filter auf mein Kaffeetasse und giesse erst mal heisses Wasser durch. Damit wärme ich Filter, schwemme störende Geschmacksstoffe aus dem Papier und habe meine Tasse angewärmt. Wasser auskippen und dann weiter mit Deiner Methode. Ergebnis: Perfekter Kaffee!

( Viele Leute haben ob meiner Methode anfangs geschmunzelt, aber Geschmack überzeugt und auch die Barista sind ja wieder dazu zurückgekehrt und viele meiner Bekannten auch)

4 November, 2016

Ich mache die besten Erfahrungen, seit ich wieder beim Handfilter gelandet bin, nach vielen Jahren der Untreue. Über Melitta kann ich seit den 50er Jahren (damals war der Filter-Boden flach, das “Papier” glatt rund auf einen Alu Untersatz mit Löchern) nur Gutes sagen, heute 102 Porzellan mit Melitta Tüten für ein Häferl Kaffee.

Eines wundert mich, dass Du es nicht erwähnst: wenn man das Wasser nach dem Kochen genau eine Minute stehen lässt, ist die Aufguss-Temperatur 95° und dass ist perfekt, um einen vollen, runden aber nicht bitter-verbrannten Geschmack zu erzielen, Probier’s!

Danke für die tolle Seite – sehr wertvoll.

21 December, 2016

Hallo Arne, ich filtere den Kaffee auch schon lange mit einem Hario-Filter, aber in deinem Artikel habe ich dennoch was gelernt: werde die Menge mal abwiegen und in Zukunft den Rand heruntergießen. Bis jetzt dachte ich immer, der Rand bleibt stehen, und ich gieße das Wasser in den Trichter, damit das Wasser nicht an der Seite am Kaffee vorbeiläuft (Weg des geringsten Widerstandes), sondern durch den Kaffee hindurch. Liebe Grüße nach Berlin, Cornelia

15 January, 2017

Vielen Dank für den Artikel. Was hälst du von Edelstahlfiltern, also wo man kann Filtertüten mehr braucht? Die gibts ja für lau beim Ali als Stainless Steel Coffee Filter Dripper.

15 January, 2017

Hallo Arne, vielen Dank für die vielen guten Tests (schlägst Stiftung Warentest um Längen!). Auch ich finde, ein handgefilterter Kaffee schlägt jede Kaffeemaschine und erlaubt zudem sensibles Anpassen der Brühtechnik an die jeweilige Bohne. ABER: Die besten Erfahrungen habe ich inzwischen mit dem Clever Coffee Dripper gemacht – wer auf Porzellan steht, kann auch den von Bonavita nehmen. Da wird der Kaffee aufgegossen und bleibt im Filter stehen, wie bei einer French Press. Damit der Kaffee nicht auskühlt, gibt es einen Deckel. Nach Ablauf der gewünschten Brühzeit stellt man den Filter auf eine Tasse oder Kanne (beim Bonavita gibt es einen kleinen Hebel) – und der Kaffee läuft durch. Überflüssig zu erwähnen, dass man allein schon durch die exakte Bestimmung der Brühzeit eine große Varianz an Möglichkeiten hat. Vorteil für mich, dass ich morgens um 5 Uhr mich nicht mit halboffenen Augen um einen perfekten Aufguss (was ja echte Handarbeit ist!) bemühen muss. Wichtig: Nach dem Aufguss einmal umrühren (im Prinzip wie bei der French Press) und beim Öffnen des Ventils den Kaffeesatz am oberen Filterrand nach unten schieben (kann je nach Bohne auch entfallen). Ich nutze den Melitta Gourmet “mild”, ein Papierfilter, der durchlässiger ist und die Brühzeit verkürzt, im Gegensatz zu den “intense”. Schließlich will ich sicherstellen, dass die Brühzeit hinterher, also nach Öffnen des Ventils, nicht noch künstlisch bzw. unkontrolliert verlängert wird. Den Gourmet “intense” kann man sich logischerweise schenken, da sich beim Clever Coffee Dripper ja die Brühzeit direkt beinflussen lässt. In meinen bescheidenen Tests fand ich die Gourmet mit den “Aromaporen” besser als die Klassiker, die auch ich mit penetrant schlechtem Kaffee assoziere. Einziger Nachteil des Drippers: Goldfilter 1 x 4 passen natürlich auch rein, aber dann schließt der Deckel nicht mehr (info von sweetmarias)

Vorsicht, es werden noch fleißig ältere Exemplare verkauft, die aus einem minderwertigeren Kunststoff bestehen. Das aktuelle Modell (der Hersteller hat schnell dazugelernt) ist der Clever Coffee Dripper V2, erkennbar an einem einteiligen, durchgehenden Henkel. Das ältere Modell erkennt man dagegen leicht am zweiteiligen, unterbrochenen Henkel. Es gibt noch eine kleinere Version “small” (1×2), die aber in Deutschland leider kaum erhältlich ist.

Alle Handfilterer in meinem Umfeld sind nach diesem Tipp auf den Clever Coffee Drpper umgestiegen. Und die Diskussion um den One-and-only-Kaffeekessel mit Schwanenhals (den es baugleich übrigens inzwischen mit integriertem Thermometer unter einem anderen Namen gibt), hat sich dann auch erledigt. Allerdings muss auch ich zugeben, nicht mit jedem Kessel gelingt ein guter Aufguss ohne zuviel/zuwenig Wasser oder ohne zu schlabbern. Ich verwende bislang den von Gastroback, ein m. E. exzellentes Gerät mit Temperarturvorwahl, allerdings unzweckmäßigem Ausguss, wie ich finde.

Die Frage, die mich momentan beschäftigt ist, ob eine Preinfusion bei diesem Verfahren nicht genauso überflüssig ist wie bei der French Press! Interessanterweise wird bei vielen Anleitungen zum Clever Coffee Dripper noch eine Preinfusion gezeigt.

Ich habe auf meine bevorzugten Links zum Dripper verzichtet, da ich nicht weiß ob Du das magst, und hungrige Abmahnanwälte gibt’s ja immer noch genug :-). Sende ich auf Wunsch aber gerne zu!

Herzliche Grüße aus Neuss, Matthias

15 January, 2017

Hallo lieber Matthias, die Abmahnanwälte haben mich bisher noch nie belästigt. Aber weniger werde es sicher nicht. Beim “Clever Coffee Dripper” brauchst du keine Preinfusion – wichtig ist nur (wie bei der Frech Press) das kein Pulver in Klumpen oben auf schwimmt. Es geht also eher ums Verteilen und weniger um das Vorbrühen. Danke für den bomben Kommentar, Arne

26 January, 2017

Wieso muß der Filter geknickt werden

5 February, 2017

mir hat mein Kaffee bisher auch mit meiner Lidl-Kaffeemaschine, Billigfiltern, und Aldi-Kaffee gut geschmeckt. Nach dem Lesen Deiner Tipps und Tests habe ich mir eine Emsa Neo fur 15.- Euro und eine Bialetti Trend (das ist die, die Du so häßlich findest, hat aber incl. Versand nur 19, 99 Euro gekostet) French Press gekauft, je 1 Liter. Die Emsa Neo kostet soviel wie woanders ein Ersatzglas und ist einfacher im Handling als die Bialetti bei gleichem Geschmack. Dazu die Rommelsbacher EKM 200 Mühle sowie einen Microlot Fabio Carlos und einen Peru Cenfrocafe (der mit dem Lama) von Quijote Kaffee, geröstet am 30.01.2017, bei mir am 03.02.2017 (!), weil ich deren Geschäftsmodel so toll finde.

Mit dem Microlot komme ich grob gemahlen nicht klar, ist mir auch mit 70 g/Liter nicht aromatisch und vollmundig genug. Entweder versuche ich mal eine feinere Mahlung oder es ist nicht mein Kaffee, den anderen habe ich noch nicht probiert.

Um in der Mittagspause mal einen guten Kaffee zu trinken, gehe ich nur wenige Meter nach Röstart in Bochum , ein urgemütliches Cafe mit eigener Rösterei, wo man teils auf alten Sofas und Kaffeesäcken sitzt und phantastischen Kuchen bekommt. Nebenbei haben die ein gutes Sortiment an Utensilien (Hario, AeroPress etc. nebst Zubehör).

Da habe ich nach guter Beratung Guatemala Antigua Los Volcanes gekauft, der bei 70 g/Liter genau mein Ding ist. Voll aromatisch, mittelkräftig mit mittlerer Säure laut Verpackung.

Bei mir finden jetzt täglich Geschmacksexplosionen statt, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Demnächst teste ich Porzellanfilter, aus Kostengründen aber Melitta, bzw. Friesland mit Finum Filtertüten.

Danke für deine tollen Tipps und Testberichte.

Liebe Grüße aus Dortmund

Ich antworte mal auf meinem eigenen Kommentar – Richard – 27 October, 2015

und wusste gar nicht mehr dass ich ihn hier verfasst hatte 🙂

Der von Hand gefilterte schmeckt mir nach wie vor. Nur eine Sache kam morgens immer wieder störend hinzu: Handarbeit, Handarbeit ist angesagt. Jeder einzelne Gang, jede Bewegung muss einzeln getätigt werden, auch wenn man nebenbei so einiges erledigt, muss man sich immer und immer wieder auf seinen Kaffee konzentrieren. Was mir letztendlich doch “to much” wurde.

Deshalb schaute ich nach einer elektrischen, guten Filterkaffeemaschine in einem großen Elektromarkt, vorher im Internet dann persönlich vorbei.

Da stehen dann gefühlte 30m an Kaffeemaschinen in den Regalen und auf den Kartons. Bis man die alle theoretisch durch getestet hätte, wäre man praktisch fünfhundert Jahre alt.

Letztendlich hab ich mich dann für eine “Melitta SignatureDeluxe” entschieden.

Quelle: https://www.melitta.de/de/AromaSignature-DeLuxe-818.html. Diese Maschine war in ganz Berlin nicht frei zum Kauf erhältlich und wurde innerhalb von zwei Tagen ab Lager bestellt.

Da der Preis für eine derartige Kaffeefiltermaschine doch schon recht teuer ist, wurde mir auch seitens der Verkäuferin gesagt, dass sie diese Maschine für die Filiale (Steglitz) nicht zum Verkauf bestellen würde, da ein Absatz für den Kunden eher recht ungewöhnlich wäre und die Kunden mit dem Kauf eines Vollautomaten für über 500,-Euro eher keine Probleme damit hätten. Verkaufspsychologie in der Werbung spielt eben eine bedeutende Rolle.

Obwohl ich sie erst ein paar Tage nutze und es hier der Handfilter Thread ist, ohne hier jetzt näher drauf einzugehen, kann ich nur sagen, dass ich den Kauf keinesfalls bereut habe und ein Test auf dieser website bestimmt durchaus interessant ist.

also, ich dachte hier werde ich fündig und kann mich endlich für einen “espresso kocher” entscheiden. nachdem ich aber den french press link und dann die handfilter seite gelesen hab, hab ich mich entschieden, bei handfilter zu bleiben. so mache ich mir seit 30 jahren kaffee und eigentlich, war ich immer zufrieden. aber trotzdem danke, für die fülle an informationen und die entscheidungsfindung = )

Hey Arne, welche Menge verstehst du unter einer Tasse bzw. zwei wegen den Filtertüten?

Ich bin noch auf der Suche nach einer Kaffeemühle für unter 100€ wenn es geht. Gibt es Geschmacksunterschiede zwischen einer Handmühle und einer Elektrischen?

Unglaublich toller Blog!

Mit freundlichen Grüßen

Ich habe eigentlich nach einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk für meinen Vater Ausschau gehalten (besonders wegen des Themas “Lautstärke”) und bin irgendwie hier gelandet: beim Handfilter. Das mache ich jetzt auch schon seit ca. 5 Jahren so, mir jeden Morgen bzw. Vormittag eine große Tasse manuell “herzustellen”, und siehe da, ich bin damit sogar im Trend, na sowas hehe…

Handfiltrierung ist für mich ein Stück gelebte Entschleunigung, ein bewusstes Zeitnehmen für zelebriertes Kaffeeerlebnis. Herrlich anachronistisch. Das ist mein alltägliches Ritual und Stück Kaffee-Kultur. Es sei denn, es ist Besuch da und eine größere Menge vonnöten: eine 0815-KaMa steht hier auch noch rum. Die verstaubt allerdings die meiste Zeit einsam vor sich hin, da ich äußerst selten mehr als eine große Tasse am Stück trinke (und vertrage), und geschmacklich ist es auch ein großer Unterschied.

Nachdem ich mich noch ein bisschen auf coffeeness umgeschaut hab, kann ich nur sagen: Gute Seite, guter Mann (Arne), Lesezeichen gesetzt.

PS: Ich mach es genauso wie Elisabeth ein paar Posts über mir: Heisses Wasser durch den Filter in die Tasse, auskippen und los gehts. Das Anwässern vor dem Brühen hat auch noch den Vorteil, dass bei mir seitdem kein Filter mehr gerissen ist.

Das kam vorher zwar auch nicht so oft vor, aber dennoch oft genug, dass es irgendwann ärgerlich wurde.

16 October, 2017

herzlichen Dank für die informative, tolle Seite! Eine Frage: Hast Du auch Erfahrungen mit slow coffee, bei dem gar kein extra Filter eingesetzt wird, wie z.B. bei der Karlsbader oder Bayreuther Kanne (es gibt noch weitere Modelle, die so funktionieren, z.B. von Sowden)?

Ich mag weder Papier noch Baumwolle, weil ich finde, dass das den Kaffeegeschmack doch beeinflusst. Wie siehst Du das?

16 October, 2017

Hallo Sabine, klar: Kaffee aus der Karlsbader Kanne. Filter haben auf jeden Fall einen Einfluss auf den Geschmack. Eine Karlsbader Kanne ist super. Aber ich arbeite auch sehr gerne mit guten Handfiltern. Permanentfilter wären für dich eventuell auch interessant. Beste Grüße, Arne

21 November, 2017

Danke gute Tipps!

Ich brühe meinen Kaffee schon seit Jahren im Porzelanfilter direkt in die Tasse – das ist eine schöne Zeremonie und schmeckt um Meilen besser. Selbst wenn der Kaffee danach in der Tasse kalt wird schmeckt er noch gut.

Das ausspülen des Filters kannte ich noch nicht. Jedoch ist mir aufgefallen dass der Filter schon einen Einfluß auf den Geschmack hat – zumindest bilde ich mir das ein. Vielleicht liegt es an der Zellstruktur des Papiers die je nach Marke mehr oder weniger dicht ist. Auf jeden Fall verwende ich für unterschiedliche Kaffees auch jeweils andere Filtermarken.

Das Blooming mache ich genauso, in dem Moment tropft noch nicht viel in die Tasse. Sobald der Kaffee völlig feucht ist gieße ich auf bis das Wasser ca 1cm im Filter über dem Pulver steht. Sobald sich das Wasser bis zum Pulver setzt wiederhole ich das.

Ein kleiner Tipp wenn man 2 Tassen brühen möchte mit einem Filteraufguß: Die erste Tasse ca 1/3tel füllen, dann den Filter auf die zweite Tasse und die komplett aufgießen, dann die restlichen 2/3tel der ersten Tasse aufgießen. Ich habe das nicht wissenschaftlich belegt, aber es kommt schon mal vor dass ich Besuch habe und es schneller gehen muss. Ich denke mir einfach der meiste Geschmack sitzt am Anfang im Pulver, eine gute Portion kommt im Mittelteil (der geht in die zweite Tasse) und danach kommt ein immer noch gut schmeckender Rest der zusammen mit dem intensiven Teil des Anfangs die erste Tasse bildet.

Ich verwende übrigens einen handelsüblichen 4er Filter aus den 80ern. Porzelan altert ja nicht. Die Filter sind bei mir alle braun und kommen aus dem Supermarkt. Zum Hippster tauge ich also nicht. Aber schmecke tuts trotzdem.

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Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee. Ich teste Kaffees und Espressos in ganzen Bohnen und erstelle Rezepte für Kaffee Feinschmecker.

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